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Tijuana/Mexiko

Hallo liebe Leser,

erstmal dickes SORRY, dass sich hier seit 2 Wochen nicht wirklich was getan hat. Es ist jetzt schon Oktober und ich kann kaum glauben, dass ich schon zwei Monate hier bin. Naja, wie dem auch sei. Wie meine Instagram-Follower sicher schon gemerkt haben, war ich in Tijuana/Mexiko. Darüber werde ich euch heute berichten.

Vorab muss ich sagen, dass ich Tijuana noch nicht bei Tag gesehen habe, da wir nur dorthin gefahren sind, um zu feiern. Es hat sich jedoch wirklich gelohnt, auch wenn es gleichermaßen stressig war. Da wir nicht mit dem Auto gefahren sind, mussten wir wohl oder übel die Trolley nehmen und wie ich ja schon in früheren Blogs angekündigt habe, dauert das ewig. Nach ca. 1,5 bis 2 Stunden Fahrt kamen wir in San Ysidro an. Das ist die Endhaltestelle der Blue Line und somit auch die letzte Haltestelle vor Tijuana. Von dort aus kann man dann auch über die Grenze laufen. Ich warne euch schon mal vor: Es ist besonders schön. Man merkt gleich beim Übertreten der Grenze, dass es schmutziger und alles in allem einfach nicht mehr so schön ist, wie in San Ysidro und das heißt schon was, denn auch San Ysidro ist nicht gerade der schönste Teil von San Diego.

Nach ca. 10 Minuten Fußweg kamen dann einige mexikanische „Wachmänner“ auf uns zu. Ich habe leider keinen besseren Begriff, weil ich nicht wirklich weiß, was deren Job ist, außer Touristen zu den Taxis zu drängen und zu zwingen, eines zu nehmen. Das haben sie nämlich mit uns gemacht. Wir hatten Glück, dass eine Freundin von uns, die mit dabei war, ihre Kindheit in Mexiko verbracht hat und so alles klären konnte. Wären wir allein gefahren, hätte das wohl nicht so gut geklappt, denn Englisch spricht dort niemand. Zumindest niemand, mit dem ich versucht habe, mich zu unterhalten. Naja, nach ca. 3 Minuten unnötiger Taxifahrt kamen wir dann im Club „El Alebrije“ an. Wir wussten leider nicht, dass es einen Dresscode gab. Chucks oder Turnschuhe generell wird dort nicht gern gesehen, also haben wir den Türsteher mit $20.00 bestochen, uns reinzulassen. Leute bestechen kann man dort scheinbar ganz gut. Obwohl der Club riesig ist und man sich schick anziehen muss, war der Eintritt von $7.00 ziemlich günstig. Die Drinks waren preislich auch okay, auch wenn die Preise scheinbar je nach Person und/oder Geschlecht variiert haben. In Mexiko gibt es für Clubs übrigens kein wirkliches Zeitlimit. Es ist ja bekannt, dass in San Diego alle Bars und Clubs um Punkt 1:30Uhr schließen. In Mexiko wird die ganze Nacht durchgefeiert. Bilder vom Club gibt es natürlich auf Instagram.

Da wir einen langen Rückweg vor uns hatten, haben wir den Club so gegen 4 oder halb 5 morgens verlassen. Genau weiß ich das nicht mehr. Der Weg zurück zur Grenze war jedenfalls alles andere, als schön. Das Taxi hat uns an einen Ort gebracht, der jenseits von dem war, was ich mir an Armut vorstellen kann. Da waren Gruppen von Kindern, die mit offenen Händen vor uns standen, damit wir ihnen Geld geben, während sich ihre Mutter auf dem Bordstein übergeben hat. In solchen Momenten wird einem bewusst, wie gut man es doch hat. Nach diesem Schockerlebnis dachten wir, wir seien der Grenze schon etwas näher. Wäre da nur nicht die riesige Schlange gewesen, die sich vorm Grenzübergang gebildet hatte… Dort haben wir dann etwa 2 Stunden verbracht, bis wir endlich wieder in San Ysidro waren und dann noch mal eine gute halbe Stunde, bis unsere Reisepässe dann endlich begutachtet wurden und wir wieder auf amerikanischem Boden standen. Die Trolley hatten wir natürlich so gerade verpasst, sodass wir dann noch schnell bei McDonald’s frühstücken konnten. Alles in allem hat uns der Weg nach Hause ca. 5 Stunden anstrengende Lebenszeit gekostet. Die Erfahrung war es jedoch definitiv wert! Was ihr noch wissen müsst, ist, dass das Formular I-20 und der Reisepass nicht genug sind, um wieder einreisen zu dürfen. Ihr müsst euch vorher auf jeden Fall das Formular I-94 besorgen. Dieses bekommt ihr auf der Website der „U.S. Customs and Border Protection.“

Das war’s erst mal!

Lieben Gruß,

Sebastian

 

El Alebrije

Sebastian Mack zuletzt bearbeitet am 03.10.2014