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Unialltag - Kurse, Tests und Hausaufgaben

Back again...Heute erzähl ich etwas über die ersten Uniwochen, wie ich meine Kurse zusammengestellt habe und wie die Uni hier so abläuft...

Kurse kriegen

Wie ihr vielleicht wisst, muss man bei der Bewerbung eine Course Wishlist mit abgeben, mit einer Auswahl an Kursen, die man gerne belegen würde. Leider heißt das noch lange nicht, dass man diese Kurse tatsächlich kriegt. Ich musste mir vier Kurse heraussuchen, die ich gerne haben wollte (und am besten auch ein paar Alternativen) und dann zu Beginn oder am Ende der ersten Stunde fragen, ob ich aufgenommen werden kann. Ich hatte verhältnismäßig Glück, ich habe nur einen Alternativkurs nehmen müssen, aber ich habe von anderen gehört, die fast nichts von ihren anfänglichen Kursen gekriegt haben. Da muss man wirklich Glück haben. Letzendlich belege ich jetzt Kurse in Negotiation Theory, Terrorism & Extremism, American Foreign Policy und Criminal Law & Justice Administration. Die Kursnamen und Unterschriften der Professoren musste ich sammeln und Tajauta, meiner Ansprechpartnerin hier, geben, damit sie mich ins System bringen konnte. Vorher hatte ich keinerlei Zugriff auf die Uni-Websites wie Blackboard, Toropay und Toromail, sodass ich weder die Bücherlisten hatte noch meine Gebühren zahlen oder meine Unimails erhalten konnte. Zum Glück änderte sich das Anfang der dritten Woche. Inwzischen läuft alles ohne Probleme.

Unialltag

Ich weiß nicht, was ihr so von der Uni gewöhnt seid, aber bei mir in Jura mit den hunderten von Studenten in jedem Jahrgang laufen Vorlesungen und sogar einige Übungen eher als Frontalunterricht ab. Wir schreiben mit, was der Professor sagt, melden uns ab und an auf Fragen, und lernen mehr oder weniger viel auf die Klausuren am Ende des Semester. Deswegen war es ein kleiner Schock für mich, zu sehen, wie anders es hier ist. ich kann nicht sagen, dass es besser oder schlechter ist, aber es erinnert unglaublich an die Schulzeit.

Wir haben relativ kleine Klassenräume und der Unterricht ähnelt oft eher einer Diskussion als bloßem Frontalunterricht. Es gibt auch regelmäßig Hausaufgaben, Präsentationen, und mehrere Tests pro Semester, darunter die Mid Terms und die Finals. In fast jedem Kurs schreibt man ein Paper, wie eine kurze Hausarbeit, über ein selbst ausgesuchtes Thema. Teilweise geht das in mehreren Schritten. In meinem American Foreign Policy Kurs beispielsweise habe ich ein Analytical Paper über meine groben Ideen geschrieben, muss darüber eine Präsentation halten, und mit den Bewertungen und Tipps daraus das gesamte Research Paper schreiben. Zum Glück kann ich mich jederzeit an Tajauta oder Fawn, meine beiden Ansprechpartnerinnen hier wenden, die meine Paper korriegieren und mir bei Formulierungen helfen.

Die Tests sind größtenteils Multiple Choice Exams, mit mehr oder weniger schweren Fragen, je nach Fach. In meiner Negotiation Class muss ich statt Tests eine Rede halten und mehrere Verhandlungssimulationen führen.

Sportkurse

Um neben der Uni fit zu bleiben, habe ich mich für zwei Intramurals eingeschrieben. Da sie zusätzlich sind, muss ich dafür zahlen, aber mit einer Art "Schummel-Discount", den die Tajauta organisiert hat, kriege ich jeden Kurs für nur zehn Dollar insgesamt. Ich habe Acqua Aerobics und Fitness Bootcamp, aber es gibt auch verschiedene Ballsportarten, Schwimmen, Laufen etc. Die Kurse sind einstündig, zweimal die Woche, und man darf nur eine begrenzte Anzahl fehlen, wenn man bestehen will. Aber da ich es freiwillig mache, ist das für mich kein Problem. Es gibt auch ein Fitnessstudio auf dem Campus, dass man kostenlos nutzen kann, ist aber leider ziemlich klein und nur zwei Stunden um die Mittagszeit geöffnet, weshalb ich es nicht wirklich nutze.

Das beste ist, dass ich überall innerhalb von maximal zehn Minuten hinkomme, das bin ich gar nicht von daheim gewöhnt. Ich kann Dorming wirklich nur empfehlen! Hier noch ein Bild von meiner Wohnung, oben rechts:

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Bis zum nächsten Mal,

Anika

Anika Schorlemmer zuletzt bearbeitet am 22.10.2017