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Its all about the money

So jetzt mal Hand aufs Herz! Was kostet der ganze Spaß? Ein Auslandsaufenthalt in Australien ist nicht ganz billig, das kann man sich vorstellen. Jedoch muss ich sagen, dass man auch hier günstig leben kann. Ich bin tatsächlich positiv überrascht, denn vor allem die Lebensmittelpreise sind niedriger als gedacht. Fleisch und Milchprodukte sind definitiv teurer als in Deutschland (vielleicht liegt das aber auch daran, dass es in Deutschland einfach viel zu günstig ist), aber andere Produkte sind teilweise sogar günstiger. Oft gehe ich im Aldi oder bei Coles einkaufen, da sie ziemlich gute Angebote haben. Wer auf Angebote achtet, Preise vergleicht und Eigenmarken kauft, kommt recht günstig davon. Zumal es auch ständig Discounts bis zu 50% und Mengenrabatte gibt.

Mein Obst und Gemüse kaufe ich gerne bei einem Markt direkt neben dem Aldi. Die Preise hier sind einfach unschlagbar. Und statt der Paprika für $8 das Kilo, nehme ich dann lieber einen halben Butternut Kürbis für $3 mit. Generell experimentiere ich hier gerne mit Lebensmitteln und probiere öfters neue Kombinationen aus – die vor allem wirklich richtig lecker sind.

Das Wohnen in Gold Coast, besonders in Surfers Paradise ist dagegen recht teuer. Ich zahle hier pro Woche $240 (also 160 EUR). Die Mietpreise sind mit den Mieten in deutschen Großstädten vergleichbar. Ich bin da allerdings nur die günstigen Dortmunder Wohnpreise gewohnt.

Ein großer Vorteil am Studentendasein in Australien ist, dass man fast überall Vergünstigungen erhält. Sei es beim Eintritt in Tierparks oder bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der GO Card Concession kostet eine Fahrt zwischen $1,20 – $1,60.

Surfers Paradise ist nicht nur bekannt für kilometerlange Strände und für die besten Surfspots, sondern auch für das Nightlife. Als Student erhält man immer in einem der Clubs vergünstigten Eintritt oder kommt gar umsonst rein. Apropos feiern: Den günstigsten Wein (nein kein Goon), gibt es ab $4. In vielen Pubs gibt es auch Aktionen wie z.B. Corona für $3.

Dann kommen noch die Kosten für Unternehmungen und unerwartete Kosten hinzu. Ich musste mir beispielsweise letzte Woche ein neues Fahrrad kaufen, da mein altes geklaut wurde. Und das obwohl es abgeschlossen und kameraüberwacht war…

Die meisten Kosten fielen jedoch bereits in Deutschland an. Die großen Posten sind vor allem die Studiengebühren mit ca. 5.000 – 6.000 EUR je nachdem ob man drei oder vier Kurse wählt und der Flug (ca. 1.000 – 1.300 EUR). Dazu kommen das Visum mit ca. 370 EUR ($560) und die Auslandsversicherung (Overseas Student Health Cover) mit ca. 220 EUR ($330).

Das ist natürlich ein großer Batzen Geld und ich musste mir tatsächlich mehrmals überlegen ob es mir das wert ist. Jetzt wo ich hier bin kann ich sagen: Ja! Die Erfahrung ist es definitiv wert.

Und ich hatte glücklicherweise auch ein paar Geldquellen. Neben dem IEC Ambassador Stipendium (700 €) erhielt ich das PROMOS Stipendium vom DAAD, welches mich mit 2.400 € unterstützt. Außerdem musste ich einen großen Teil meiner Ersparnisse investieren, da ich leider kein Auslands-Bafög erhalte. Ohne die Hilfe meiner Eltern hätte ich den Betrag allerdings nicht stemmen können. Während des Auslandssemesters zu arbeiten, habe ich prinzipiell ausgeschlossen, da ich in meiner freien Zeit gerne so viel wie möglich in Australien erleben möchte. Vor allem weil das Studium auch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, bin ich froh hier keinen Nebenjob zu haben. Ich verbringe derzeit meiner Meinung nach viel zu viel Zeit zu Hause um bei den ganzen Hausarbeiten, die ich abgeben muss, hinterherzukommen. Bis Weihnachten sind es noch 5 Stück. Aber dann habe ich einen Großteil des Workloads geschafft, denn zwei Kurse wurden im Intensive Modus angeboten und finden nach Weihnachten nicht mehr statt. Deshalb freue ich mich enorm auf die Weihnachtsferien. Über Weihnachten und Neujahr kommen mich meine Eltern besuchen. Gemeinsam nutzen wir die Zeit um nach Sydney zu fahren, wobei wir dort Silvester verbringen werden.

Bis ganz bald,

Caroline

Caroline Topmöller zuletzt bearbeitet am 05.12.2017