< zurück zum Blog von Sebastian Mack
< zurück zum Universitätsprofil: San Diego State University

Mein erster Friseurbesuch in den USA

Hallo liebe Leser,

zuerst einmal muss ich sagen, dass ich wirklich Angst hatte, in Amerika zum Friseur zu gehen. Die Friseurausbildung hier sieht anders aus, als in Deutschland. Man macht hier keine wirkliche Ausbildung, sondern muss lediglich eine gewisse Zeit an einer Friseurschule verbringen und eine Lizenz erwerben. Prinzipiell muss man hier also nicht viel können, um als Friseur arbeiten zu dürfen.

Ich muss zugeben, dass ich wirklich eitel bin und meine Haare mir wichtiger sind, als alles andere. Das können auch so ziemlich alle meine Freunde bestätigen (-insert stupid comment about my hair here-). In Deutschland gehe ich schon seit 13 Jahren zum selben Friseur und habe auch nicht vor, ihn zu wechseln. Ich bin also mit umso größerer Vorsicht an das Thema „Friseurbesuch in den USA“ herangegangen. Wie sich herausgestellt hat, waren alle meine Bedenken begründet.

Nach langem sinnlosen Googlen habe ich mich letztendlich für „Fantastic Sams Hair Care Salons“ in Rolando entschieden. Alle Friseure hier waren in etwa gleich bewertet, also habe ich mich einfach für den kürzesten Weg entschieden.  

Vorab habe ich erstmal bei Fantastic Sams angerufen und nach einem Termin gefragt. Wie sich herausgestellt hat, ist das gar nicht nötig. Man teilte mir mit, ich solle einfach vorbeikommen und sie würden dann schauen, was sich machen lässt. Gesagt, getan. Nach etwa 30 Minuten Fußweg hatte ich den Salon erreicht und musste nicht lange warten. Es war mir auch nicht peinlich, zu sagen, dass ich mit großem Respekt an die Sache herangehe. Die Friseurin (Linda heißt sie) sagte mir jedoch, ich sei in guten Händen. Mit ein bisschen Aufregung setzte ich mich dann auf den heißen Stuhl. Es ging auch gleich los und nach kurzer Absprache (ich wollte meine Haare genauso, wie auf meinem Profilfoto) setzte Linda dann mit der Maschine an… und sie hörte nicht mehr auf. Ich habe selten einen Friseur gesehen, der so unnötig viel mit der Maschine arbeitet. Generell musste ich auch die ganze Zeit anleiten und ihr bei jedem noch so kleinen Schritt erklären, wie ich das ganze haben möchte. Das ist an sich ja auch gewollt und okay, jedoch hatte ich ihr vorher und währenddessen ein Bild gezeigt, auf dem genau zu sehen war, wie sie die Haare schneiden soll. Es wirkte auf jeden Fall alles sehr unsicher und verhalten.

Nachdem meine Seiten dann kurz geschoren waren, ging es an’s Haare waschen. Das war der Moment, in dem mir die ganze Sache dann noch suspekter wurde, denn normalerweise wäscht man die Haare ja, wenn überhaupt, vorher. Nach ein bisschen Geschnippel auf meinem klatschnassen Kopf war der Haarschnitt dann „fertig“. Zumindest Lindas Ansichten nach. Nach weiteren Instruktionen meinerseits und ca. 10 Minuten später habe ich dann aufgegeben, $15.99 und $2.00 Trinkgeld (ich bin einfach zu nett) bezahlt und den Laden mit Entsetzen verlassen. Den Haarschnitt habe ich dann selbst Zuhause vorm Spiegel perfektioniert und kann jetzt endlich sagen, dass es in etwa so ist, wie ich es haben wollte.

Mein Rat an dieser Stelle: Geht kurz vor dem Flug in Deutschland nochmal zum Friseur eures Vertrauens und lasst euch die Haare so schneiden, dass sie ein halbes Jahr keinen Schnitt mehr nötig haben. Zumindest wenn ihr so viel Wert auf euren Haarschnitt legt, wie ich. Natürlich kann es sein, dass ich entweder zu heftig reagiere oder ich einfach wirklich Pech mit der Wahl des Salons hatte, aber so wie ich die Meinungen hier mitbekommen habe, trifft das bei vielen Friseuren hier zu. Für meinen nächsten Friseurbesuch werde ich mich definitiv bei einem anderen Salon melden. Spätestens dann gibt es Klarheit, woran es denn jetzt wirklich gelegen hat.

Soviel zu meinem ersten Friseurbesuch in den USA. Seht das Ganze als Warnung!

Hier noch ein kleines bisschen Werbung für meinen Instagram-Account: instagram.com/sebastian_sd2014

Lieben Gruß,

Sebastian

Fantastic Sams Hair Care Salons

Sebastian Mack zuletzt bearbeitet am 14.09.2014