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Wilkommen im Alltag!

Hallo ihr Lieben,

 

die Zeit vergeht wie im Flug und die Vorlesungen und Hausaufgaben dominieren leider unseren Alltag. Unter der Woche wird eigentlich jede Freizeit der Uni gewidmet.

Daher ist es uns umso wichtiger, ganz bewusst Auszeiten zu nehmen. Wir gehen ein paar Mal in Woche surfen, zum Yoga-Kurs, der kostenlos von der HPU angeboten wird und am Wochenende hiken. Dieses Wochenende waren wir zum Beispiel auf dem Koko-Krater, ca. eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Das besondere hier dran ist, dass man ca. 1500 sehr unregelmäßige und kaputte „Treppenstufen“ erklimmen muss, die aus einem alten Gleis-Bett gemacht sind. Must-Have: Feste Schuhe und Wasser! Aber die Aussicht lohnt sich! Man kann fast über die ganze Südseite Oahus schauen.

Waikiki Beach

Blick vom Koko-Krater

Da man von Waikiki zum North-Shore (andere Seite der Insel) mit dem Auto nur eine Stunde braucht, bietet sich es an, am Wochenende auch mal die Nordseite der Insel zu erkunden. Und das Tolle daran ist, man kann all diese Sachen sehr kostengünstig machen.

Das kommt uns sehr gelegen, denn unsere Ausgaben sind wirklich deutlich höher als zuhause. Damit ihr euch davon ein Bild machen könnt, wollen wir heute davon berichten.

Wir hatten das Glück, dass Jessy unsere Wohnung im Voraus von einem Bekannten empfohlen bekommen hat und wir uns somit keine Sorgen mehr über die Wohnungssuche machen mussten. Wir zahlen jeder 850$ exklusive den Stromkosten Miete im Monat. Was nach umfangreicher vorausgegangener Recherche für Waikiki ein guter Preis ist. Mit unsere Wohnung, die 5 Minuten vom Strand entfernt ist und super zentral in Waikiki gelegen ist, ein echter Glücksgriff. Wir haben ein Schlafzimmer mit Balkon und ein geräumiges Wohnzimmer mit Küchenzeile und Schlafcouch. Also haben wir das Glück auch Gäste in Empfang nehmen zu können, was den meisten Kommilitonen aufgrund eines Doppelzimmers nicht möglich ist.

Zum Vergleich hat eine Bekannte ein geteiltes Studio und zahlt 550$ und eine andere hat ein Doppelzimmer im Dorm im Aloha Tower Marketplace und zahlt 1050$. Also kann man schon sagen, dass wir es ganz gut getroffen haben.

Die Lebenshaltungskosten sind auch 3-4-mal so hoch wie wir es kennen. Obwohl wir viel einkaufen und unser Essen kochen oder uns geschmierte Brote oder Kaffee von zuhause mitnehmen, kann man pro Woche bestimmt mit 200 $ nur fürs Essen und Trinken rechnen.

Da es auch nicht wie bei uns mal eine Brezel auf die Hand für 1€ gibt ist man schon gut dran, wenn man eine Kleinigkeit für unter 10$ findet.

Jessy und ich haben uns vorher einiges zusammengespart und unsere Eltern können uns finanziell unterstützen, was die Geld-„Problematik“ um einiges entspannter macht.

Zusätzlich habe ich BAföG beantragt, was auf jeden Fall jeder versuchen sollte! Es ist leichter zu bekommen als Inlands-BAföG und ich hatte wirklich Glück, denn bei mir hat es nur 3 Wochen gedauert bis ich Bescheid bekommen haben. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass man schon 6 Monate einplanen soll, wenn man es wirklich benötigt.

Wenn man wirklich früh dran ist, also ein gutes Jahr vorher, kann man auch versuchen, ein Stipendium über eine Stiftung zu erhalten. Dies erfordert aber intensive Recherche und man muss viel Zeit in die Motivationsschreiben stecken.

Wenn man merkt, dass das Geld gar nicht reicht, hat man mit dem F1 Visum die Möglichkeit bis zu 20 Stunden die Woche auf dem Campus zu arbeiten. Dort sollte man sich allerdings frühzeitig drum kümmern, da diese Jobs sehr begehrt sind.

Was man nicht unterschätzen sollte ist, dass man auch einige Freizeitaktivitäten unternimmt. Zwar bekommt man mit der Zeit raus, nicht die erstbeste Bootstour am Waikiki Beach zu buchen oder ein Surfboard in erster Reihe zu mieten, aber man darf es trotzdem nicht unterschätzen. Wir haben das Glück, dass wir mittlerweile zwei Surfboards haben, aber zu Beginn haben wir uns in 2. Reihe vom Beach ein Brett für 5$ pro Stunde geliehen, was ein echter Schnapper ist. Auch zwei Surfstunden waren schon drinnen, die wir im Internet gefunden haben. Auch dies ist am Waikiki Beach sehr viel teurer. Dort kann man schon mal 50$ pro Stunde zahlen. Wir haben einen für 25$ für 1,5-2 Stunden gefunden.

Wenn man sich ein Auto mietet, sollte man sich rechtzeitig drum bemühen und am besten online vergleichen. Dort kann man schon für knapp 50$ pro Tag eins haben und Benzin ist glücklicherweise günstiger.

Ich habe ja wirklich gehofft, dass ich irgendwie drum rum kommen die Uni Bücher kaufen zu müssen. Falsch gedacht. Wir haben zu Beginn der Vorlesungen einen seeeeehr ausführlichen Syllabus pro Kurs bekommen, in dem wirklich haargenau drauf steht, was wann wie und wo erwartet wird. Dort ist auch vermerkt, welche Bücher und Paper man pro Woche lesen muss. Leider brauche ich pro Kurs knapp 4 Bücher plus unzählige Paper. In diesen muss man wöchentlich zusätzlich der normalen Hausarbeit, mehrere Kapitel lesen. Im Unterricht wird dann ausführlich darüber diskutiert. Ich habe davon vier Bücher online gefunden aber die restlichen habe ich gebraucht im Internet bestellt. Es gibt auch die Möglichkeit sich die Bücher im Internet oder über den Bücherladen zu mieten. Da bezahlt man allerdings auch etwa ¾ des Neupreises. Pro Kurs kann man schon um die 100$ für die Bücher rechnen.

Eine gute Möglichkeit etwas Geld zu sparen ist, was ich auch jedem nur empfehlen kann, einige Hygieneartikel oder Verbrauchsgüter, die man regelmäßig benutzt, mitzubringen. Auf jeden Fall Sonnencreme (mind. LSF 50), Apres-Sun-Creme, Zahnpasta, Deo, Tee, Shampoo und Schminke. Denn auch diese Sachen sind hier deutlich teurer.

Allerdings merkt man trotz der deutlich höheren Ausgaben, dass es das Alles wert ist. Wir wissen es jeden Tag zu schätzen, dass wir 4 Monate in Hawaii leben dürfen. Und auch jetzt kommen immer noch diese Momente, in denen wir uns anhauen und sagen: Wow, es ist einfach wunderschön hier, oder?

Geile Zeit!

Jessica Dietrich & Leah Althaus zuletzt bearbeitet am 21.09.2016