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Host Family

Hallo allerseits! Wie ihr den vorherigen Posts schon entnehmen konntet, bin ich für mein Semester hier bei einer Gastfamilie untergekommen. Da Kanada generell relativ viele Immigranten hat, heißt es nicht immer, dass man zu einer typisch kanadischen Familie kommt. Meine Gastmutter kommt zum Beispiel aus den Vereinigten Staaten und mein Gastvater aus Rumänien. Für mich ist dies aber einer der Gründe, weshalb ich sehr zufrieden bin. Beide haben einen sehr offenen Blick auf die Welt und haben Erfahrungen mit diversen Zuständen in verschiedensten Ländern gemacht. Dies merkt man vor allem in der Umgangsweise mit Studenten aus anderen Ländern aber auch in alltäglichen Dingen wie den Mahlzeiten, welche sehr international sind.

Food

Die ersten zwei Wochen war neben mir noch ein Student aus Japan hier, allerdings nur für Summer School, und nun ist eine japanische Studentin für den Rest des Semesters hier. Wir versuchen deshalb so oft es geht gemeinsam Abendessen zu essen um das Meiste aus dem kulturellen Austausch zu machen und Englisch zu üben. Auch sonst sind die Gasteltern immer für Fragen und Gespräche offen. Generell muss ich sagen, dass ich sehr viel Glück habe mit meiner Familie. Die Gastmutter möchte unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten, fühlt sich gleichzeitig aber auch in gewisser Weise verantwortlich für uns. Zum Beispiel holt sie uns spät abends lieber persönlich ab, als uns mit dem Bus fahren zu lassen oder sorgt sich sehr darum, dass wir genug zu essen bekommen. Sie ist nicht strikt oder Ähnliches, wir können ein- und ausgehen wie wir wollen, sondern hat eine gewisse Fürsorge, was ich persönlich sehr hilfreich finde, da man einen Ansprechpartner hat. Auch der Gastvater gibt sich sehr viel Mühe und ist immer interessiert an neuen Geschichten. Insgesamt hilft es natürlich auch, dass wir einen ziemlich ähnlichen Humor haben. Was die Unterhaltungen angeht, bin ich bisher nicht über Themen gestolpert, die unangenehm sind. Die Weltoffenheit und Ansichten meiner Familie helfen hier mit Sicherheit enorm – von anderen Studenten habe ich gehört, dass die doch verschiedenen Verhältnisse in Politik oder im Gesundheitssystem durchaus zu Diskussionen führen können.

 

Wie ich bereits in einem früheren Post erwähnt habe, hat meine Gastmutter sich die Zeit genommen und mir die Stadt gezeigt. Auch sonst ist sie sehr offen dafür, uns etwas Neues zu zeigen oder uns bei Sachen zu helfen so weit sie kann. Den japanischen Studenten und mich hat sie zum Beispiel mit zu ihrer Schwester genommen, welche ca. 2 Stunden nördlich in Clearwater wohnt und auf einen ersten Trip in den Wells Gray Nation Park mitgenommen.

Wells Gray 1

Wells Gray 2

Dies ist allerdings nichts, was man von der Familie erwarten sollte. Ich habe bisher viele gute Geschichten gehört, auch wenn die Gasteltern nicht ganz so zuvorkommend wie meine sind, aber auch manche schlechten, welche keine guten Erlebnisse für die Studenten waren. Insgesamt ist es deshalb wichtig, sich vorher mit der Familie in Verbindung zu setzen und zu sehen, ob man mit ihnen von vorneherein schon einmal klarkommt. Generell würde ich den Aufenthalt in einer Gastfamilie aber auf jeden Fall empfehlen und dem Studentenwohnheim vorziehen – die Uni nimmt einen wirklich sehr ein und es hilft enorm einen kleinen Rückhalt zu haben, Personen die sich kümmern und ein offenes Ohr haben.

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Anne Voretzsch zuletzt bearbeitet am 29.11.2016