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Money matters

Money matters…

Australien ist mit Sicherheit nicht das günstigste Land für ein Auslandsstudium. Und wenn man nicht gerade ein Schloss zuhause stehen hat, muss man lernen, zu verzichten. Nicht gerade eine meiner Stärken. Aber mit der Zeit hat man ein paar Spartricks gelernt und weiß, wo die Schnäppchen zu holen sind. Wohnen in Melbourne ist teuer. Die Miete wird im Wochentakt berechnet und nicht pro Monat, das macht das ganze nochmal teurer. Für ein halbwegs brauchbares Zimmer zahlt man zwischen 400€-600€ im Monat. Nach oben sind die Grenzen selbstverständlich offen. Billiger wird’s, wenn man sich das Zimmer mit einer oder mehr Personen teilt. Das kam für mich allerdings nicht infrage. Ich fand es wichtig, einen Rückzugsort zu haben und auch einen Platz, an dem ich meine Essays in Ruhe schreiben kann. Billige Lebensmittel kann man gut bei Aldi kaufen. Es gibt dort sogar deutsche Schoki und Lebkuchen. Obst und Gemüse gibt es günstig auf dem Queen Victoria Market und es lohnt sich, auch mal beim Gemüsehändler um die Ecke zu schauen, dort sind die Saisonprodukte oft günstiger als bei den großen Supermarktketten „Coles“ und „Woolworths“. Ansonsten finde ich persönlich Obst und Gemüse teurer als in Deutschland. Hackfleisch hingegen bekommt man schon recht günstig. Mein Lieblingsessen ist Lasagne. Das hat nach kurzer Zeit auch meine WG wie von selbst mitbekommen J. Ich esse sehr gerne Jogurt mit Früchten zum Frühstück. Doch seit ich hier in Melbourne lebe und den Preis für einen Becher Naturjogurt gesehen habe, bin ich auf Haferflocken umgestiegen. Außerdem ist jegliche Art von Käse sowie Fisch, Meeresfrüchte und Nüsse teuer. Milch ist günstig und Brot auch. Mit der kleinen Besonderheit, dass es kein richtiges Brot gibt, nur 25 verschiedene Sorten ToastJ. In Melbourne hab ich allerdings Glück, weil es einen deutschen Bäcker gibt mit richtigem deutschen Schwarzbrot und Vollkornbrot. Den findet man direkt an der Ecke Flindersst/Elisabethst. Dort kann man sogar auf Deutsch bestellen – sehr sympathisch. Ein Brot kostet dort $7, was ca. 5€ entspricht. Für ein bisschen Heimatgefühl muss das schon drin sein. Ich persönlich habe immer auf die Angebote im Supermarkt geschaut. Schokolade wurde nur zum halben Preis gekauft und wenn drei Mangos billiger waren als eine, dann wurden es eben drei. Naja, so schlimm ist es hier auch nicht. Nudeln, Pesto und Tomatensoße beispielsweise kosten genau so viel wie in Deutschland. Wenn man ein bisschen auf die Angebote schaut und nicht immer das teure Markenprodukt nimmt, sondern sich auch mal mit der Eigenmarke des Supermarkts zufrieden gibt, dann kann man hier gut zurecht kommen und sogar noch sparen. Mir ging es nämlich so, dass ich die Preise nicht mehr umgerechnet habe, sondern eher so eins zu eins betrachtet habe. Und wenn ein Muffin dann $3 gekostet hat, dann hab ich mir gedacht, also für 3€ ist der aber ganz schön klein. Was allerdings wirklich unvermeidbar teuer ist, ist Essengehen im Restaurant und Alkohol. Letzteren gibt es hier auch nicht im normalen Supermarkt (abgesehen von Aldi – echt Deutsch), sondern nur in den „bottle shops“.

Genug von Geld!

Fazit: Es schadet nicht, mit etwas mehr Taschengeld nach Australien zu kommen und wenn man mit dem gleichen Budget wie in Deutschland auskommen will, dann heißt das: Sparfuchstricks anwenden (der Woolworths bei mir um die Ecke hat ab 17 Uhr immer die Backwaren für $1 verkauft), verzichten und selbst den Kochlöffel schwingen.

Southbank

Susanne Petrikowski zuletzt bearbeitet am 25.11.2014