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Brisbane Part 1

Heute möchte ich euch etwas zu meinen ersten Einkäufen und Erkenntnissen erzählen.

Neben der in ersten Blogbeitrag genannten eigenen Checkliste sind mir selbstverständlich noch weitere Dinge eingefallen, welche ich erst vor der Reise erledigen wollte. Nach einigen Recherchen stellte sich jedoch raus, dass man diese Dinge lieber vor Ort erledigen sollte. 

Zum einem gehört dazu das Kaufen einer australischen SIM-Karte. Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber meine Vertrag in Deutschland schließt Australien nicht mit ein und somit wären Anrufe für mich dort sehr teuer und das Internet erst recht. Somit entschied ich mich eine SIM-Karte vor Ort zu kaufen. Da ich nur für ein Semester nach Australien gehe, lohnt sich ein Vertrag für mich nicht. Aber zum Glück gibt es Prepaid Karten. Dabei gibt es in Australien, wie auch in Deutschland, einige große Anbieter wie Optus oder Telstra. Nach einigen Recherchen stellte sich heraus, dass für meine Bedürfnisse eine SIM-Karte von Optus vollkommen ausreicht. Ich brauche diese größtenteils nur für die Internetnutzung. Telefonieren und SMS sind im Land umsonst und ins Ausland gibt es da sogar irgendwelche Vergünstigungen. Dabei hat man die Wahl zwischen vielen Unterschiedlichen Karten, diese variieren je nach Laufzeit und Datenvolumen. Der Vertragsabschluss ist simple, ich würde dass nicht mal einen Vertrag nennen. Ihr geht einfach in einen der Shops, sucht euch die entsprechende SIM Karte raus und dann dauert der ganze Prozess nur noch einige Minuten. Ihr müsst einige persönliche Angaben abgeben und dürft euch dann eure Telefonnummer raussuchen. Und tatsächlich wars dann schon, keine Minute später habt ihr vollen zugriff auf eure SIM-Karte. 

Ein weiterer Gedanke war etwas Bargeld mit zu nehmen. Dabei gibt es die Wahl zwischen in Deutschland oder vor Ort das Geld zu wechseln. Da ich gehört habe, dass der Kurs zum wechseln in Deutschland immer mit hohen Verlusten ist, entschied ich mich dafür, dies dann vor Ort zu tätigen. Wobei sich dann herausgestellt hat, dass auch das Wechseln vor Ort einige Verluste mit sich bringt. Wechselt man zum Beispiel 100€, dann würde man theoretisch bei dem aktuellen Kurs (Stand Juli 2019) 160$ erhalten. Jedoch hatte ich 152$ erhalten. Aber mir solchen Verlusten muss man rechnen, denn so halten sich diese Wechselstuben. Somit würde ich empfehlen keine allzu hohen Geldbeträge mit zu nehmen sondern lieber auf die gute alte Kreditkarte zurück greifen. Die meisten Australier bezahlen eh viel lieber mit Karte, selbst Kleinbeträge. Vielleicht kennen einige von euch dies aus dem Urlaub, dass es viele Wechselstuben mit guten und schlechten Angeboten gibt, das ist tatsächlich nach meinen aktuellen Erkenntnissen in Brisbane nicht der Fall. Es gibt sehr wenige Wechselstuben und der Wechselkurs ist sehr vergleichbar. 

Nach den erste Tagen in Brisbane musste ich natürlich auch mal einkaufen, somit ging ich in die Typischen Supermärkte wie coles und woolworths metro. Die Läden sind wie in Deutschland gut gefüllt, es gibt eine Menge an Obst und Gemüse mit vergleichbaren, deutschen Preise. Milchprodukte wie Joghurts und Käse sind hier deutlich teurer, bei Fleisch habe ich bisher nur die Preise für Hähnchen angeschaut und diese sind deutlich geringer als in Deutschland! 

Dennoch merkt man, dass man in einem anderen Land ist, einige Lebensmittel wie Quark oder eine große Wurstauswahl gibt es hier nicht, genau so wie viele Gewürze. Wer gerne kocht, in den Läden habe ich nur verschiedene Arten von Salz, Anis, Zimt, Lorbeer und Chilli Flocken gefunden. Was für mich als viel kochende Person eher enttäuschend war, denn ich koche gerne mit Curry, Oregano, ganzen Chillis,... Aber keine Panik, jetzt kommt mein Geheimtipp! Nach einiger Suche hab ich einen europäisch- lateinamerikanischen Laden entdecket, der eine riesige Auswahl an Gewürzen und heimischen Köstlichkeiten hat. Der Laden heißt Pennisi Cuisine. Von außen wirkt das ganze in dem scheinbaren Gewerbegebiet wie eine Lagerhalle, aber lasst euch davon nicht täuschen. Drinnen ist ein super Geschäft mit einer Menge von heimischen Lebensmitteln. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall für alle, die etwas Heimat in ihre Küche bringen wollen. 

Meine kleine Gewürzsammlung

Zu guter letzt noch ein kleiner Tipp, wenn ihr gerne auf karierten Collegeblöcken schreibt, dann nimmt diese am besten aus Deutschland mit. Ich war einige Schreibwarenläden abgegangen und es gibt kaum solche Blöcke hier. Meist haben diese dann sehr wenig Blätter (25 Blatt) und sind ziemlich teuer. Von meiner Gastmutter habe ich dann erfahren, dass die Australier nur karierter Papier für technische Zeichnungen benutzten. Sie schreiben dort tatsächlich nur auf liniertem Papier. Was bei uns beiden eher Verblüffung hervor brachte, denn aus meinem Studiengang kenne ich es, dass die meisten auf kariertem Papier schreiben. 

Im Part 2 zu Brisbane werde ich dann auf einige Sehenswürdigkeiten und gute Spots eingehen. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute, eure Kathrin. 

Kathrin Kuzmin zuletzt bearbeitet am 23.07.2019