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Favourite Spots in Melbourne

Da ich bereits 5 Monate in der Multi-Kulti Stadt Melbourne lebe, möchte ich diesen Blogeintrag dazu nutzen, meine Lieblingsplätze vorzustellen.

Da Melbourne ein Melting Pot verschiedenster Menschen aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt ist, gibt es hier so ziemlich alles zu essen. Wenn man gerne asiatisch speist, ist es sehr zu empfehlen, einmal durch China Town zu schlendern. Dort gibt es beispielsweise „Dumpling“. Dabei handelt es sich um eine Art chinesische Maultasche, die entweder als Suppeneinlage oder mit einer Soße serviert wird. Dumpling kann man mit Fleisch, Fisch oder Veggie-Füllung bekommen.  Wenn man einen richtig guten Burger essen will, kann ich „Healthy Burger“ in der Degraves St empfehlen. Zwischen den großen Hauptstraßen befinden sich häufig kleine „Lanes“, die mit kleinen Boutiquen und sonstigen Krimskrams-Läden, Cafés und Restaurants nur darauf warten, erkundet zu werden. Manchmal ist es gar nicht so einfach, diese Lanes zu finden. Im CBD herrscht ein ziemliches Durcheinander an Geschäften und geschäftigen Menschen. Degraves St ist jedenfalls eine dieser kleinen Lanes ganz in der Nähe der Flindersstreet Station und dort gibt es Healthy Burger und Perk up Burger. Letzteres ist ein winziger Laden, aber die Besitzerin ist wahnsinnig nett und es ist sehr gemütlich dort.

Melbourne würde ich als sehr alternative Hipster-Stadt bezeichnen. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb die non-profit food company „lentil as anything“ schon drei Restaurants aufgemacht hat. Das Konzept ist leicht erklärt. Es gibt ein Buffet mit warmen Speisen sowie Dessert, alles ist vegetarisch und manches sogar vegan. Man kann sich so viel auftun, wie man möchte und auch so oft nachnehmen, wie man möchte. Dann sucht man sich einen Tisch und schlemmt erstmal. Es gibt Bedienungen, die sich immer wieder nach dem Wohlbefinden der Gäste erkundigen>>>sehr freundlich, eben australischJ. Nach dem Essen kann man dann noch Kaffee, Tee oder Kakao bestellen. Bevor man geht, schmeißt man eine Spende in die dafür vorgesehenen Spendenboxen. Man kann so viel geben, wie einem das Essen wert war und man angemessen findet. Alle Köche und Bedienungen arbeiten ehrenamtlich als „volunteers“ bei „lentil as anything“. Ziemlich verrücktes Konzept, wird aber hier in Melbourne super angenommen. Als ich letzes Wochenende dort war, hat mir eine 95-jährige Frau erzählt, dass sie heute mit ihrer Enkelin hier ist und es hat ihr super gefallen. Dieses Restaurant ist einfach für alle Altersschichten was. Wenn man in Melbourne ist, unbedingt vorbei kommen.

Wenn man gerne Süßkram isst, dann ist Zumbo genau die richtige Adresse. Der Laden ist etwas versteckt im Osten der Stadt in South Yarra. Das moderne Design und die unschlagbar gutaussehenden kleinen Törtchen, Macarons und Kuchen sehen einfach zum Anbeißen lecker aus. Man muss allerdings am Vormittag kommen, sonst ist die Auswahl sehr dezimiert. Der Laden schließt, wenn alles ausverkauft ist. Es gibt zwei fantastische Eisdielen in Melbourne. Beide befinden sich in Fitzroy. Das eine ist „Messina Gelato“ in der Smithst und das zweite heißt „N2“ und ist in der Brunswickst. Bei Messina gibt es wahnsinnig viele verschiedene (teilweise auch abgefahrene) Eissorten und der Laden hat coole Beats und Fitzroy-style. Man kann hinter einer Glasscheibe die Produktion verfolgen. Meistens ist ziemlich viel los und man muss sich in die lange Schlange einreihen, aber das Warten lohnt sich wirklich. Bei N2 gibt es jede Woche eine neue Eiskarte. Es gibt nur ca. 6-8 verschiedene Sorten, aber dafür wird das Eis vor den Augen der Kunden in der Kitchenaid Küchenmaschine zubereitet. Das Personal trägt Schutzbrillen und wenn das Trockeneis in die Maschine kommt, steigt weißer Nebel auf. Wirklich cool, da mal zuzuschauen.

Genug vom Essen. Melbourne liegt direkt am Meer und die Strandviertel St. Kilda und South Melbourne sind auf jeden Fall einen Besuch wert. St. Kilda ist eher touristisch angelegt mit Hotels, einer Strandpromenade, vielen kleinen Cafés und hat einen schönen langen Pier. Wenn man Glück hat, kann man bei Sonnenuntergang kleine Pinguine an Land kommen sehen. South Melbourne ist meiner Meinung nach authentischer. Auch hier gibt es kleine Cafés und Boutiquen. Der Strand ist nicht so schön angelegt wie in St. Kilda, dafür ist er meistens leerer und man hat viele Beach Volleyballfelder, um sich auszutoben. Auch zu empfehlen ist der South Melbourne Market. Hier gibt es quer Beet alles: Lebensmittel, Klamotten, Küchensachen, Haustierbedarf, Blumen und Teppiche. Es ist ein Mix aus allem und man kann gemütlich durchschlendern und sich alles anschauen. Mitten im CBD gibt es die Block Arcade, eine kleine Arkade mit schönen und auch sehr teuren Läden. Besonders hat es mir das kleine Café angetan. Dort gibt es wahnsinnig gute Kuchen und das Ambiente innen ist einfach toll. Es hat ein sehr altmodisches, aber edles Flair.

Besonders berühmt ist der Queen Victoria Market. Dieser ist viel grösser als der South Melbourne Market und man kann besonders günstig Obst und Gemüse kaufen. Außerdem gibt es eine Delikatessenabteilung mit gutem Käse, eingelegten Leckereien und Süßwaren. Darüber hinaus gibt es auch noch ein ziemlich großes Angebot an non-food-Artikeln. Wenn man noch ein Souvenir braucht, kann man durchaus hier fündig werden. Allerdings gibt es auch viel Kitsch und Ramsch.

Der Yarra River fließt durch Melbourne und man kann diesen an der schön ausgebauten Promenade von der Flinders St Station über Southbank nach South Warf spazieren. Dabei kommt man quasi am Eureka Skydeck Tower vorbei. Dies ist das höchste Gebäude von Melbourne und Besucher können mit dem Aufzug hochfahren und den ultimativen Blick über die Stadt genießen.

Melbourne ist die Hauptstadt von Victoria und deshalb befindet sich hier auch das Parliament of Victoria. Besucher können eine kostenlose 45-minütige Führung durch die Räumlichkeiten, in denen die Politiker arbeiten, machen. Man lernt etwas über das politische System Australiens, was das Upper House und das Lower House macht, und natürlich etwas über die Architektur des Gebäudes. Besonders die Bibliothek fand ich traumhaft. Sehr alt und der Stil hat mich sehr an England erinnert. Auf jeden Fall empfehlenswert, dort mal vorbeizuschauen.

Ich merke gerade, dass es so viele tolle Sachen in Melbourne zu entdecken gibt, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Lohnenswert ist zum Beispiel auch noch eine Fahrt mit einer der alten Straßenbahnen (City Circle). Das ist kostenlos und man bekommt auch noch touristisch interessante Informationen während der Fahrt. Von meinem Stadtteil Brunswick hab ich ja bereits erzählt. Hier kann ich einen Spaziergang entlang der Sydney Road empfehlen und einen Stopp bei „Green Refectory“. Das ist ein kleines Cafe im Shabby–Chic-Look und dort gibt es super leckeren Cheesecake und richtiges Aussie-Frühstück.

 

 

Streetart

Susanne Petrikowski zuletzt bearbeitet am 19.11.2014