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Nach dem Semester ist vor der Touri-Tour: Perth

In Perth angekommen, begrüsste mich direkt die Sonne mit T-Shirt Temperaturen. Ich war entzückt nach dem nasskalten Winter in Melbourne! Nachdem mich meine Freundin abholte, fuhren wir nach Fremantle, wo ich die ganze Woche bei ihr und ihren 4 männlichen chaoten Mitbewohnern bleiben sollte. Alleine diese Hausgemeinschaft zusammengewürfelt aus einem mittzwanziger Schweden und Australier, einem mittvierziger Engländer, einem mittfünfziger Deutschem und meiner Freundin, war schon eine Reise wert. Ein Chaoshaufen, aber immer lustig drauf! Es wurde zwar befürchtet, dass ich das nicht aushalten würde, aber ich fands sogar richtig gut! :)

Kaum angekommen, wurde natürlich direkt wieder etwas getrunken, da es gleich am ersten Abend nach Perth Northbridge gehen sollte, wo das "Partyleben" tobt (oder auch nicht - je nach Geschmack). Wir sind natürlich erstmal in unserem Haus mit den Jungs hängen geblieben und haben uns in die geheime Welt der Karten einführen lassen. "Shithead" und "Golf" wurden zu unseren Begleitern der ganzen Woche! Endlich von der Spielsucht losgerissen, machten wir uns auf den Weg den letzten Bus zu erwischen. Typisch deutsch kamen wir auch 10 Minuten zu früh an der Haltestelle an. Typisch australisch interessierte das aber keine Sau. Der Bus kam nicht und wir wollten kein Taxi nach Perth CBD nehmen, da dies zu teuer gewesen wäre. Wir wussten uns natürlich selbst zu helfen und gingen auf die andere Straßenseite, um zu trampen (im Ungewissen, ob das überhaupt legal war). Und wenn man kaum noch damit rechnet, kommt der Bus natürlich. Wir wollten also wieder auf die andere Straßenseite laufen, was den Busfahrer herzlich wenig interessierte und an uns vorbeifuhr, trotz unseres winkens. Wir also wieder zurück auf die andere Straßenseite und wieder mit dem trampen begonnen. Nach ca. 10 Minuten hielt dann auch ein Auto... und was für ein Auto: ne Stretchlimo (OK, die Pretty Woman 80er Jahre Version einer Stretchlimo wars, aber das ist ja nebensächlich)! Kaum eingestiegen dachten wir auch weiterhin, dass wir in nem falschen Film wären: cooler asiatischer Gangster mit seiner zugedröhnten Gangsterbraut saßen uns gegenüber und der Fahrer hatte ebenfalls Begleitung neben sich sitzen. Man hätte nun denken können, dass Aussteigen ne gute Option gewesen wäre, aber nicht mit uns. Wir saßen in ner Limo nach Perth und mussten diese Gelegenheit nutzen und gaben uns so lässig wie möglich. Nach regelmäßigem Checken, ob die uns auch in die richtige Richtung fahren und nicht nach Asien verkaufen wollten, waren wir beruhigt, als wir in Northbridge ankamen. Denen im Auto war langweilig, weswegen sie einfach durch die Gegend fuhren und uns somit einsammelten + direkt vor der Tür rausließen. Schön zu wissen, dass es auch nette Gangster gibt! ;)

Northbridge an sich erinnert ein stark an ne Partymeile auf Malle mit zu vielen unterzwanziger Kids, die zu wenig Stoff am Körper tragen und ihre Highheels lieber in den Händen als an den Füßen trugen. Diese ganzen Bars und Clubs dort mögen dort ganz nett sein, wenn man ausm kleinen Kaff in Deutschland kommt, aber nicht wenn man aus Berlin kommt und danach in Melbourne gelebt hat. Das war eher ein Trauerspiel. Wir haben uns die Laune aber nicht nehmen lassen und sind von Bar zu Bar gezogen. ACHTUNG: Western Australia ist der grösste Polizeistaat Australiens! Hier braucht man nicht nur einen Personalausweis oder Führerschein, um reinzukommen (reicht in Melbourne und Sydney aus), sondern man muss seinen Reisepass dabei haben!!!! Dieser wird dann schön am Eingang kopiert und man darf reingehen. Ohne Reisepass geht nix, auch wenn man Perso & Co dabei hat.

Die Woche in Perth verging insgesamt viel zu schnell und Perth ist eine wirklich extrem saubere Stadt, wenn auch klein, aber ansonsten gut für ein bissl Ferien. Der Kingspark bietet eine wunderbare Aussicht auf die Skyline Perths und ist bei gutem Wetter sehr zu empfehlen. Ansonsten einen Ausflug wert ist Rottnest Island. Die Fähre ist zwar ziemlich teuer mit $84, aber teilweise gibt es spezielle Angebote, wie den 2 für 1 Donnerstag, den wir genutzt hatten. Auf der Insel sind keine Autos erlaubt, außer die der Polizei und einigen Leuten, die dort arbeiten. Man sollte sich also auf jeden Fall ein Fahrrad mieten, um diese wunderbare Natur zu erkunden. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, da es zwar enorm windig, aber trotzdem warm war. Schade war allerdings, dass das Wasser einfach zu kat war, um dort schwimmen zu gehen. Denn das Wasser ist dort türkisblau mit dunklen Korallenstellen eingefärbt. Wunderschön! Man möchte immer ins Wasser springen, aber sobald man einen Fuß reinhält, erfriert man schon halb. Falls man im Sommer auf die Insel fährt, hat man einsame Strände zum schnorcheln vor sich! Jedoch sollte man dann viel Wasser einpacken, um die ca 25Km der Insel zu schaffen, die teilweise hügelig ist und bei heißem Wetter sehr anstrengend werden kann.

Auf Rotto (wie die Insel auch genannt wird), leben Quokkas. Kleine niedliche Tier, die wie eine Kreuzung aus Ratte und Kangaroo aussehen und sich auch wie Kangaroos fortbewegen. Diese Tiere gibt es weltweit nur auf dieser Insel. Anfangs dachte man, dass es Riesenratten wären, weswegen die Insel ihren Namen verdankt.

Die Woche in Perth/ Fremantle verging viel zu schnell und nun bin ich auch schon wieder zurück in Melbourne. Ich fasse mich hier zu Perth etwas kürzer, da in einem weiteren Blog bei IEC bereits sehr ausführlich über Perth und Umgebung berichtet wird. Es ist auf jeden Fall einen Ausflug wert!

Meine letzten zwei Tage in Melbourne sind komplett organisatorischen Sachen gewidmet, da ich u.a. noch irgendwie meine Möbel verkaufen muss, die ich kaufen musst, als ich in meinem Zimmer eingezogen bin. Am 10.07 werde ich bereits das Land verlassen, um nach Singapore, Malaysia und Thailand zu reisen, bevor ich dann letzten Endes Ende August wieder in Deutschland eintreffe. Es ist schon ein seltsames Gefühl, dass das Semester so schnell vorbeiging. Ich hätte sehr gerne noch ein zweites Semester belegt, jedoch lassen dies meine finanziellen Quellen leider nicht mehr zu. Denn letzten Endes ist Australien doch weiterhin ein sehr kostspieliges Land! Ich würde trotzdem jederzeit wiederkommen, ob zum Reisen oder zum Arbeiten!!

Ich wünsche euch jedoch viel Spaß, falls ihr einen Trip nach Australien planen solltet!! Ihr werdet es auf keinen Fall bereuen!! 

Mein Blog endet an dieser Stelle, da ich das Land nun verlassen werde, um zu reisen. Wenn ihr jedoch weitere Fragen haben solltet, dann wendet euch an IEC. Sie werden euch gerne behilflich sein und euch ebenfalls bei der Studienplanung in Australien & Co. unterstützen!!

HAVE FUN!

Stefanie Gerken zuletzt bearbeitet am 08.07.2012