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Fazit: Leben in Brisbane

Hallo zusammen, 

mein Semester in Brisbane neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit über die vergangenen 4 Monate zu resümieren. Dabei werde ich hauptsächlich über das Leben in Brisbane schreiben. Ich versuche Besonderheiten über Brisbane hervor zu heben aber da ich noch keinen Vergleich mit anderen Großstädten in Australien habe, kann ich nicht garantieren, dass es nicht woanders genau so ist. Genug der Vorrede, los geht’s:

Brisbane ist super! Ich komme aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Nürnberg und studiere in Augsburg. Natürlich war ich ab und zu mal in München, war auf einer Klassenfahrt 4 Tage in Berlin und eine Woche in Paris. Wie man sieht habe ich also nicht all zu viel Erfahrung mit dem Leben in einer Großstadt. Zwar haben Großstädte überall viele Vorteile, ich glaube aber ein großer Teil meiner Euphorie für Brisbane kommt vom Wetter. 

 

Wetter

Ein Winter in Brisbane ist ungefähr mit einem kalten Sommer in Deutschland zu vergleichen. Mit einem dicken Pullover und einer Windjacke, vielleicht noch einer Mütze, kommt man hier super durch den Winter.

Durch die Nähe zur Küste ist es fast immer windig, aber sogar im Winter sorgt die Sonne für eine angenehme Temperatur. Das ganze ändert sich das wenn es auf den Sommer zu geht. Da freut man sich dann über die kühle Brise und sucht den Schatten. Zum Zeitpunkt an dem ich diesen Text schreibe ist es noch nicht wirklich Sommer, aber laut meinen Mitbewohnern geht man im Hochsommer nur ungern tagsüber vor die Tür.

 

Things to do

Zwar ist Brisbane relativ weit weg vom Meer (2 Stunden Fahrtzeit), dafür gibt es aber den Streets Beach. Der Streets Beach ist quasi eine öffentliche, kostenlose Schwimmbadanlage mit Schwimmerbecken, Kinderbecken und Strandbecken. Kein Meer und Wellengang, aber dafür auch kein Salz im Wasser und sehr nah gelegen.

 

Der Streets Beach ist Teil des ehemaligen Expo Geländes von 1988. Dieses Gelände wurde teilweise umgebaut und bildet einen großen Teil des Kultur-, Bildungs- und Erholungsbezirks namens South Bank. Neben jeder Menge Restaurants und Bars findet man dort auch Kinos, das Brisbane Convention and Exhibition Centre, das Queensland Cultural Centre und einen Campus der Griffith University.

In den Southbank Parklands finden regelmäßig verschiedene Festivals statt. Diese Festivals bestehen leider größtenteils aus viel Essen und Trinken das man kaufen kann, ein paar kleine Lichtinstallationen und wenn man Glück hat Livemusik. Am Anfang hat mir das durchaus gefallen, aber nach dem dritten Festival, was das gleiche wie vorher in grün war, hat es mir gereicht.

Wer sich informiert findet allerdings fast immer irgendwas zu tun, vieles auch kostenlos. Kleine Konzerte in der Innenstadt, verschiedene Märkte oder größere Veranstaltungen wie die Ekka oder das Brisbane Festival.

Brisbane hat mit Fortitude Valley eine Art Zentrum was Nachtleben und Party angeht. Allerdings bin ich nur zweimal durch gelaufen und war nicht feiern, also kann ich da nicht viel erzählen. Party in Australien scheint generell einfach früher loszugehen und aufgrund der Alkoholpreise teurer zu sein.

Menschen

Die Menschen in Brisbane sind generell alle nett und hilfsbereit. Verkäufer, aber auch alle andere mit denen ich ins Gespräch gekommen bin, sind viel extrovertierter und offener. Man kennt vielleicht das Klischee, dass Deutsche etwas kühler sind und wenn man so eine andere Art des Miteinanders kennenlernt, ergibt das auch erstmals Sinn. Ich finde nicht unbedingt, dass diese Art besser ist, einfach anders und interessant zu erleben.

Alles in allem ist Brisbane sehr viel mehr multikulti als jede Stadt in Deutschland und alleine das erschwert es generelle Aussagen zu treffen, aber generell (!) wirken die Menschen hier entspannter als in Deutschland.

Es gibt ein paar kleine Sachen an die man sich vermutlich gewöhnen muss, aber das ist ja auch eine interessante Erfahrung. Ich sage nur Jogginghosen und Verkehrsregeln ;-)

 

Fazit

Würde ich wieder nach Brisbane kommen um zu studieren? Auf jeden Fall! Gibt es eine bessere Stadt in Australien zum Studieren? Ich weiß es nicht. 

Aber für Brisbane spricht auf jeden Fall die Location, es ist ein super Ausgangspunkt für kleinere und größere Reisen. Es wird früher warm als in Sydney und Melbourne und es wird schon mal nicht so kalt und ungemütlich. Außerdem ist Brisbane vergleichsweise günstig. 

Ich konnte keinen eigenständigen „Brisbaneflair“ feststellen, aber mit Fortitude Valley und West End entwickeln sich zumindest Viertel ihren eigenen Flair und es gibt so viele unterschiedliche Suburbs, dass jeder sein Plätzchen finden kann.

 

Ich muss mich jetzt weiter um meine Abgaben kümmern, aber demnächst gibt es dann noch ein Fazit zum Studieren an der QUT.

 

Bis bald,

Fabi

Fabian Wentz zuletzt bearbeitet am 14.11.2016