< zurück zum Blog von Matthias Mayer
< zurück zum Universitätsprofil: The University of Newcastle

week5 Newcastle / Road-trip to Surfers Paradise

Hallo zusammen ich berichte euch mal wieder von meinen Abenteuern aus Australien.

 Durch den letzte Kletterausflug mit dem Moutaineering Club ergab sich eine wunderbare Gelegenheit die Ostküste schon mal ein bischen unsicher zu machen. Ein Mitglied des Clubs hatte geplant entlang der Küste nach Cairns zu fahren. Leider hatten ihm zwei Mädels abgesagt. Somit wäre er allein hoch gefahren, wenn nicht meine beiden Mitstreiter und ich gewesen wären. Was sich später als sehr nützlich für den Fahrzeughalter herausstellte, aber dazu später mehr.

Diese Spontanentscheidung hatte zur Folge, dass unsere Assignments bis zum Abfahrtstag fertig sein mussten. Zu unserem Bedauern waren die Assignments sehr umfangreich. Also mussten wir ein paar Nachtschichten einlegen um alles fertig zu bekommen und den Trip nebenbei zu planen. Nach den scheinbar endlosen Assignments hieß es am Mittwoch Mittag: rein ins Auto, Musik aufdrehn und Richtung Küste auf den Highway.

First-stop war Hawks nest hier gibt es einen traumhaften Strand, den man fast für sich ganz alleine hat. Dieses idylische kleine Fleckchen Erde kommt einen so vor, als ob hier niemals zuvor eine Menschenseele vorgedrungen wäre. Am Horizont kann man bei wolkenlosem Himmel die Silhouetten von Port Stephens erblicken. Zu erreichen ist der Strand ganz einfach. Entlang der Küstenstraße gibt es immer wieder kleine Einbuchtungen in denen man sein Auto parken kann und zum Strand laufen kann. In einer der der nächsten Einbuchtung fanden wir einen Schulbus.  Schlussfolgernd dachten wir, dass es da wohl eine sehenswerte Attraktion gibt, was sich sich auch bewahrheitete. Am Strand angekommen konnten wir es kaum glauben. Entlang der Küste erstreckt sich eine kleine Wüstenlandschaft mit einem absolut beeindruckenden Panoramaausblick. Man hätte meinen können, man steht mitten in der Sahara - wenn nicht gleich nebenan der Ozean wäre.

Nach der kurzen Wanderung durch die Wüstelandschaft :-) ging es entlang der Mungo Brush Road weiter Richtung Myall-Lakes-Nationalpark, bis wir auf eine Engpassage des Lakes kamen. Hier mussten wir mit einer Fähre übersetzen. Die Kosten für die Fähre beliefen sich auf $5. Keine fünf Minuten später konnten wir auf der anderen Seite des Sees unsere Reise fortsetzen und beschlossen zu einem öffentlichen Picknick und Barbecueplatz zu fahren. Es wurde schnell dunkel und von einer derartige Einrichtung, die es normal überall gibt war keine Spur.  Letztendlich fanden wir doch noch eine Picknick-Area irgendwo im nirgendwo im Wald in der dunkelsten Finsternis. Allerdings suchten wir einen Barbecue - Grill vergeblichZu unserem Glück war unsere Bekanntschaft aus dem Mountaineering Club bis auf die Zähne ausgerüstet und wir konnten uns mit Hilfe von Campingkocher ( BigW ca. $20) und einer Pfanne ein köstliches Dinner zubereiten. Nach unserer Stärkung fuhren wir nach Port Macquarie, was sich durch einen ungeplanten Stop wegen Motorüberhitzung als längere Fahrt herausstellte. Da sämtliche Insassen des Kraftfahrzeuges angehende Ingenieure sind und einer davon ausgebildeter Kfz-Mechaniker ist, konnte die Ursache für die Überhitzung des Antriebs schnell diagnostiziert werden. Die Diagnose lautete undichte Zylinderkopfdichtung, wobei das Kühlwasser in den Zylinder gelangt und mit verbrannt wurde. Folglich mussten wir das Kühlwasser wieder auffüllen. Glücklicherweise hatten wir einen 25 Liter Kanister dabei der uns treue Dienste auf diesem Trip leisten sollte. Beim Eintreffen in Port Macquarie  durchkämmten wir die Landschaft vergeblichst nach einem Campingplatz. Nach einer erfolglosen Suche in der Dunkelheit stießen  wir auf einen Parkplatz mit kostenlosen Barbecue-Stelle direkt am Strand mit Sicht auf das Wasser. Am nächsten Tag um 6 Uhr genossen wir den unglaublich faszinierenden Sonnenaufgang über dem Wasser, der anfangs etwas komisch durch die Spiegelung des Wassers aussah.

Nach dem täglich wiederkehrenden Naturschauspiel fuhren wir weiter und besichteten das Koala Hospital, indem durch Buschbrände oder Autounfälle verletzte Koalabären wieder fit für die Wildnis gemacht werden. Die Koalas werden sehr einfühlsam und fürsorglich behandelt. Bei einem kurzen Stop in einer Ortschaft am See ( für unser Abendessen) bewiesen die Australier ein weiteres mal ihren sehr gastfreundlichen Umgang mit Ausländern. Hier wurden wir kurzerhand von einem Bewohner zu einem Bier eingeladen . Anschließend fuhren wir weiter zu unserem Schlafplatz in Yamba. Am nächsten Morgen wurden wir von einer Gruppe Kängerus begrüßt, die für kurze Zeit verweilten und sich einen Schlagabtausch untereinander gönnten.

In Byron-Bay brauchten wir erstmal einen Campingplatz, nach der langen Autofahrt - leider sind sie dort recht teuer. Ein Pfad den ihr beschreiten müsst, wenn ihr in Byron-Bay seit ist der Weg zum Leuchtturm. Hier ist der östlichste Punkt Australiens, von dem man angeblich einen der schönsten Sonnenaufgänge erleben kann. Leider war es an diesem Tag bewölkt. Aber die Expedition durch den Forst entlang des Pfades war im Halbdunkeln auch ein abenteuerliches Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Nach dem Sonnenaufgang rückten wir unserem Reiseziel immer näher und Surfers Paradise war bald in greifbarer Nähe. Allerdings machten wir uns Sorgen, ob wir wohl mit unserem angeschlagenen Motor unser Reiseziel erreichen würden. Nach einer Fahrt voller Bangen kamen wir doch heil in Surfers an und suchten uns ein Hostel (http://www.surfersparadisebackpackers.com.au/). Das Hostels der City bietet eine Clubtour in Surfers an, welche mit $25 für vier Clubs und vier Freigetränken sehr günstig ist. Darüber hinaus wird man mit einem gecharterten Bus zu den angesagtesten Lokationen der Clubszene gefahren. (!!! Wichtig: Nicht jeder Club akzeptiert den deutschen Personalausweis, bedeutet Reisepass mitnehmen, wenn ihr nicht draußen stehen bleiben wollt). Ansonsten durfte ich in den Genuss kommen mich endlich mit dem Surfbrett in die Wellen zu schmeißen. Allerdings habe ich mir das Surfen etwas leichter und nicht so wacklig vorgestellt.

Resümierend muss ich sagen war dieser Ausflug  ein absoluter Erfolg, in dem von Naturlandschaften, Traumstränden,  Spaß und guter Laune bis hin zu abgefahrenen Partys in Surfers Paradise alles dabei war.

IEC-Ambassador Matthias Mayer

Matthias Mayer zuletzt bearbeitet am 31.08.2012