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Die Wohnsituation vor Ort

Wie angekündigt, möchte ich euch nun noch bisschen was über die Wohnsituation hier in Sydney berichten. Wie ihr bereits wisst, war ich die ersten drei Nächte im Hostel und bin dann in meine WG gezogen, die ich über Facebook von Deutschland aus gefunden habe. Viele meinten im Vorfeld zu mir, dass man sich vor Ort etwas suchen kann, aber ich war eigentlich froh, dass ich bei der Hinreise schon wusste, wo ich bald wohne. Im Nachhinein ist es tatsächlich so, dass hier ganz viele Leute erst vor Ort Wohnungen/Zimmer suchen, also das ist auf jeden Fall möglich. Ich würde dann allerdings eine Woche vor der Orientation anreisen, damit man sich in Ruhe eine Unterkunft suchen kann. Da ich erst am Dienstag in der Orientation Week angekommen bin, war es für mich besser so, wie ich es gemacht habe, denn in der Orientation hat man keine Zeit für Wohnungsbesichtigungen, außer man lässt die ganzen coolen Veranstaltungen und kostenlosen Events sausen.

So nun aber zu meiner jetzigen WG. Die Lage ist super, ich kann innerhalb 15 Min. zur Uni laufen, bin 5 Gehmin. von Darling Harbour entfernt und habe die Bushaltestelle vor der Tür. Im Haus an sich ist unten drin noch ein kleiner Fitnessraum, Sauna, Jacuzzi und einen Pool, was wir kostenlos mit nutzen können.

Letzten Freitag war dann meinen „Umzug“ gemacht, eigentlich wollte ich mit dem Bus fahren, aber da hätte ich drei Mal umsteigen müssen, daher habe ich mich entschlossen durch die Stadt zu laufen mit meinem großen Koffer, meinem Backpack und ohne Internet sowie ohne google maps. Ja bereits das war ein kleines Abenteuer, aber nach ca. einer Stunde hatte ich das Ziel erreicht (bei maps hat es mir vorher 21 Gehmin. angezeigt). Und ja ich weiß, ich hätte mir einfach eine austral. Simkarte kaufen können, aber bisher habe ich diese nicht gebraucht und ich dachte, dass schaffe ich auch ohne Internet. Bisher klappt das übrigens noch ganz gut.

Und das Positive ist, ich spare bisschen Geld und muss einfach die Leute fragen, wenn ich nicht weiterweiß, woraus manchmal sehr angenehme Gespräche entstehen. :) Ja jedenfalls habe ich dann mein Zimmer bekommen, was auf einmal ein Vierbettzimmer war anstatt wie vereinbart das Doppelzimmer. Von Dtl. kennt man das nicht (und ich bin eh nicht so der Sharing-Typ :D ), sich ein Zimmer mit anderen zu teilen, hier ist es aufgrund der hohen Wohnungs- bzw. Bettnachfrage aber normal. Nach dem kleinen Schock habe ich mir die Wohnung angeschaut und naja, mit deutscher Sauberkeit etc. kann sie nicht mithalten. Nun liegt es an mir, ob ich mich daran gewöhnen kann/will oder nicht. Insgesamt leben 10 Personen in der WG, das klingt erstmal sehr viel, aber das finde ich ok, da nie alle zusammen da sind und man nicht merkt, dass wir so viele sind. Sie kommen alle aus anderen Ländern, was ich total gut finde. Die meisten gehen arbeiten, nur einer ist noch Student und eine geht zur Sprachschule hier. Abends kann man sich gut unterhalten und sich mit zu den Rauchern auf die Terrasse setzen. :D

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Ich schaue parallel weiter nach Zimmern und hatte auch schon eine Besichtigung, aber sauber war es dort auch nicht. Aber ich halte Ausschau und euch auf dem Laufenden. :) Eigentlich denke ich, dass die Wohnung gut ist, ich bezahle nicht so viel, für die Verhältnisse ist es billig und sehr zentral gelegen, aber eine richtige Wohlfühlatmosphäre kommt auch noch nicht auf. ;) Wenn ihr überlegt, wie ihr es macht: Also entweder vor Ort etwas suchen und eher anreisen oder das UTS Housing nutzen. Im Housing bezahlt ihr ca. doppelt so viel wie ich jetzt. Ich finde das echt teuer, vor allem dafür, dass es Studentenwohnheime sind, aber ich finde auch, dass die Preise in den „Mensen“ manchmal teurer sind, als wenn man sich außerhalb der Uni etwas zu essen kaufen würde. Nun noch paar Infos, die mir Housing-Bewohnern erzählt haben. Einerseits gibt es auf den Zimmern/Wohnungen kein Geschirr, Besteck etc. D.h. ihr müsst es euch vor Ort kaufen, da man glaube ich keinen Platz für Töpfe etc. im Koffer hat. :-D Ich finde das bisschen frech, wenn man schon viel bezahlt, könnte eine kleine Grundausstattung eigentlich bereits vorhanden sein. Ebenso ist es mit der Bettdecke und Bettwäsche, die müsst ihr euch auch kaufen oder mitbringen. Ein weiterer Punkt ist, dass die Mindestmietdauer bis Ende Januar geht, obwohl das Semester am 11.11. endet. Für die, die die Ferien in Sydney verbringen wollen, ist das super, für andere die lieber reisen möchten, ist das weniger gut. Das müsst ihr euch dann vorher überlegen. :) Aber das gute am Housing sind wie gesagt die vielen Events, die darüber organisiert werden, das ist einem vorher nicht bewusst, aber das ist echt gut!

Stephanie Walther erstellt am 08.08.2017