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Money Money Money

Halli Hallo,


als ich anfing nach Möglichkeiten für ein Auslandssemester zu suchen, ließ ich mir zuerst nichts von finanziellen Unmitteln zerstören. Kein Geld? Egal - Hauptsache erstmal ein wenig vor sich hinträumen und es angehen. Dann musste ich allerdings relativ schnell der Tatsache ins Auge sehen, dass die niedrigen Kosten fürs Studieren in Deutschland ein ziemlich großes Privileg ist, und dass die meisten anderen sehr attraktiven Länder weitaus mehr für diese Art von Bildung verlangen.


Bei dem darauf folgendem Schritt muss ich definitiv ein großes Lob an das IEC Team aussprechen, durch das man nicht nur online mit Hilfe ihrer Suchmaschine nach bezahlbaren Unis suchen kann, sondern bei Bedarf auch einfach mal anrufen und detaillierter nachfragen kann. Meistens sind die Berater sehr freundlich und bemühen sich stets die aufkommenden Fragen schnell und auf den Punkt zu beantworten.


Als dann die Uni festgelegt war, halfen sie mir ebenfalls mit den nötigen Formularen und BAföG Anträgen. Abgesehen davon ist das BAföG-Amt ebenfalls immer hilfsbereit und zuvorkommend gewesen.

Hier ist es definitiv wichtig den Antrag rechtzeitig einzuschicken, auch wenn man noch nicht die sichere Zusage hat und die offizielle Antwort erst später eintritt. Obwohl ich Bedenken hatte, wurde mir bereits erzählt, dass die Annahmechancen sehr gut stehen, was sich bestätigte.


Wenn man eine Zusage vom BAföG-Amt bekommt, fließt Geld kurz vor dem Semesterbeginn auf das Konto ein. Hierzu ist es wichtig zu sagen, dass dabei sowohl die einmaligen Semestergebühren, als auch die Lebensunterhaltskosten alle zusammengerechnet werden und dann durch die Anzahl der Monate, in denen einem die Unterstützung zusteht, geteilt werden. Dieser bestimmte Betrag wird dann monatlich überwiesen. Dies heißt also, dass man jeden Monat für diese (hier 4) Monate den gleichen Betrag überwiesen bekommt, auch wenn der erste Monat bei weitem der teuerste ist, was offensichtlich an den Studiengebühren liegt. 

Ich hatte zum Glück noch einen Teil angespart, allerdings bin ich mir auch sicher, dass das BAföG-Amt bestimmte Vereinbarungen treffen könnte, um diesen Fall zu vermeiden, falls das Auslandssemester daran scheitern sollte.


Zu meinen Ausgaben kann ich definitiv sagen, dass die Lebensunterhaltskosten höher als in Deutschland waren, was vor allem am Essen, Trinken und Freizeitlichem lag. Das Essen im Supermarkt ist teurer gewesen als man es in Deutschland gewohnt ist, vor allem wenn es kein Fastfood ist. Außerdem kostet das Essen in der Uni genauso viel, wie Essen auswärts.


Alkohol ist in Kanada eine teure Angelegenheit, wenn man nicht nur den 2 Liter Cider für 13$ trinken will. Alkohol ist teuer und wir zusätzlich hoch besteuert. Andererseits geht das Nachtleben in Winnipeg nur bis um 2 Uhr morgens, was einen kleinen Abdämpfer für euren Geldbeutel darstellen könnte.


Grundsätzlich würde ich sagen, dass Winnipeg einer der kostengünstigsten Orte zum Studieren ist und die BAföG Unterstützung es auch für Studenten möglich macht, die es alleine nicht stemmen könnten. Deshalb würde ich Euch allen bestens empfehlen Euch an die mühselige Papierarbeit zu schmeißen, um anschließend ein einzigartiges Auslandsabenteuer erleben zu dürfen!


Uuund, LOS! 

 

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Livia Grzegorzak zuletzt bearbeitet am 21.12.2017