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Let's go to Sydney

G’DAY MATES,

Kaum waren die Klausuren vorbei, buchte ich mir direkt ein Flugticket nach Sydney. Keine fünf Tage später saß ich im Flieger und bereitete mich mental auf das kommende Abenteuer vor.

Opera house

Diesmal beschränkte ich mich nicht auf die 7 Kilo Bordgepäck, sondern buchte zusätzlich 15 Kilo Check-In Luggage. Denn auf meinen letzten Ausflügen hatte ich gemerkt, dass 7 Kilo definitiv zu wenig sind und essenzielle Sachen, wie Handtücher, Shampoos etc., ausbleiben.

Nach der Landung holte ich meinen Koffer ab und machte mich auf den Weg zum Airport Link. Airport Link ist Sydneys Zugverbindung und braucht ca. 10 Minuten zum Central Station. Am Flughafen muss man einfach den Schildern folgen, um zum Airport link zu gelangen. Um zum Gleiß zu gelangen benötigt man eine Opal Card. Diese kann man direkt neben den Scannern am Infoschalter kaufen und muss sie mit min. 30$ aufladen. Auch diese Karten haben das Tap on-Tap off System und das Geld wird von der Karte wird beim Tap off abgezogen. Für die Fahrt vom Flughafen zum Central Station bezahlt man ca. 18$, was an sich ganz fair ist.

Als Unterkunft hatte ich die Wahl zwischen mehreren Hostels. Gemäß den Bewertungen sind das die besten Hostels in Sydney: das Wakeup, das YHA Sydney Central und das Sydney Harbour YHA. Ich entschied mich für das YHA Sydney Central, welches ziemlich nah am Central Station lag. Nach dem Check-in legte ich meine Sachen im Hostel ab und nutzte den Nachmittag, um das CBD zu erkunden.

hostel

 

smoky

Aufgrund des Buschfeuers in der Umgebung war der Himmel sehr verraucht und kleine Aschefetzen flogen durch die Luft. Dadurch war erstens die Luft zum Atmen sehr schlecht und außerdem war die Sicht recht vernebelt. Nichtsdestotrotz machte ich mich auf den Weg, ausgerüstet mit meiner Kamera und meinen Kopfhörern. Während meines Spaziergangs war ich so beindruckt von der Stadt, dass ich einfach mehr sehen wollte. Obwohl ich erschöpft war und eigentlich nur in der Nähe des Hostels bleiben wollte, fand ich mich am Ende am Opera House wieder (welches ca. 3km entfernt ist :D). Es ist einfach nur überwältigend dieses Bauwerk mit eigenen Augen bestaunen zu können. Das fand nicht nur ich so, sondern auch Tausende andere die sich vor dem Opera House eingefunden hatten.

Burger

Nach einem leckeren Burger bei Grill‘d machte ich mich wieder auf den Weg zum Hostel. Angekommen im Zimmer lernte ich meine drei Zimmergenossen kennen und verabredete mich mit ihnen auf ein Bier am nächsten Tag.

Am nächsten Morgen buchte ich mir im Hostel Aktivitäten für die nächsten Tage. Als erstes buchte ich eine Stadttour mit Big Bus Tours, dann einen Ausflug zu den Blue Mountains und als letztes ein Surflesson am Bondi Beach für insgesamt 300$.

Die Stadtrundfahrt machte ich noch am selben Tag, bei der zwei Routen angeboten werden. Die erste Tour führte durch die Stadt und die zweite zum Bondi Beach und zurück. Das Hop on-Hop off Ticket galt den ganzen Tag und man konnte umsteigen so oft man wollte. Ich persönlich fand es sehr interessant, da man nebenbei allerlei Informationen über die einzelnen Attraktionen und Gebäude erhielt. Insgesamt durchfuhren wir 30 Stopps, was so ziemlich fast den ganzen Tag kostete.

Bus

Am Abend gönnte ich mit meinen neuen Freunden ein paar Biere und ein Zigeunerschnitzel im Bavarian, gefolgt von noch mehr Bieren in einer Bar. Ehrlich gesagt ist das eines der größten Vorteile von Hostels, man lernt immer neue Leute überall aus der Welt kennen. Somit lernt man viel über ihre Kultur und Lebensweise.

Wir tranken und unterhielten uns lange und tauschten am Ende noch unsere Kontaktdaten aus. Aber leider musste dieser Abend früh enden, da ich am nächsten Morgen um 6 Uhr für den Blue Mountains Ausflug aufstehen musste. Ich wurde exakt um 7:00 Uhr am Hosteleingang von einem Van abgeholt, welcher uns zu den Blue Mountains bringen sollte. Während der Fahrt hielt der Fahrer an diesem Aussichtspunkt an, damit wir Fotos schießen konnten. Was für eine Aussicht!!

Aussicht 1

 

Aussicht 2

Bevor es zu den Blue Mountains ging machten wir einen Stopp im Featherdale Wildlife Park, in welchem wir rund zwei Stunden verbrachten.

Park

Nach dem Wildlife Park fuhren wir weiter zu Scenic World in den Blue Mountains. Die Blue Mountains sind bekannt für ihre natürliche bläuliche Farbe und ihre Aussichtspunkte, die einen wunderschönen Ausblick auf das Gebirge bieten. Das Scenic World selbst bietet drei Attraktionen an, um das Gebiet und unter anderem das Tal zu besichtigen.

Als erstes gibt es da den Scenic Skyway, eine Cable Car die Leute zwischen den Klippen hin und her transportiert und dabei eine Aussicht über die Katoomba Falls, Three Sisters und Jamison Valley bietet. An der Skyway East Station gibt es die Option auszusteigen und den Ausblick zu genießen oder wandern zu gehen. Aber an diesem Tag war das Aussteigen nicht erlaubt, da aufgrund der Buschfeuer ein zu großes Risiko bestand, dass sie sich schnell ausweiten könnten. Deswegen machte die Cable wieder kehrt und ließ uns wieder im Scenic World raus.

Als nächstes gibt es dort die Scenic Cableway, eine 540m lange Cablecar, die zum Jamison Valley führt. Auch hier gab es die Option auszusteigen und das Valley zu bewandern, was aber auch abgesagt wurde.

Als letztes gibt es die Scenic Railway, die steilste Railway der Welt, mit einer Neigung von 128%. Die Scenic Railway hält damit den Guinness Weltrekord und durchfährt Sandsteinklippen und einen Tunnel bis zum Scenic Walkway durch den Jurassic Rainforest.

Mit unseren Tickets konnten wir die Attraktionen unbegrenzt nutzen. Begrenzt war aber leider unsere Zeit im Scenic World, denn zwei Stunden später holte uns unser Fahrer ab und brachte uns zum Echo Aussichtspunkt. Wäre es nicht so sehr vernebelt gewesen hätte man hier eine Wahnsinns Aussicht gehabt. ☹

Zum Abschluss der Tour wurde eine Schiffsfahrt zurück zum Darling Harbor angeboten.

Gondel

 

Echo point

 

skyline

Angekommen am Darling Harbor spazierte ich herum und besuchte unter anderem das chinesische Kulturfestival. An diesem Abend war hier die Hölle los. Große Menschenmassen hatten sich für das Feuerwerk und für anschließende Partys eingefunden. Diesen Vibe durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und mischte mich später am Abend mit meinen Zimmergenossen in die Masse. Wir verbrachten Zeit in Bars und gingen anschließend in den Club IVY zum Feiern. Kurz gesagt, eine Wahnsinns Nacht!

darling harbour

Für den vorletzten Tag meiner Reise nahm ich mir vor das Surfen zu lernen. Nach einer 30-minütigen Zug- und Busfahrt erreichte ich den Bondi Beach. Meine Surflessons hatte ich bei Let‘s go Surfing gebucht, mit Ricky und Lucie als Instructor. Falls ihr noch nie surfen wart oder eure Skills erweitern möchtet, kann ich euch Let‘s go Surfing sehr empfehlen. Vor allem bietet der Bondi Beach die optimalsten Wellen. Für mein erstes Mal habe ich mich ziemlich wacker geschlagen und schaffte es sogar auf dem Board zu stehen. Das Surfen war ungelogen eines der besten Erfahrungen, die ich jemals in meinem Leben gemacht habe. Nachdem die zweistündige Schulung vorbei war, borgte ich mir ein Wetsuit und ein Surfboard und wandte die neuerlernten Skills an. Aber Vorsicht! Es ist immer sicherer zu zweit zu surfen, da im Notfall min. eine Person Hilfe holen kann.

Bondi 1

 

Bondi 2

 

Surfing

Alles in allem war es ein verdammt anstrengender Tag, weshalb ich zurück im Hostel entschied den Abend im Hosteleigenen Cinema bei einem Film ausklingen zu lassen. Es wurde Avengers Endgame ausgestrahlt und man bekam sogar Popcorn.

Am nächsten Tag stand der Rückflug nach Adelaide an. Je nachdem wann der Flug ist, gibt es die Möglichkeit seine Koffer im Hostel zu lagern für etwa 4$ die Stunde. Dies nutzte ich aus, um einen langen Spaziergang entlang des Darling Harbor zum Opera House und zurück zum Hostel zu machen.

Harbour bridge

Was ich zusammenfassend über Sydney sagen kann ist, dass es eine überwältigende Stadt ist und vier Tage definitiv zu wenig sind. Um Sydney mit all seinen Facetten zu erkunden bräuchte man min. einen Monat, denn die Stadt selbst bietet so viele Aktivitäten und Attraktionen, dass man eigentlich ständig unterwegs ist. Es gab noch so viele Sachen, die ich gerne gemacht hätte, wofür aber leider die Zeit fehlte. Wie z.B. einen Spaziergang durch Newtown, bekannt für seine Streetart oder den Bondi to Cogee Beachwalk uvm. Alles in allem war es ein sehr aufregender Ausflug, den ich definitiv nie vergessen werde!

So viel zu Sydney! Kaum war ich zurück in Adelaide, ging es auch schon weiter nach Neuseeland. Im nächsten Beitrag geht es weiter mit dem Roadtrip durch Neuseeland.

Bis dahin, CHEERS!!

Tushar Raj zuletzt bearbeitet am 20.01.2020