< zurück zum Blog von Susanne Petrikowski
< zurück zum Universitätsprofil: La Trobe University

Great Ocean Road Trip

Letztes Wochenende hab ich die Gelegenheit genutzt und bin mit einer Gruppe von Studenten zur Great Ocean Road gefahren. Der Trip wurde von einer studentischen Community organisiert und war kostenlos. Wenn es in Australien was umsonst gibt, muss man direkt zuschlagen :)

Morgens um 6:30 haben wir uns am Campus getroffen. Dies stellte für mich eine neue Herausforderung dar. Da ich nicht in der Nähe der Uni wohne, musste ich bereits um 5:13 mit dem Nightrider fahren. Also hab ich mich warm eingepackt in Kaputzenpulli und mit Rucksack auf den Weg gemacht. Mit mir waren noch eine ganze Menge „Partygänger“ im Bus, die gerade vom Feiern nach Hause kamen. Das war ein komisches Gefühl. Doch bereits auf der Fahrt habe ich eine Inderin getroffen, die auch zur Uni unterwegs war.

Etwas durchgefroren und müde kam ich beim Treffpunkt an. Der Bus kam allerdings etwas zu spät, so dass wir noch eine halbe Stunde warten mussten. Aber ich habe bereits in meinen zwei Monaten hier gelernt: Aufregen bringt nichts, dadurch geht’s auch nicht schneller. Einfach alles ein bisschen entspannter sehen und relaxt durchs Leben gehen - bringt mehr.

Alles in allem hat die Fahrt gute 2 Stunden gedauert, bis wir am offiziellen Anfang der Great Ocean Road angekommen waren. Der Tag war super sonnig und das frühe Aufstehen hat sich bereits beim ersten Stopp gelohnt. Das Meer war tief blau, die Felsen wurden von der Sonne angestrahlt und die Luft war salzig. Die Great Ocean Road ist eine ca. 240 km lange Küstenstraße. Der bekannteste Stopp ist wahrscheinlich bei den 12 Aposteln, einer Felsformation im Wasser. An vielen Haltepunkten der Great Ocean Road gibt es BBQ Stations. Auch fährt man immer wieder durch kleinere Ortschaften, wie zum Beispiel Apollo Bay. Dort gibt es ein paar Läden, Cafes und Restaurants. Die Straße ist einfach malerisch, aber man muss kurvensicher sein. Mir wird schon seit ich klein bin immer schlecht bei kurvenreichen Straßen, also war ich dankbar für jeden Stopp, den wir gemacht haben. Leider waren bei den meisten Aussichtspunkten viele Touristen und man musste sich nach vorne durchkämpfen, um die beste Aussicht zu haben. Auch neu waren für mich die sog. Selfie-Sticks, eine lange Stange am Smartphone, die es möglich macht, ein Selbstportrait mit mehr Hintergrund aufzunehmen, als es die bloße Hand schafft. Nicht überraschend war die Tatsache, dass dieses Gerät ausschließlich von Leuten des asiatischen Kulturkreises eingesetzt wurde.

Der Trip endete mit einem letzten Stopp am Strand in einer von Felsen umgebenen Bucht. Hier konnten wir den Sonnenuntergang genießen, bevor es dann wieder zurück nach Melbourne ging. Die Fahrt zurück dauerte ca. 3 Stunden, somit waren wir erst um halb 10 wieder an der Uni. Bis ich zu hause war, war es 11 und ich bin hundemüde ins Bett gefallen.

Die Woche danach hieß es Schreiben, Schreiben, Schreiben. Ich hatte mir das Ziel gesetzt, mein Essay bis Mitte September fertig zu bekommen. Leider hat mein Laptop am vorletzten Tag den Geist aufgegeben und ich musste an einem der Uni-PCs weiterarbeiten. Aber das Ziel wurde erreicht und ich kann jetzt in vollen Zügen die Zeit mit meinem Freund genießen.

12 Apostel

Susanne Petrikowski zuletzt bearbeitet am 19.09.2014