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Kurswahl, Unterricht und Bewertungen

Liebe Streber, liebe Schummler und liebe Wissbegierigen,

ohne großartig mit Werbung einsteigen zu wollen, kann ich, teilweise lobend, aus meiner kurzen Erfahrung sagen, dass von allem ein wenig dabei ist und man genau die

Studier-Nische einnehmen kann, die einem gut liegt!

Obwohl ich gerne viel vom Unterricht schwärmen würde, fange ich lieber an chronologisch zu erzählen:

Kurswahl:

Die Kurswahl ist ziemlich breitgefächert und bietet ein großes Angebot. Man muss sich also die Zeit nehmen und bereits in Deutschland die Kursbeschreibungen durchlesen, um sich dann über eine sehr sympathische Vermittlerin in die Kurse einschreiben und einen Stundenplan erstellen zu lassen. In Winnipeg angekommen, könnt ihr diesen natürlich nochmal wie gewünscht umwürfeln, was ich beispielsweise getan habe, weil ich ein Fach nicht so gerne mochte und außedem keinen Unterricht am Abend wollte. Hier muss man defintiv auf gewisse Fristen achten, sodass ihr Kurse an-, um- und abwählen könnt, ohne dabei mehr als nötig zahlen zu müssen.

Meine persönlichen Fächer sind nun Environmental Biology, Environment and Health und Social Psychology.

Für einige Kurse muss man gewisse Voraussetzungen erfüllen, allerdings bin ich in meine Kurse ebenfalls mit einer Sondergenehmigung von den Professoren gekommen und kann erleichtert sagen, dass es dennoch sehr einführend und absolut in Ordnung vom Niveau ist.

Unterricht:

Abhängig vom Fach, den Professoren und der Größe der Klasse unterscheiden sich die Unterrichtsstunden natürlich in vielerlei Hinsichten. Generell lässt sich aber sagen, dass das Studium hier viel stärker verschult funktioniert als in Deutschland. Die Lehrenden pflegen einen persönlicheren Kontakt zu ihren Studierenden, erinnern einen an Abgaben und "Hausaufgaben", Teilnahme und Beteiligung werden bewertet und geschätzt und die Klassenräume sehen ebenfalls wie in amerikanischen Filmen aus.

Der Unterrichtsstoff wird meistens sehr einleitend angegangen, da die Teilnehmenden oft aus vielen verschiedenen Fakultäten kommen.

Die Atmosphäre im Unterricht ist sehr fördernd fürs Zuhören und Lernen, weil kaum jemand miteinander spricht, meist jeder einzeln sitzt, wenn der Raum es erlaubt und die Räume nicht überfüllt sind. In kleineren Klassenräumen entscheiden sich mehr Leute zur aktiven Mitarbeit 

Natürlich ist es eine reine Ansichtssache, aber ich als ursprünglich Nicht-Vielmelderin, kann sagen, dass man sich auch als Ausländer/in sehr frei und wohl fühlen kann, wenn es ums melden, mitmachen und fragen geht. 


Environmental Bio

Bewertung:

Die Bewertung ist aufgeteilt auf mehrere Leistungen, die die Professoren selbst in ihren Fächern bestimmen können. Mögliche Bestandteile sind mündliche Beteiligung, Assignments, Exams, Quizzes, Presentations.

Im Gegensatz zur Vorbereitung für Prüfungen in Deutschland, liegt hier ein großer Unterschied darin, dass man sich meistens sehr teure Bücher zulegen muss (meine hätten im Laden 120 und 150$ gekostet, aber dafürs gibts ja ebay und einen second hand bookstore), deren Inhalte manchmal sehr detailliert und manchmal kaum abgefragt werden - Professorabhängig.

Die Bücher sind sehr leicht geschrieben und erläutern alles mit vielen Beispielen. Die darin verwendete Sprache ist keine hochgestochene, sondern sehr leicht, sodass man auch an komplexere Inhalte entsprechend gut rangeführt wird.


Falls bei Euch noch irgendwelche Fragen aufkommen sollten, schreibt mir gerne und ich helfe, wo ich kann! 

Bis zum nächsten Mal! 




 

Livia Grzegorzak zuletzt bearbeitet am 10.11.2017