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Der Mensch gewoehnt sich an alles! Australien als Arbeitgeber

Es ist erstaunlich wie schnell man sich an die australischen Preise gewoehnt und sich selbst dabei ertappt, wenn man von einem "Bargain" spricht, sobale ein Bier nur $5 in einer Bar kostet (normalerweise $8-9), der Kaese fuer $4 im Angebot ist, die Salami fuer $3 zu habe ist oder man Wein fuer ca $8-10 kauft (der Wein ist im Uebrigen herausragend in Australien. Selten besseren Wein getrunken). Man wird zum regelrechten "Schnaeppchenjaeger"! Natuerlich ist es nach wie vor teurer als in Deutschland, aber man kann australische Preise ganz einfach nicht mit deutschen Preisen vergleichen. Denn hier sind nicht nur die Lebenshaltungskosten hoeher, sondern auch das Einkommen der Menschen! ich habe vor kurzem einmal im internet verglichen, was verschiedene Firmen fuer BWL Masterabsolventen fuer Durchschnittsgehaelter anbieten:

Deutschland: 33.000 - 40.000 Euro pro Jahr

Australien: $90.000 aufsteigend mit zunehmender Berufserfahrung

Dies habe ich nicht nur gelesen, sondern auch von etlichen Seiten bestaetigt bekommen. Wenn man sich dies verdeutlich relativieren sich die Kosten schnell wieder. Wer also am Ende seines Studiums steht, sollte die Gelegenheit nuzten, um sein Auslandssemester mit Arbeit in Australien zu kombinieren (ich spreche nicht von Work & Travel Feldarbeit oder Kellnern, sondern "richtiger", die auf das Studium bezogen ist). Auf diese Weise kann man direkt austesten, ob Australien als zukuenftiger Arbeitgeber sogar in Betracht kommen koennte und man nicht Hals ueber Kopf auswandert, nur weil man im Fernsehen mal schoene Bilder gesehen hat oder 4 Wochen zum Urlaub hier war.

Wenn ich zurueckblicke, war dies wahrscheinlich auch eines meiner besten Erfahrungen, die ich gemacht habe: Uni kombiniert mit studiumbezogener Arbeit. Ich bin in dieser Zeit zwar weniger gereist als meine Kommilitonen und hatte, wie in einem anderen Beitrag bereits erwaehnt weniger Zeit fuer Tourikram, aber ich habe einen exklusiven Einblick erhalten, wie sich das Arbeitsleben in Australien anfuehlt. Und ich muss sagen: es fuehlt sich gut an!

Arbeit wird hier noch richtig zu schaetzen gewusst und entsprechend honoriert (der Mindestlohn liegt bei mittlerweile $20)! Die Arbeitszeiten von 9am-5pm existieren in Australien tatseachlich und ist die meistverbreitete Arbeitszeit und die Freizeit neben der Arbeit ist zumindest in Melbourne qualitative sehr hochwertig, weswegen ich das Ranking fuer Melbourne als lebenswerteteste Stadt der Welt absolut nachvollziehen kann.

Man merkt zwar auch sehr schnell, wie weit Australien tatsaechlich entfernt liegt, wenn etwas in der Familie vorfaellt, aber von solchen schlechten Nachrichten hofft man ja auch verschont zu bleiben. Ich kann tatsaechlich mittlerweilse mit dem Gedanken spielen fuer eine gewisse Zeit in Australien zu Leben und Arbeiten. Es geht zwar nichts ueber meine zei Lieblingsstaedte Berlin und New York City, jedoch ist die Kombination in Melbourne von allen Faktoren sehr gut (Sydney ist ziemlich aehnlich).

Das Visum ist in diesme Fall natuerlich immer eine grosse Frage, weswegen ich Studenten empfehlen wuerden, waehrend ihres Semester ein normales Studentenvisum zu beantragen und sich die Work & Travel Option (bis einschliesslich dem 31 Lebensjahr) offen zu halten, um es einfacher zu haben fuer einen langeren Zeitraum wiederzukommen! In dieser Zeit hat man dann genuegend Zeit sich einen sogenannten Sponsor zu suchen, um dann fuer ca. 4 Jahre in Australien zu arbeiten (teilweise sind es auh nur 2 Jahre - kommt auf den Job an), um hinterher eine Permanent Residency zu erhalten. Dies ist natuerlich alles Zukunftsdenken, aber wer diese Fakten beruecksichtigt, hat hinterher noch alle Moeglichkeiten offen! :)

Stefanie Gerken zuletzt bearbeitet am 20.06.2012