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Contemporary Strategic Analysis

Ich freue mich sehr zu hören, dass einige meinen Blog lesen und ich wurde schon mehrmals auf Facebook zur Fächerwahl angeschrieben. Heute möchte ich euch gerne über ein weiteres Fach berichten, das ich in Semester 2, 2017 gewählt habe. Die Unit hat mir sehr gefallen und ist absolut weiterzuempfehlen. Diese Unit fand letztes Semester immer von 18-21 Uhr abends statt und ich hatte auf dem Hin-und Rückweg immer einen unglaublichen Blick auf Brisbane's Skyline.

Contemporary Strategic Analysis

Ich habe so viel gelernt und es war oft fordernd und sehr spannend! Warum? - erzähle ich euch nach einer kurzen Beschreibung des Inhalts. 

In dieser Unit haben wir viele verschiedene strageische Frameworks kennengelernt (auch viele, die ich aus meinem Bachelor noch nicht kannte) und wie wir basierend auf diesen Konzepten Strategie-Entscheidungen treffen können. Des Weiteren wurden Probleme bei der strategischen Platzierung von Produkten und Unternehmen besprochen und anhand von aktuellen Beispielen und Firmen erklärt. Es wurde besonders Wert darauf gelegt, Wettbewerbsanalysen mit Hilfe verschiedener Tools durchzuführen. Der Aufbau der Vorlesung hat dabei sehr geholfen. In den ersten zwei Stunden wurden diese Frameworks erläutert und Studenten wurden aktiv aufgefordert sich an Diskussionen zu beteiligen bzw. wurden manchmal einfach zu ihrer Aufassung zu einem bestimmten Case gefragt (immer schön aufpassen ;p). In der letzten Stunde hat jeder Tisch eine Case Study bekommen und sollte die erlernten Tools anwenden und eine Wettbewerbsanalyse durchführen oder eine strategische Entscheidung treffen. Es war nicht nur sehr interessant neue Tools zu erlernen sondern auch notwendig, um die Aufgaben danach lösen zu können. Unser Lecturer, Patrick, hat uns den Stoff sehr gut erklärt und uns trotzdem gefordert, in dem wir den Stoff immer wieder in eigenen Worten erklären sollten oder auf bestimmte Unternehmen spontan anwenden. 

Assignments:

Dieses Fach besteht aus mehreren Assignments die aufeinander aufbauen. Der Hauptbestandteil dieses Faches ist eine Unternehmenssimulation, die man mit einer meist zufällig  zusammengestellten Gruppe (und dabei wird darauf geachtet, dass unterschiedliche Nationalitäten zusammenarbeiten) über mehrere Wochen durchführt. Dabei trifft man 1-2 mal wöchentlich strategische Entscheidungen und spielt gegen alle anderen Teams aus dem Kurs in einer virtuellen Welt. In diesem Fall hatte jedes Team ein IT-Unternehmen mit den Produkten Hardware, Software und Systems. Wir mussten HR-, Marketing-, Finance-, CEO- und alle anderen Entscheidungen treffen, die in der realen Welt getroffen werden müssen. Das war oft fordernd, da ich kein Finance-Profi bin aber sehr lehrreich, da ich mir viel Stoff aus anderen Bereichen angeeignet habe. Die Simulation wurde gestartet, nachdem jedes Team einen strategischen Plan erstellt hat, der die Unternehmensziele und konkrete SBU-Ziele enthält wie beispielsweise: Steigerung des Innovationsfaktors um 20% in Periode 4. Diesem Plan konnte wir folgen oder ihn abändern, je nachdem wie unser Unternehmen in der virtuellen Welt performt. Es war so spannend, jeden Donnerstag um 11 Uhr abends das Ergebnis unseres Stock-Preises zu beobachten, das könnt ihr mir glauben. Jeden dieser Abende saßen mein Team und ich vor dem PC und haben uns alle gleichzeitig bei Whats App übermittelt, dass wir wieder den höchsten Stock-Preis haben. Soweit ich mich richtig erinnere, zählt die Simulation 40%, inklusive des Peer-Assessments Factors, die Bewertung deines Engagements von deinen Teamkollegen. In meinem Team waren Anh aus Malaysia, Therese aus Norwegen und CJ aus China, ein sehr guter Mix und alle aus verschiedenen Business Bereichen wir HR, Management und Finance. Das nächste Assignment in der Mitte der Simulation war eine strageische Analyse, in dem die erlernten Tools angewendet werden sollten und dieses Assignment hat 20% der Gesamtnote ausgemacht. In dem letzten Assignment in der Exam Period mussten wir die gesamte Simulation, getroffene Entscheidungen, Ergebnisse, die Teamdynamik und unsere persönliche Arbeit im Team reflektieren und Lösungsvorschläge darbieten oder Verbesserungsvorschläge, wie ein besseres Ergebnis hätte erreicht werden können. Dieses Assignment hat 40% der Note ausgemacht.

Dieses Fach ist definitiv mehr auf Aufwand als eventuell andere Fächer, aber der Aufwand lohnt sich. Die Simulation hat nicht nur Spaß gemacht, sondern war so lehrreich, dass ich das Fach am liebsten nochmal wählen würde. Die Reflexion am Ende war teilweise wirklich fordernd, da es nicht leicht ist sich selbst im Team zu reflektieren und zu kritisieren. Auf jeden Fall ein sehr tolles Fach!

 

Julia Moritz zuletzt bearbeitet am 06.12.2017