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Los Angeles

Hallo liebe Leser,

nach nun 5 ½ Wochen in Amerika waren wir endlich (mehr oder weniger spontan) in Los Angeles. Mehr oder weniger spontan aus dem Grund, dass wir (insg. 8 Personen) montags entschieden haben, freitags loszufahren. Wir hatten erst geplant, uns über eines der zahlreichen Car Rentals einen Van zu mieten. Das Ganze war aber viel zu teuer, um es überhaupt wirklich in Betracht zu ziehen, also haben wir uns von dem Gedanken schnell wieder verabschiedet und ca. 15 Minuten später waren die Greyhound-Bus-Tickets dann auch schon gebucht ($15/Person/Fahrt).

Ich muss sagen, dass ich der Sache mit dem Bus anfangs skeptisch gegenüber stand, weil es scheinbar bekannt ist, dass nur arme Kriminelle die Busse nutzen. Ich muss zugeben: Am Bus-Terminal (ja, es gibt dort tatsächlich Terminals) saßen tatsächlich ein paar zwielichtige Gestalten herum. Ich würde jedoch nicht behaupten, dass diese Leute aussahen, wie Kriminelle. Es war also, mal wieder, nur ein Gerücht (oder wir hatten einfach Glück). Die Fahrt an sich war sehr angenehm. Der Bus war gut klimatisiert, die Sitze waren bequem und es gab Steckdosen für’s Handy – perfekt! Nach etwas über 2 Stunden Fahrt waren wir dann auch schon da, in Downtown Los Angeles.

Der erste Begriff, der mir in den Kopf kommt, wenn ich an Downtown Los Angeles denke, ist: Urin! Danach riecht es leider überall. Downtown San Diego ist da wirklich um Welten sauberer, schöner und wohlriechender! Erwartet also nicht allzu viel. Hunger hatten wir übrigens trotzdem und sind nach nicht allzu langem Fußweg an einem Food Court angekommen, der wirklich sehr zu empfehlen ist. Es gibt dort Gerichte aus allen Kulturen, die einem so einfallen, wenn man an Essen denkt. Sollte man hier doch nichts finden, gibt es gegenüber auch ein McDonald’s, sowie einen Subway. Man sollte es also schaffen, nicht zu verhungern. 

Nach dem Essen haben wir uns dann entschieden, zum Hostel zu fahren, um unsere Rucksäcke loszuwerden. Das Hostel heißt „Hollywood & Highlands Hostel & Hotel“ und ist wirklich sehr zu empfehlen! Es ist sauber, kostet nur $30 die Nacht und liegt auf dem Walk of Fame(!!!). Etwas Besseres wird man in LA wohl kaum finden. Da wir wirklich nicht sehr viel geplant hatten, sind wir einfach mal raus auf die Straße gegangen und haben uns die Sterne der Promis auf dem Boden angeguckt. Wirklich herausgestochen haben dabei die Sterne von Robin Williams, aber vor allem der von Joan Rivers (die ja beide vor kurzem verstorben sind). Man hatte ein bisschen das Gefühl, man steht auf dem Friedhof an einem Grab, da beide Sterne wirklich schön verziert waren (Bilder gibt’s auf meinem Instagram).

Nachdem wir alle interessanten Sterne begutachtet hatten, haben wir spontan eine Sightseeing-Tour gebucht. Die Ansprechpartner dazu kann man gar nicht verfehlen, da sie einem den ganzen Tag auf den Geist gehen. Ich habe es dann geschafft, das Angebot von $40 pro Person auf $15 pro Person herunterzuhandeln. Probiert also euer Glück! Wenn ihr etwas redegewandt seid, dürfte dem nichts im Wege stehen. Die Tour an sich war sehr unterhaltsam und man sieht eine Menge von LA. Meiner Meinung nach, ist es ein Muss, bei so etwas LA-typischem mitzumachen. Nach der Tour haben wir dann bei Hooters gegessen. Den Abend wollten wir so aber nicht ausklingen lassen, also entschieden wir uns dazu, feiern zu gehen.

Wir saßen also im Hostel und haben vorgeglüht, als plötzlich jemand in der Tür stand. Wie sich herausstellte, war dieser jemand ein Mitarbeiter des Clubs „Ohm“, etwa 100m vom Hostel entfernt. Glück muss man haben, denn Romeo (so hieß dieser jemand) hat uns freien Eintritt verschafft! Dem ersten Tag in LA haben wir so also ein gebührendes Ende bereitet.

Dieses gebührende Ende habe ich am nächsten Morgen jedoch etwas bereut. Wir sind extra früh aufgestanden, um den ganzen Tag nutzen zu können und haben einen recht frühen Bus zum Santa Monica Pier genommen. Es war super! Der Pier ist riesengroß, es gibt einen kleinen Freizeitpark, viele Schausteller und gutes Essen. Wenn man nach LA fährt, ohne sich den Santa Monica Pier anzuschauen, hat man definitiv etwas verpasst! Man kann übrigens von hier aus sehr schön zum Venice Beach laufen. Es gibt einen geteerten Weg, der einen direkt dorthin führt. Venice Beach beeindruckt vorrangig durch seine Attraktionen, wie z.B. den Skate Park, Muscle Beach oder seine Straßenkünstler. Außerdem gibt es eine ganze Menge Souvenir-Shops. Verschwendet eure Zeit nicht damit, am Strand zu liegen. Das kann man in San Diego auch. Nachher sind wir dann noch ins Grove-Shopping-Center gefahren, in dem u.A. auch die Statue des „Spirits of Los Angeles“ zu finden ist. Hier gibt es auch einen enorm großen (und etwas überteuerten) Food Court.Nehmt Bargeld mit! Bei den meisten Fressbuden kann man dort nicht mit der Kreditkarte zahlen. Der zweite Tag war damit vollbracht und wir haben ein bisschen Schlaf nachholen können.

Am nächsten Tag sind wir dann nach ein bisschen Shopping ins Planetarium gefahren. Wirklich eine sehr schöne Erfahrung, die ich jedem empfehlen würde. Das Planetarium liegt übrigens an einem Fleck, an dem man wunderbar Bilder mit dem Hollywood-Zeichen machen kann. Macht es also gleich dort, anstatt unnötig in LA umherzufahren und am Ende doch keinen guten Platz zu finden. Nach dem Planetarium haben wir dann noch in einem mexikanischen Restaurant in Downtown gegessen und waren um ca. 10 Uhr wieder in San Diego. Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem ich mich wieder ein bisschen heimisch gefühlt habe. Es ist wirklich verblüffend, wie schnell man sich hier einlebt.

Eine Anmerkung habe ich noch: Sollte in nächster Zeit (bis Ende Dezember) jemand bei „The Suites on Paseo“ einziehen, wäre es wirklich super, wenn ihr meinen Namen in das kleine Feld unten auf dem Leasing-Vertrag schreiben würdet. Damit würdet ihr mir wirklich einen großen Gefallen tun!

Das war’s erst mal!

Lieben Gruß,

Sebastian

PS: Bilder findet ihr natürlich, wie immer, unter http://instagram.com/sebastian_sd2014

Hollywood

Sebastian Mack zuletzt bearbeitet am 14.09.2014