< zurück zum Blog von Stephanie Walther
< zurück zum Universitätsprofil: University of Technology Sydney

Prüfungsvorbereitungen und Arbeit - der tägliche Wahnsinn

Ich möchte euch heute mal kurz berichten, was ich zurzeit so mache. Aktuell ist es ziemlich stressig bei mir. Wir ihr ja wisst, stehen die Prüfungen an uuuund ich habe einen Nebenjob bekommen. Das war irgendwie relativ spontan und eigentlich habe keine Zeit, aber ich versuche es einfach mal.

Anfangs als ich in Sydney angekommen bin, wollte ich keinen Nebenjob. Einerseits weil ich in Deutschland viel neben der Uni gearbeitet habe und mich nicht gleich wieder so stressen wollte und andererseits um mich auch erstmal an die neue Situation und Umgebung zu gewöhnen. Ich wollte erst einmal schauen, wie es an der Uni läuft und ob überhaupt Zeit für einen Nebenjob ist. Die ersten Wochen gab es so viele Sachen zu erkunden, weil einfach alles neu war und wir hatten auch von vornherein viele Gruppenaktivitäten an der Uni, sodass ein Job für mich nicht Frage kam. Außerdem war nach ein paar Wochen klar, dass ich näher an den Strand ziehen möchte und somit fand ich es nicht so sinnvoll, mir einen Job im CBD zu suchen. Daher hatte ich dann den Plan im Kopf mir evtl. einen Job am Bondi zu suchen, wenn ich dann eh dort wohne. Nun wohne ich schon wieder seit 4 Wochen hier und habe auch tatsächlich einen Job, worüber ich mich sehr freue. Mit der Zeit fühlt man sich irgendwie schlecht, wenn man jeden Tag Geld ausgibt aber nicht wirklich etwas reinkommt. An sich müsste ich nicht zwingend arbeiten gehen, aber eigentlich kann man hier relativ einfach bisschen was dazu verdienen. Der Mindestlohn liegt ca. bei 17$/Stunde und die meisten zahlen mehr, dass ist echt gut. Und für mich ist es auch wichtig, dass ich neben der Uni noch etwas Produktives machen kann und eine Aufgabe habe. Also nicht das mir langweilig ist; mit der Uni hat man genug zu tun hier und auch so fehlt es keinesfalls an Freizeitbeschäftigungen, aber irgendwie wollte ich noch etwas anderes machen. Seit zwei Wochen arbeite ich nun bei Little-L Chicken und Burger. Es ist ein kleines Burgerrestaurant in North-Bondi mit einem sehr großen Anteil an Take away-Bestellungen. Der Job ist an sich einfach, aber zu den Stoßzeiten auch sehr anstrengend. Aber ich kann von der Arbeit aus den Strand sehen und da fühlt es sich gleich weniger nach Arbeit an. Meine Aufgaben bestehen unter anderem darin, Bestellungen entgegen zu nehmen, Kunden abzukassieren, Pommes zu machen, Telefonservice, Getränke und Saucen aufzufüllen und und und. Ich habe sogar ein Arbeitsoutfit bekommen… 

Diese Woche war ich von Montag bis Freitag täglich arbeiten, zwar immer nur ein paar Stunden, aber es war dennoch anstrengend. Vor allem weil nächste Woche meine Prüfungen sind und ich nach Arbeit immer noch lernen musste. Aber bald wird es weniger stressig. Diese Woche bin ich vor der Arbeit manchmal an den Strand gelaufen um zu relaxen und einfach auch noch was anderes zu sehen, als nur die Arbeit und Unisachen.

###image-3###

Noch kurz, wie ich den Job gefunden habe. Hier ist es üblich, dass man mit seinem Lebenslauf in die Geschäfte und Restaurants geht und diesen einfach abgibt. Darauf hatte ich anfangs ehrlich gesagt keine Lust, weil es für mich so wie nach einem Job betteln angefühlt hat. Dann habe ich aber in drei Restaurants/Cafés meinen CV abgegeben und konnte bei zweien davon Probearbeiten. Ich war letztendlich nur bei Little-L Probearbeiten, weil es dort gleich geklappt hatte. Trotz, dass ich keine Erfahrungen im Gastronomiebereich habe, hat es also gut funktioniert. :-) 

 

 

Stephanie Walther zuletzt bearbeitet am 29.10.2017