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Nach dem Semester ist vor der Touri-Tour: meine letzte Woche in Melbourne

Nachdem die Great Ocean Road gesehen wurde, musste auch das naehere Umfeld naeher begutachtet werden. Meine letzte Woche in Melbourne ist also extrem dicht gefuellt worden. Mein Motto "Make the most of it", wurde gnadenlos durchgezogen.

Freitagabend gings also los: Abschiedsfeier mit Freunden, die ich in Melbourne kennengelernt hatte. Zuerst gings zum koranischen BBQ: Dae Jang Geum in 235 Little Bourke Street. Wirklich sehr lecker und empfehlenswert. Man sollte den Service dabei einfach ignorieren. Anschliessend ging es in die "Workshop Bar" in 413 Elizabeth Street. Besonders Freitags mit guter elektronischer Musik und endlich mal angenehmen Longdringpreisen von $7,50 sehr zu empfehlen. Danach fuhren wir weiter nach Fitzroy in die Jonstons Street und tingelten von einer Bar in die naechsten bis wir ziemlich muede waren um 5h morgens. Einige von uns zogen die Nacht sogar noch weiter in die Lange und gingen noch ins Crown Casino im CBD und schauten im Anschluss das Deutschlandspiel gegen Griechenland.

Samstag hiess es nach 4h Schlaf wieder aufstehen, um sich mit einer Freundin im CBD zu treffen. Zur Abenddaemmerung fand auf dem Federation Square das "The Light in Winter" statt mit einigen Installationen und Performances von Kuenstlern. Sehr schick. Kaum war es dunkel, gingen wir hinter der Flinders Station am Yarra River entlang, um die wirklich sehr schoene Skyline Melbournes in ihrer vollen Pracht zu bestaunen (groassartiges Fotomotiv bei Nacht). Wenn man am Wasser weiter entlang laeuft (Richtung Exhibition Centre), kommt man auch an einer Steinformation direkt vor dem Crown Casino vorbei, die an sich unspektakulaer wirkt neben der ganzen anderen Kunst, die in diesem Abschnitt steht. Doch nach Sonnenuntergang speien diese zu jeder vollen Stunde ordentlich Feuer und man fuehlt sich an "Saurons Auge" vom Herr der Ringe erinnert! Ist ein wirklich sehr heisses Schauspiel, was in der kaelteren Jahreszeit in Melbourne wirklich angenehm ist. Zum Dinner ging es dann noch ins Vietnamesische Cafe an der Swanston Street, welches fuer $9,90 super asiatisches Essen bietet. Nach der zwar kurzen Nacht und deslangen Tages, war ich trotzem so mitiviert abends noch wegzugehen, dass ich sogar meine ziemlich muede und durchgefrorene Freundin auch noch dazu bewegen konnte abends in zwei verschiedene Bars/Clubs auf der Sydney Road zu gehen (eigentlich startet man auf der Sydney Road am Wochenende wie folgt: Penny Black - schliesst um 1am, weswegen man im Anschluss ins Retreat geht, was um 3am schliesst, bevor man im Endeffekt im Brunswick Hotel landet, welches einen um 5am rausschmeisst). Erneut um 6h morgenz zu Haus ging es dann auch endlich ins Bett.

Sonntag hiess es nach erneut nur 4h schlaf: Guten Morgen bedeckter Melbourne Himmel. Davon nicht getruebt stand heute der Victorian Market auf dem Program! Der Markt an sich ist der groesste Freiluft Markt in Australien und man bekommt hier alles von Essen, ueber Wein bis zu Klamotten und Touristenkram. Ich war ehrlich gesagt nicht sooo sehr begeistert von dem markt (Barcelona und Marrakesh bieten da schon mehr). Aber was gut war: ploetzlich fuehlte ich mich an Granada zurueck erinnert! Denn man konnte "Churros" kaufen und original spanischen Flamenco lauschen, der wirklich sehr gut live von einer dreimann starken Band vorgetragen wurde. Mit nem Kaffee in der Hand verflog die Muedigkeit auch wieder und ich traf mich erneut mit einer Freundin, um etwas durch die Laeden zu stoebern (in Australien haben alle Geschaefte auch Sonntags ganz normal geoffnet). Es verschlug uns zum spaetern Nachmittag gen Gertrude/ Smith Street in Collingwood, was eine wikrlich schoene Ecke mit vielen tollen Second Hand Laeden, Bars, Restaurants und Cafes ist. Wir steuerten also Trippy Tacco in der Gertude Street - die "Special Quesadilla" ist sehr zu empfehlen! Im Anschluss ging es in den Birdman gleich nebenan, um den besten Chai-Latte meines Lebens zu trinken (diesen entdeckten Annegret und ich bereits zuvor). Da das Wochenende ja noch nicht lang genug war, trafen wir 3 weitere Freunde und zogen an diesem Abend in 4 weitere Bars und endeten letztlich im Bimbos in 376 Brunswick Street. Dort kann man den Sonntag zu House Musik mit Kicker und Billiard ausklingen lassen (nur nebenbei: ich habe mit meinem Kollege das andere Team 5 mal geschlagen- DEMUETIGUNG)! ;) Ploetzlich war es schon wieder 1h morgen uns ich habe gerade noch so die letzte Tram nach Hause bekommen.

Am Montag nach 5h schlaf zur Arbeit, ging es zum Dinner in den Carlton Club in 192 Bourke Street. Hier gibt es Montags ein Special "Parma and Pot" fuer $15, was auch locker 2 Personen essen koennen. Die Location vom Carlton Club ist wikrlich einmalig im afrikanisch-franzoesichen-puff-stil mit toller Dachterrasse. Am Wochenende verwandelt sich das Restaurant dann auch regelmaessig zu einem Club mit super live Musik (vorsicht: die Tuersteher sind manchmal etwas waehlerisch und Maenner duerfen auf keinen Fall betrunken wirken - dann kommt man generell in Melbourne schwer irgendwo rein, da die Bars und Clubs hohe Strafen zahlen muessen, wenn sie zu betrunkene Leute haben).

Dienstag wurde ein erneuter Touritag in Melbourne eingelegt. Gleich morgens um 11h morgens ging es in die Circle Tram, welche kostenlos einmal im Kreis um den CBD faehrt und ein paar infos zu der Historie Melbourne gibt. Wieder am Startpunkt angekommen 9dauert ca ne Stunde) gabs erstmal Lunch im Korean BBQ - ist aber auch echt lecker der Laden! Im Anschluss bin ich mit nem Freund nach Toorak gefahren (die wohl wohlhabenste Gegend in Melbourne, um ins die ganzen Villen, Ferraries etc anzuschauen. Zu Fuss ging es dann durch Richmond nach Praharan ueber die Chapel Street (hier kann man am Wochenende uebrigens auch gut weggehen - ist halt alles etwas schicker und aufgetakelter, aber zur Abwechslung auch mal ganz nett. Ist halt ein krasses Kontrastprogram zu Brunswick, Carleton und Fitzroy) zum Royal Botanic Garden. Es war schon wunderbar als wir dort waren (und riesig - man kann dort locker einen ganzen tag verbringen), doch im Sommer ist es sicherlich traumhaft. Einmal quer durch den botanischen Garten durch, ging es wieder zu Fuss Richtung Yarra River und Crown Casino. Diesmal wollten wir jedoch auf den Eurika Tower hoch, welches das zweithoechte Gebaeude in Australien ist - das hoechste steht in Surfers Paradise. Von 300m Hoehe im 88. Stockwerk (mit Studentenausweis zahlt man im Uebrigen nur $14 anstatt $18 Eintritt) hat man einen einmaligen Ausblick ueber Mebourne. Das angenehme: es ist innen und alles windgeschuetzt + man kann sich dort so lange aufhalten, wie man moechte + man kann dort Essen und Trinke kaufen und sich auf Sofas und Stuehle setzen, um den Ausblick zu geniessen. Eine kleine Aussenterasse gibt es auch, wo es im Winter gleich doppelt windet und kalt ist. Dieses "Edge", wo man in einem Glaskasten nochmal einen Stueck weiter hinausfaehrt, kostet extra und lohnt sich nicht wirklich. Wir waren auf jeden Fall wieder ganz schlau und sind dort kurz vor Sonnenuntergang hoch. Auf diese Weise konnten wir Melbourne mit allen Lichteinfluessen bestaunen und haben ordentlich Fotos gemacht (als Alternative kann man auch ein "Day und Night Ticket" holen, was aber gleich doppelt so teuer ist). Wunderschoen! Von dort oben sieht man sogar die Steine, die nach Sonnenuntergang Feuer speien. Von diesem Eindruck ganz beseeligt, gings nochmal am Yarra River Richtung Stadt. Der Abend klang dann in der Sydney Road im Penny Black zu einer $6 Pizza aus (Special Angebot am Dienstag).

Mittwoch hiess es erneut Arbeit und im Anschluss Dinner mit Freunden (irgendwie gibt es mittlerweile jeden Abend "Abschiedsdinner" - es sind halt immer andere Leute dabei) angesagt! ;) Diesmal geht es zum Thailaender in der 82 Lygon Street (Thaila Thai). Hier gibt es sehr leckeres Thaiessen mit riesen Portionen fuer ca $12 pro Menue (das reicht locker fuer 2 Leute oder man laesst sich den Rest einpacken und man hat am naechsten tag nochmal ein komplettes Essen)! Das Gute: in viele Restaurants gibt es "BYO". Das bedeutet, dass man seinen eigenen Wein und/oder Bier mitbringen darf. In der Regel werden dann zwar $1-4 pro Kopf extra auf die Rechnung gesetzt, aber dafuer kann man seinen Lieblingswein mtibringen und im Endeffekt ist es ja auch guenstiger, als Wein im Restaurant zu ordern. Das Thaila berechnet z.B. nur $1 pro Kopf extra.

Donnerstag wurde ich von meinen lieben Arbeitskollegen verabschiedet mit nem leckeren Lunch. Abends wurde sich erneut mit Freunden getroffen, um durch altbekannte Bars zu ziehen. Mitten in der Nacht hatte ich dann noch das Vergnügen ca. 40 Cupcakes und Muffins als Dankeschön und Abschied für meine Kollegen zu backen. Was macht man nicht alles, um wirklich das Maximale aus einer Woche rauszuholen: dann backt man auch um 2h Nachts im nur halbnüchternen Zustand Cupcakes und Muffins. ;)

Am Freitag stand mein wirklich letzter Arbeitstag an und die Cupcakes und Muffins gingen weg wie warme Semmel! Wie man sieht, wurde die letzte Woche in Melbourne ausgiebig geschlemmt, was man leider auch an der Waage sieht. Aber das gehört zum Auslandsaufenthalt halt dazu und wird auch wieder verschwinden, wenn man zurück in Deutschland ist und wieder in seine normale Essgewohnheiten verfällt.

Freitagabend ging es natürlich wieder auf die Piste. Diesmal in eine coole "Underground Bar" im CBD, namens "Strange Wolf Bar"! Diese liegt etwas versteckt in einer Seitengasse auf der Ecke der Exhibition Street und Collins Street. Gegen frühern Abend kommen dort alle Leute direkt von der Arbeit hin, um ihre After Work Party zu starten. Sehr zu empfehlen ist der Cocktail Big Bad Wolf aus einer Mischung von Absinth, Stone's Ginger Wine, trüben Apfelsaft und würzigem Orangensirup. Ein GENUSS!!! Der Spaß kostet zwar auch $15 pro Cocktail (normale Cocktailpreise für Melbourne, weswegen man gerne auf Bier& Co für ca. $9 zurückgreift), aber er war es alle mal wert!  Im Anschluss ging es in die Laundry Bar in Fitzroy auf der Johnston Street. Mit einem 90er Hip Hop Revival wurde der Abend für mich dann beendet, da mein Flug am nächsten tag nach Perth anstand und ich auch noch packen musste.

Der Samstag startete wie schon die ganze letzte Woche: mit wenig Schlaf! Denn vor meinem Abflug nach Perth musste mein Koffer gepackt werden und mein Zimmer soweit ausgeräumt werden, da mein Mitbewohner schonmal nach nem Nachmieter geschaut hatte. Da ich den Beinamen "Bree van de Kamp" nicht nur wegen meiner roten Haare trage, wurde dies auch erledigt und ich kam pünktlich am Flughafen an. Perth konnte also kommen!!

Stefanie Gerken zuletzt bearbeitet am 08.07.2012