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Eine Flut von Eindrücken und Erfahrungen

Nach 158 Tagen ist mein kleiner, eigenes Abenteuer dann auch vorbei. Rückblickend bestand mein Abendteuer aus drei „Herausforderungen“: Der Alltag und das Ankommen, das Unileben und anschließend das Reisen durch Australien. 

Wobei ich sagen muss, dass mich dieses Auslandssemester in vielerlei Hinsicht weitergebracht hat. 

Die Flur der Eindrücke

Angefangen hat es mit dem Ankommen und dem Alltag. Obwohl ich den Vorteil des Homestay hatte und somit nicht komplett ins kalte Wassergeworfen wurde sondern immer jemanden hatte, an den ich mich wenden konnte, muss ich schon sagen, dass es eine Umstellung war. Zwar habe ich in Deutschland auch schon alleine gelebt, aber es ist noch mal etwas anderes in einem anderen Land. Angefangen damit, dass die Familie und Freunde nicht mehr um einen herum sind. Klar kann man diese Anrufen, dennoch ist es nicht das gleiche per Telefon zu sprechen anstatt sich einfach zu treffen. Hinzu kommt, dass die Zeitverschiebung von +9 Stunden da nicht gerade hilfreich war. Ein weiterer Punkt für mich war die Ernährung, natürlich gibt es auch die meisten Lebensmittel in Australien. Dennoch schmecken viele Lebensmittel anders, was einer Umstellung bedarf.  

Vor allem in den ersten drei bis vier Wochen war es eine große Umstellung, denn nun ist man auf sich gestellt und muss selbstständiger werden. Aber genau das ist der Vorteil, durch das auf sich gestellt sein wird man selbstständiger, kommt mehr aus sich heraus und lernt auch vieles aus anderen Perspektiven zu sehen. 

Somit kann ich sagen, dass dieser Part den größten Einfluss auch mich hatte und mich am meisten weitergebracht hat.  

Beim Unileben sind mir weniger Unterschiede zu Deutschland aufgefallen, dennoch würde ich sagen, dass dieser Parte mich definitiv in anderen Hinsichten weitergebracht hat. Mein Hauptgedanke war es mit meinem Auslandssemester meine Englischkenntnisse zu verbessern. Wie zu erwarten war dies auch eingetreten, schließlich sind die Vorlesungen sowie Prüfungen und Ausarbeitungen alle auf Englisch. Gleichzeitig habe ich aber auch durch mein Auslandssemester den starken internationalen Kontakt gehabt, womit ich auch auf dieser Ebene mich sehr weiterentwickelt habe. Zum einem lernt man mit den unterschiedlichen Akzenten umzugehen, wenn unterschiedliche Nationen englisch sprechen und zum anderen kann man auch viel auf der kulturellen Ebene lernen. Aber das beste sind natürlich die neu geknüpften Freundschaften, welche man im laufe des Semesters weiter ausbaut. Somit würde ich sagen, dass ich durch die Herausforderung Unileben mich sprachlich und fachlich weitergebildet habe aber auch meine Kommunikationsstärke weiter ausgebaut habe und neue Freunde gefunden habe. 

Die letzte Herausforderung war weniger eine Herausforderung, sondern etwas für die Seele. Dennoch habe ich auch in diesem Part etwas gelernt. Durch meine Reisen nach Sydney und an der Ostküste konnte ich Australien aus einigen unterschiedlichen Facetten sehen und so die Liebe der Australier zu ihrem Heimatland mehr verstehen. Ich habe viele wunderschöne Orte gesehen und hatte zwischendurch auch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, für welche ich auch spontan Lösungen finden musste. Ohne mein Auslandssemester nach Brisbane an die QUT wäre dies für mich vermutlich in näherer Zeit nicht möglich gewesen. Womit ich mir mein eigenes, kleiner Erlebnis geschaffen habe. Das Reisen hat mir noch mal bestätigt wie sehr ich mich weiter entwickelt habe und mir einige einzigartiger Erinnerungen geschaffen. 

Zusammenfassend kann ich, wie die meisten eigentlich, so ein Auslandssemester nur empfehlen. Es hat mich auf persönlicher und fachlicher Ebene auf jeden Fall weiter gebracht und ich habe vieles gelernt. Australien ist ein Erlebnis für sich und ist natürlich eine Umstellung im Vergleich zu Europa, dennoch würde ich mich Rückblickend immer wieder für Australien entscheiden, genau weil es so anders und einzigartig ist. 

Aber eigentlich spielt es keine so große Rolle, ob das Auslandssemester nun nach Australien, Amerika oder doch England geht, denn jedes Land bietet seine Vorteile und Nachteile. Somit ist meine Meinung: 

„Es ist nicht entscheidend wo das Auslandssemester gemacht wird, sondern ob eins gemacht wird! Dabei sollten die eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen im Vordergrund stehen.“

Das Wohlfühlen

Kathrin Kuzmin zuletzt bearbeitet am 16.12.2019