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Wo fange ich bloß an? - No Worries!

Hey zusammen,

dieser Blogartikel richtet sich vor Allem an alle Studieninteressierten und zukünftigen (Griffith) Studenten. Wer sonst noch lesen mag, wie die Vorbereitungen bei mir waren und an was man alles denken musste, der ist natürlich gerne eingeladen auch weiter zu lesen. 

Vor dem Auslandssemester steht man vor einem riesen Haufen von Aufgaben und Fragen. Es muss einiges organisiert werden! Aber wenn man weiß was man will, ist es gar nicht so viel. Hier kommt nun also ein Überblick was alles gemacht werden muss und woran man denken sollte.

Wahl der Uni 

Bei der Wahl der Uni wird oft darauf verwiesen erst die passenden Kurse herauszusuchen und sich danach für ein Land und für eine Uni zu entscheiden. Ich habe mich zuerst für ein Land entschieden und mir danach die passenden Kurse ausgesucht. Im Wirtschaftsbereich findet man schließlich immer etwas Interessantes.

Hauptkriterium für mich war ein Land mit Native English Speakern. Ich wollte vor Allem mein Englisch verbessern und von Leuten lernen die Englisch als ihre Muttersprache sprechen. Somit blieben im Grunde nur die USA, Kanada, Großbritannien und Australien. Dass das Wintersemester in Deutschland in den australischen Sommer fällt, war letztendlich das I-Tüpfelchen, was die Entscheidung umso leichter machte. Zudem ist Australien ein faszinierendes Land. Es gibt viel zu entdecken, die Leute sind sehr gastfreundlich (das kann ich bisher nur bestätigen!) und es ist kulturell sehr vielfältig.

Auf der Internetseite vom IEC habe ich mich über die verschiedenen Unis in Australien informiert und konnte diese gut in puncto Kosten und Hard Facts vergleichen. Das Trimester hat sich optimal in meinen Zeitplan in Deutschland integriert. So hatte ich noch 2 Monate nach meinen Klausuren in Deutschland um alles in Ruhe für das Auslandssemester vorzubereiten und Allen Lebe Wohl zu sagen. Die Trimester gehen in der Regel von Oktober – Februar; von Februar – Juni; und von Juli – Oktober. Diese Zeiteinteilung ermöglicht außerdem einen Bachelor Abschluss in nur zwei Jahren zu absolvieren. Die Griffith University ist eine Partnerhochschule der Fachhochschule Dortmund. Ich habe leider keine Vorteile von dieser Partnerschaft wahrgenommen und habe gerne die Hilfe des IEC in Anspruch genommen. IEC hilft kostenlos bei der Bewerbung und steht für verschiedenste Fragen zur Verfügung.

Bewerbung

Für die Bewerbung an der Griffith musste ich die folgenden Unterlagen per Post an IEC senden:

• Academic Record / Transcript of Record (Leistungsüberblick der Uni)

• Englischer Lebenslauf

• Bewerbungsformular der Griffith University

• Bewerbungsdeckblatt des IEC

• Eine Kopie des Reisepasses

• Ein Zeugnis über ausreichend Englischkenntnisse (Bei mir war der DAAD Sprachtest die einfachste Variante. Da mein Studiengang einen sehr hohen Englischteil aufweist, wird allen Studenten das C1 Niveau attestiert.

Diese Unterlagen landeten also beim IEC, welches die Dokumente nach Australien weiterleitete. Nach gar nicht so langer Wartezeit erhielt ich mein Offer mit den Kursen für die ich zugelassen wurde, sowie den Zahlungsanweisungen. Es macht Sinn den Wechselkurs im Blick zu behalten bevor man die Studiengebühren bezahlt. Ich konnte mir allein durch einen günstigen Wechselkurs mehrere hundert Euro sparen. Daher kann man sich, je nachdem wann man sich beworben hat, lange Zeit lassen um zu zahlen.

Gezahlt habe ich per normaler Überweisung nach Deutschland an die Western Union. Western Union ist eine Organisation welche dabei hilft internationale Studiengebühren zu überweisen. Man überweist also das Geld an ein inländisches Konto und sie überweisen den Betrag dann an die ausländische Hochschule. Ich hätte gerne eine Variante ohne Western Union genommen, da dies letztendlich teurer war, als hätte ich eine einfache Auslandsüberweisung ausführen lassen. Tja, für mich führte aber kein Weg daran vorbei.

Einschreibung

In die Kurse konnte man sich erst ca. eineinhalb Monate vor Unibeginn einschreiben. Die besten Kurszeiten waren recht schnell weg und viele Vorlesungen fanden parallel zueinander statt. Auf meinem Course Approval Record (CAR) befanden sich insgesamt 6 Kurse und davon fand ein Kurs gar nicht statt, was die Auswahl sehr begrenzte. Ich muss um die entsprechenden ETCS zu erreichen 4 Kurse belegen (30 ECTS). Die Griffith bietet die Option für den gleichen Preis 5 Kurse zu belegen. Ich habe mich also zuerst für 5 Kurse angemeldet und wollte dann nach kurzer Zeit den Uninteressantesten abwählen. Viele Kurse fanden allerdings parallel zueinander statt. Letztendlich hat sich auch hier die australische Mentalität gezeigt - NO WORRIES. Man kann vor Ort noch Kurse tauschen und viele Vorlesungen werden auch im Internet wiederholt. So konnte ich mir hier einen guten Stundenplan zurechtlegen.

Flug

Den Flug habe ich, über STA Travel für 1.150 € gebucht. Je früher man den Flug bucht, desto günstiger wird es natürlich. Für 29 € habe ich einen Multiflexpass hinzugebucht. Dieser erlaubt eine Umbuchung. So kann man den Flughafen für den Rückflug noch ändern oder an einem anderen Tag fliegen. Gerade weil ich am Ende noch reisen möchte, ist dies eine gute Möglichkeit um flexibel zu bleiben.

Visum

Ich habe mich für das Studenten Visum (Student Visa 500) entschieden. Das Working Holiday Visa erlaubt ebenfalls für eine bestimmte Zeit in Australien zu studieren, dieses kann aber nur einmalig ausgestellt werden. Das Student Visa liegt bei 550 AUD, kann frühestens 4 Monate vor dem Auslandsaufenthalt beantragt werden und gilt bis max. einen Monat nach dem Studienende. Sobald man das Visum erhält darf man einreisen. Für die Beantragung des Visums benötigt man die Confirmation of Enrolment (COE) der australischen Uni. Diese gibt es nach Zahlung der Studiengebühren. Außerdem muss man die OSHC (Overseas Student Health Cover) haben. Diese kann man auch einfach über die Uni abschließen und den Betrag mit den Studiengebühren überweisen.

Beim Onlineantrag musste ich diverse Fragen beantworten und einen kurzen Text schreiben, warum ich nicht für immer in Australien bleiben möchte. Mein Visum war dann aber schon nach 2 Tagen (!) da. Im Internet steht, dass es in der Regel zwei bis vier Wochen dauert.

Papiere

Um vor Ort mobil zu sein, und ein Auto anmieten zu können, habe ich mir den internationalen Führerschein geholt. Diesen habe ich bei der Stadt gegen eine Gebühr von ca. 17 € abgeholt. Der internationale Führerschein ist nur in Kombination mit dem normalen Führerschein gültig und gilt drei Jahre.

Selbstverständlich sollte der Reisepass noch lang genug gültig sein. Meinen habe schon recht früh beantragt.

Meinen Impfpass habe ich ebenfalls mitgenommen. Laut auswärtigem Amt sind keine weiteren Impfungen nötig, als die die man in Deutschland auch haben sollte. 

Ich habe mir außerdem bei STA Travel die International Student Identity Card (ISIC). Damit erhält man diverse Vergünstigungen. Von der Griffith University bekommt man ebenfalls einen Studentenausweis. Diesen sollte man auch möglichst bei jeder Gelegenheit vorzeigen und nach Studentenrabatten fragen, denn Studenten leben hier um einiges günstiger. So wurde aus dem Eintritt von 20€ in einem Nightclub, freier Eintritt und free drinks all night. Man sollte hier auf verschiedene Aktionen und Angebote achten. Den Studentenausweis gibt es direkt bei der Griffith. Man muss kein Foto mitbringen, sondern es wird vor Ort ein Bild gemacht. Gut, dass ich vorher durch die Hitze gelaufen bin und meine Sonnenbrille zuerst noch auf dem Kopf hatte.

Bankkonto

Ich habe bereits in Deutschland das Junge Konto der Deutschen Bank abgeschlossen. Das Konto kostet für Studenten bis 30 Jahre nichts. Die Deutsche Bank hat eine Kooperation mit der Westpac, sodass man hier kostenlos Geld abheben kann. Besonders gut ist, dass die Westpac fast an jeder Ecke in Australien einen Bankautomaten hat.

Es kann dennoch Sinn machen ein Bankkonto in Australien zu eröffnen. Laut einem Vergleich schneidet das Westpac Choice Konto sehr gut ab zumal dieses Konto auch kostenlos ist.

Weiterhin sollte man außerdem eine Kreditkarte dabeihaben. Ich habe die goldene Kreditkarte der Sparkasse, welche sogar eine Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung umfasst.

Handy

Die gängigsten Handyanbieter sind wohl Optus und Telstra. Ich habe mich dennoch für Vodafone entschieden. Für 40 $ (26 €) habe ich eine Prepaid Karte mit 6 GB Internet und 1.000 (!) Freiminuten nach Deutschland. In Australien kann ich so viel telefonieren und SMS schreiben wie ich mag. Zusätzlich bekomme ich andauernd noch weitere GB geschenkt, sodass ich meistens mehr als genug Internet habe.

Der Netzausbau in den großen Städten ist wirklich gut. Und im tiefsten Outback kann auch der Marktführer kein Netz bieten. Daher kann ich dieses Angebot von Vodafone bedenkenlos empfehlen.

Go Card

Seit 2014 gibt es in Gold Coast eine Tram die eine super Verbindung zwischen Broadbeach, Surfers Paradise und der Uni herstellt. Die Go Card gibt es in vielen Geschäften und diese funktioniert dann wie eine Prepaid Karte. Man lädt Geld drauf und kann damit fahren. Bei jedem ein- und aussteigen muss diese gescannt werden. Mit der Go Card zahlt man ca 2.50$ pro Fahrt (je nachdem ob man zu den Stoßzeiten fährt oder nicht). Studenten können online eine Concession beantragen. Damit verringert sich der Preis pro Fahrt auf die Hälfte.

Cheers, Caroline 

Caroline Topmöller zuletzt bearbeitet am 24.10.2017