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Ende des Semesters

Hallo ihr Lieben,

die Abstände der Einträge werden länger. Das liegt daran, dass die Uni mich zurzeit sehr einnimmt. Die Klausuren stehen an und alles was mir vorher erzählt worden ist, dass die amerikanischen Unis so leicht sind stimmen bei mir leider nicht.

Ich habe Foundation of Teamwork and Leadership, International Business Management und Psychopathology gewählt. Mit den ersten beiden bin ich, abgesehen von Arbeitsaufwand, auch sehr zufrieden. Die Lehrer sind sehr kompetent und freundlich, und die Aufgaben sind zwar zeitintentsiv, aber auch lehrreich. Die Klassengrößen sind super. In Foundation sind wir ca. 20 und in den anderen beide 8 und 10 Leute. Daher wissen die Lehrer auch alle deinen Namen und es ist ein persönlicheres Verhältnis als in Deutschland. Man hat hier das Gefühl, mag vielleicht auch daran liegen, dass man ein International ist, dass sie viel mehr Interesse an einem haben und man mit allen Problemen zu ihnen kommen kann. Noch dazu sind meine Lehrer sehr hilfreich bei Fragen und Tolerant, falls man einen Abgabetermin mal nicht einhalten kann. Sie möchten nur vorher darüber informiert werden. In allen Fächern hatte ich wöchentliche oder zweiwöchentliche Abgaben zu erledigen und jede Woche sehr viel Lesestoff als Hausaufgaben. Wir mussten in jedem Kurs mindestens eine Präsentation halten. Vor der ersten hatte ich noch Respekt und die weiteren gingen dann immer besser. Neben Diskussionen in den Kursen wurde sehr viel interaktiver gearbeitet, als ich es von meiner deutschen Uni kenne. Mir persönlich hat dadurch das Arbeiten und Lernen sehr viel mehr Spaß gemacht. Mit Psychopathology habe ich mir allerdings leider keinen Gefallen getan, da ich keinerlei tiefergehende Vorkenntnisse habe. Ich habe zwar die Lehrerin nach der ersten Vorlesung darauf angesprochen und sie hat mich durch gutes Zureden davon abgehalten den Kurs zu wechseln, was sich leider als Fehler herausgestellt hat. Dadurch dass ich kein Fachwissen hatte und die Themen auch sehr abstrakt und kompliziert waren, hat es mich einige grauen Haare gekostet.

Nun ja, die Vorlesungen sind alle zu Ende und die Klausuren stehen an. In den ersten beiden Kursen haben dir Take-home Exams bekommen, was zwar zeitintensiver aber für mich auch angenehmer ist, da ich so den Klausurenstress vermeide. In Psychopathology haben wir am Mittwoch eine Klausur in der Klasse. Da bin ich auch wirklich gespannt, was mich erwartet.

Was leider auch nicht stimmt, dass es aufgrund der arbeitsintensiveren Vorlesungen in der Klausurenphase angenehmer wird. Auch hier sitze ich jeden Tag in der eiskalt-klimatisierten Bibliothek. Da noch einiges an Abgaben ansteht, werde ich auch auch erst pünktlich zum Semesterende mit den Arbeiten fertig sein.

Also wer denkt, er kann ein Urlaubssemester als Graduate Student an der HPU verbringen, hat sich leider getäuscht. Allerdings musste ich auch feststellen, dass es einige komplett andere Meinungen dazu gibt. Da ich erst am 20.12. abreise, habe ich zum Glück noch einige Zeit Hawaii zu genießen.

Und damit der Eintrag nicht so deprimierend klingt wie er ist, hänge ich noch ein Bild vom heutigen Kajak-Ausflug in Lanikai an, den wir unserer lieben Freundin Louise zum Geburtstag geschenkt hatten. In Lanikai ist einer der schönsten Strände auf Hawaii und die Tour war es auf jeden Fall wert. Wir sind zu einer kleinen Insel gepaddelt und konnten dort in Tidepools schwimmen.

 

Kajaktour

Baby Tidepool

Tidepool

Jessica Dietrich & Leah Althaus zuletzt bearbeitet am 04.12.2016