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Erste Eindrücke

Ich bin jetzt seit genau einer Woche in Melbourne und es ist schon viel passiert.

Bereits im Flugzeug habe ich einen netten Australier kennengelernt, der mir sogar gleich seine Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel geschenkt hat. In Melbourne braucht man eine „Myki-Card“. Auf diese lädt man Geld auf und muss sie jedes Mal, wenn man ein Fahrzeug betritt, an einen Automaten halten, der dann das Fahrtgeld abbucht.

Am Flughafen haben mich Mark und Megan abgeholt. (Danke an Schwimmi, der mir diesen Kontakt vermittelt hat.) In Australien sind die Leute sehr freundlich und wollen einem gleich helfen. Sei es wenn man den Weg nicht kennt oder das Spiel der deutschen Fussball-11 früh um 5 Uhr anschauen will. Nach einem kurzen Stopp in ihrer Wohnung haben mich die beiden zum Hostel gefahren. Eigentlich hatte ich ein 8er Zimmer gebucht, ich wurde jedoch upgegraded und durfte im 4er Zimmer schlafen. Als ich dort ankam, waren meine Roomies jedoch nicht da. Ich habe es mir im oberen Bett gemütlich gemacht, doch ich konnte einfach nicht schlafen. Kein Wunder, in Deutschland war es ja 8 Stunden früher. Ich lag also die ganze Nacht wach und war ziemlich traurig. Alles war neu und ich hab mich sehr einsam und allein gefühlt. Trotzdem bin ich am nächsten Tag früh aufgestanden, hab geduscht (die sanitären Anlagen waren schrecklich, alles super alt und dreckig) und anschließend gefrühstückt. Im Hostel gab es eine Gemeinschaftsküche, in der man selbst kochen konnte. Ich hatte allerdings wenig Lust, den Kochlöffel zu schwingen und hab mich stattdessen ausschließlich von Müsli ernährt. Die anderen Hostelbewohner kamen von überall aus der Welt und waren sehr freundlich. Man kam schnell ins Gespräch. Einige waren Backpacker, andere waren wohnungssuchende Studenten und wieder andere wussten nicht so genau, was sie wollten. Nachdem ich mich ein bisschen mit den anderen am Frühstückstisch ausgetauscht hatte, stand mein Plan für den Tag fest. Eine neue SIM-Karte mit australischer Nummer musste her. Gewappnet mit einem Stadtplan habe ich mich auf den Weg gemacht. Da ich bereits die Myki-Card hatte, konnte ich direkt mit der Tram in die Stadt fahren. Natürlich hab ich Dummerchen mich an die falsche Seite der Haltestelle gestellt und bin prompt in die falsche Richtung gefahren. Klar wir haben hier Linksverkehr, kurz vergessen, passiert mir jetzt nicht mehr.

Gott sei Dank habe ich meine Winterstiefel und die Daunenjacke eingepackt. Hier ist es nämlich richtig kalt. Ca. 8° C. Die Australier stört das aber sichtlich wenig, dass es gerade Winter ist. Es ist durchaus nicht unüblich, Menschen mit Flip-Flops und kurzer Hose zu sehen. Crazy!

Der CBD (Central Business District) ist so, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Wolkenkratzer und viele Menschen. Was ich allerdings nicht gewusst habe ist, dass wahnsinnig viele Asiaten hier leben. Es gibt so viele asiatische Restaurants und Shops. Als ich endlich den Handyladen gefunden hatte, habe ich mir eine Prepaid-Karte für 30 AUD gekauft. Der Verkäufer hat sie gleich in mein Handy eingesetzt und nach 15 Minuten sollte alles funktionieren. Hat es aber nicht. Also bin ich wieder zurück. Das Problem wurde schnell behoben. Die Netzwerkeinstellungen waren noch auf mein deutsches E-Plus Netz eingestellt. Nun war alles bereit und die Kommunikation mit Zuhause stand. Ein bisschen bin ich dann noch herumgelaufen und habe sogar Aldi gefunden. Da kam gleich ein bisschen Heimatgefühl auf. Dieses war allerdings nur von kurzer Dauer, denn als ich mir das Sortiment angeschaut hatte, habe ich gemerkt, dass bis auf zwei Schokoladensorten alles komplett australisch ist. Und Schokolade ist hier so teuerL.

Flinders St Station

Susanne Petrikowski zuletzt bearbeitet am 18.07.2014