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Reading Week

Fünf Wochen Vorlesung sind nun bereits vorbei. Allerdings muss man sich die Vorlesungen auch etwas anders vorstellen als bei uns:

  • Bei mir dauert eine Vorlesung drei Stunden. In anderen Studienfächern kann es jedoch auch vorkommen, dass es nur zwei Stunden sind.
  • Mit Vorlesungen wird erst um 9 oder 10 Uhr angefangen, es kann aber auch sein, dass man nur nachmittags Vorlesung hat. Eine Mitbewohnerin von mir muss sogar nur abends an die Uni, obwohl sie ein Full-Time Studium absolviert.
  • Die drei Stunden sind in zwei Teile aufgeteilt: Vorlesung und Seminar. Das heißt, in einem Teil ist es eine ganz normale Vorlesung und während dem Seminar müssen wir meisten Gruppenarbeiten machen. Es hat ein bisschen mehr von Schule als von einer Universität.

 

Aber so ein anderes System hat auch Vorteile: Man unterhält sich mit den meisten Leuten, wir sind nur ca. 30 Studenten in unserem Kurs,... Von meinen Mitbewohnern habe ich erfahren, dass sie teilweise sogar nur 8 oder 12 Studenten in der Vorlesung sind.

 

Die Prüfungsleistungen werden hier auch nicht als Prüfungen am Ende des Semesters erbracht. Bei mir sieht es folgendermaßen aus:

  • In einem Modul habe ich eine Prüfung Mitte November, die 25% der Endnote zählt, und muss eine Hausarbeit für die restlichen 75% schreiben.
  • In  Managing Projects müssen wir eine Gruppen-Hausarbeit abgeben.
  • Und auch in den restlichen Modulen muss ich jeweils eine Hausarbeit abgeben, die jeweils die volle Prüfungsleistung darstellt.

 

Um sich auf diese assignments vorbereiten zu können, gibt es die Reading Week. Das ist eine Woche, in der man „frei“ hat, man sollte die Zeit dafür nutzen, die letzten Wochen Vorlesungen Revue passieren zu lassen und mit seinen assignments zu beginnen. Aber die Professoren sagen auch, man soll sich freie Zeit nehmen.

 

Das haben sich meine Mitbewohner und ich natürlich nicht zwei Mal sagen lassen, man lebt schließlich nicht für immer in London. Und London hat einfach zu viele Sachen zum Anschauen! Zum Beispiel London im Sonnenuntergang.

 

Oder der Borough Market, wenn man keine Lust hat, zu kochen. Und das in der Vor-Halloween-Zeit:


Mareike Sawallich zuletzt bearbeitet am 02.11.2016