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Surf Wochenende

Hey alle Zusammen, wie bereits in meinem Beitrag „Orientierungswoche“ erwähnt, habe ich mich für ein Surfwochenende eingetragen. Nun habe ich das Wochenende hinter mir und werde euch etwas darüber erzählen. 

Dieses Wochenende wurde von den QUT Surfers veranstaltet, dabei ist in diesem Packet folgendes enthalten:

• Unterkunft in einem Hostel inklusive Frühstück und Abendbrot am Freitag und Samstag

• Samstag und Sonntag ein vier-stündiger Surfkurs inklusive Equipment

• Eintritt am Freitag und Samstagabend in eine Bar inklusive eines Getränks

• Busfahrt nach Byron Bay und zurück nach Brisbane

• QUT Surfers T-Shirt

• Professionelle Surffotos vom Fotografen

Für einen Preis von 325$ (umgerechnet ca 195€) war dieses Wochenende das Geld auf jeden Fall wert! 

Am Freitag Mittag ging es los, wir haben uns alle bei der QUT versammelt. Ein Reisebus hat uns dann eingesammelt und nach Byron Bay gefahren, dabei betrug die Fahrt ungefähr 3,5 Stunden. Insgesamt waren wir 60 Studenten aus vielen unterschiedlichen Ländern. Einige waren als kleine Gruppe dort und kannten sich schon untereinander, während andere wie ich niemanden kannten. Aber das ist gar kein Problem, da man schon im Bus die ersten Kontakte schließen kann. Meine Sitznachbarin war ein Mädchen aus Hong Kong, wir kamen schnell ins Gespräch und haben uns gut verstanden. 

In Byron Bay angekommen wurden uns unsere Zimmer zugewiesen und Abends gab es dann das erste Abendbrot. Es gab Tacos, ich fand diese sehr lecker! Andere fanden diese nicht so gut, aber Essen ist ja immer eine Geschmackssache. 

Nach den Tacos ging es dann los zur ersten Party, eine Paint-party. Es lohnt sich alte Klamotten und Schuhe mit zu bringen, da die Farbe etwas schwer aus der Kleidung raus geht! Die Musik war gut und die Stimmung war sehr schnell entspannt. Alle waren sehr gut drauf, dennoch habe ich die Party im Vergleich zu vielen anderen relativ früh verlassen, da ich am Samstag bei meiner ersten Surfstunde nicht müde und verkartest sein wollte. 

Am Samstag fanden dann die ersten Surfkurse statt, die 60 Personen wurden in drei Gruppen zu je 20 Personen unterteilt. Je nachdem in welche Gruppe man war, hatte man vormittags oder nachmittags seine Surfstunden. Die Gruppeneinteilung hing mit den gebuchten Zusatzleistungen ab. Es gibt die Möglichkeit Kayaking, eine Ballonfahrt oder Skydiving dazu zu buchen. Ich hatte keine weitere Aktivität dazu gebucht und gehörte somit zur Gruppe 3. 

Das Frühstück findet von 7 bis 9 Uhr statt, ich fand es jedoch etwas dürftig da es nur Cornflakes und Toast mit einigen Brotaufstrichen gab. Es gab keine Eier, Wurst oder Käse. Es war halt ein typisches australisches Frühstück. Da meine Surfstunden an diesem Tag von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr gingen, hatte ich den Vormittag Freizeit. Mit meiner neuen Bekanntschaft aus dem Bus haben wir eine kleine Wanderung zum Leuchtturm unternommen, dabei haben wir insgesamt hin und zurück zwei Stunden gebraucht. Es war wunderschön, überzeugt euch selbst: 

Byron Bay

Da kein Mittagessen inbegriffen war, hatte ich mir etwas zum Snacken geholt und dies vor der Surfstunde gegessen. 

Der August zählt zu den Wintermonaten in Australien, somit haben wir einen Neoprenanzug ausgeliehen bekommen. Mit einem Bus sind wir dann zu einem Strand gefahren. Nach ein paar kleinen Aufwärmübungen wurden uns die Basics erklärt. Wie man das Board zu halten hat, wie man richtig aufsteht und welche Stellen im Meer am besten fürs Surfen geeignet sind. Anschließend wurden wir in 3 kleinere Gruppen unterteilt. Dann ging es auch schon los ins Wasser. Durch den Anzug war das Wasser überhaupt nicht kalt, jedoch war es verdammt schwer sich gegen die Wellen ins Wasser zu kämpfen. Oft haben mich die Wellen einfach zurück geworfen. Vor allem sollte man sein Bord steht’s mit der Spitze Richtung Meer halten und nicht quer, sonst reißen die Wellen das Bord hoch, welches auf einen zufliegt und Unterwasser drückt. 

Das vorkämpfen lohnt sich jedoch! Wenn man erst mal auf dem Bord steht ist es ein unfassbares Gefühl, man gleitet über das Wasser. Es ist einfach unbeschreiblich schön. Und keine Panik wenn es am Anfang nicht so ganz klappt, an meinem ersten Tage stand ich auch nur zwei mal für eine kurze Zeit auf meinem Bord. 

Abends im Hostel gab es dann Burger zum Abendbrot, ich fand diese etwas trocken, da es nur leeren Ketchup und BBQ Soße gab. Nach dem Essen ging es natürlich zu einer Party. Es war eine normale Bar mit guter, moderner Musik. Auch an diesem Abend wurde viel abgefeiert. 

Der Sonntag morgen fing mit dem klassischen australischen Frühstück an. Meine Surfstunden waren wieder von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Somit nutzte ich diesen Vormittag um mich etwas in Byron Bay umzusehen und durch die Läden zu schlendern. Es gabt dort einige schöne Boutiquen und Läden. 

Der Surfkurs fing wieder mit einigen Aufwärmübungen an, anschließend ging es recht schnell ins Wasser. Den zweiten Tag fand ich besser als den ersten Tag. Das Surfen hat viel besser geklappt (ich stand vier mal auf meinem Bord) und ich wurde seltener von den Wellen umgehauen. Dazu kam, dass ich das Gefühl hatte, dass die Wellen an diesem Tag besser waren. An diesem Tag war auch der professionelle Fotograf vor Ort und hat Fotos von uns gemacht. 

Ich am Surfen

Nach dem Surfen gab es noch eine schnelle Dusche, da es auch schon um 19 Uhr zurück nach Brisbane ging. Die Rückfahrt war zum Glück deutlich schneller, wir haben nur 2 Stunden gebraucht. Es war relativ leise im Bus, die meisten haben geschlafen. 

Es war ein anstrengendes Wochenende, aber es hat sich gelohnt. Ich habe meine erste Surferfahrung gesammelt und kann nun sagen, dass mir dieser Sport Spaß macht. Ich würde gerne mal wieder Surfen gehen. Außerdem habe ich eine Menge interessante Menschen kennen gelernt. 

Ich am Strand

Kathrin Kuzmin zuletzt bearbeitet am 29.08.2019