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Klausurenzeit

Es geht in den Endspurt. Die Vorlesungen sind vorbei – Die Klausurzeit steht bevor.

Ich habe meine letzte Vorlesung meines Studentenlebens hinter mir. Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder der Studentenzeit und vor allem auch der Zeit hier hinterhertrauern soll.

Da dies ein Blog über das Auslandssemester ist, werde ich mich mal darauf beschränken.

Ich habe in meinen Vorlesungen echt tolle Leute kennen gelernt und auch viele neue bereichernde Ansichten gewonnen. Die Vorlesungen an sich sind doch recht vergleichbar. Das Einzige ist vielleicht, dass die Professoren hier einen lockereren Umgang pflegen.

Manche Vorlesungen haben auch Tutorien, für die ihr euch frühzeitig im Online Griffith-system mit eurem Wunschtermin registrieren solltet (ihr benötigt dafür eure Zugangsdaten, die ihr nach Überweisung der Studiengebühren bekommt). Ich selbst hatte keine Tutorien, kann dazu also wenig sagen.

Ihr müsst euch keine Gedanken über verpasste Vorlesungen wegen einem Trip nach Sydney, Melbourne, Cairns oder sonst wohin zu machen. 98% der Vorlesungen werden aufgezeichnet und ihr könnt sie euch bequem wann immer ihr wollt von zu Hause anschauen (Lecture Capture). Theoretisch müsstet ihr nie in die Uni, ich persönlich mag es aber andere Leute zu treffen und die Atmosphäre des Unileben zu genießen.

Nach den Vorlesungen habt ihr eine Woche „Study-Week“. Es finden keine Vorlesungen/Tutorien mehr statt und ihr könnt euch auf die Klausurzeit vorbereiten. (Es kann sein, dass ihr jedoch weiterhin Abgaben habt).

Die letzten zwei Wochen des Semesters ist reine Klausurzeit. Meine Master-Kurse waren sehr Abgabe lastig, sodass ich über das Semester viel gearbeitet habe, dafür aber jetzt zum Ende glücklicherweise nur eine Klausur schreiben musste. Bachelorstudenten haben jedoch häufig pro Kurs eine Klausur zu meistern, weshalb sie jetzt ganz schön im Lernstress ist.

Die Klausurtermine bekommt ihr einen guten Monat vorher online mitgeteilt. Sie werden zentral durch die Universität zugeteilt, sodass die Professoren es vorher auch nicht wissen. Die Klausur selbst war wie in Deutschland auch. Ihr bekommt Bearbeitungs- und Aufgabenblätter und habt dann die reguläre Bearbeitungszeit. Bei mir waren es 120 Minuten. Es sind 3-5 Aufsichtspersonen im Raum und wir hatten 10 Minuten Durchlese- vor der Bearbeitungszeit.

Anders als in Deutschland macht die Klausur hier durch die anderen Assessments häufig nur etwa 30-50% der Gesamtnote aus. Ihr müsst jedoch alle Assessments wenigstens antreten und euch versuchen. Früher auf Reisen gehen, weil eure Note in der Heimatuni nicht zählt und ihr den Kurs schon bestanden habt, geht also im Regelfall nicht. Ihr würdet den Kurs gesamthaft nicht bestehen. Nach eurer letzten Klausur seid ihr dann aber vogelfrei und die Zeit an der Universität ist vorüber.

Die endgültigen Noten werden durch die Griffith-Uni an IEC oder an eure Heimatadresse verschickt. Notenschluss ist etwa 2 Wochen nach der letzten Klausur (bei uns am 2.12.15). Die Transcripts werden dann gedruckt und sollten nach etwa 2 Wochen Postlaufzeit in der Heimat ankommen. Ihr bekommt die Noten in Form von 0,1,2,3,4,5,6,7. 0 ist die Schlechteste, 7 die Beste. Wenn ihr die Noten in Prozentangaben für eure Heimatuni braucht, könnt ihr das extra beim Griffith International Office beantragen. (Die TU Berlin z.B., möchte Prozentangaben zum Umrechnen in das deutsche System). Es ist auch sinnvoller, da Australien nur 4 Notenschritte (4,5,6,7) hat, während wir 10 Unterteilungen haben (1,0;1,3;1,7;2,0;2,3;2,7;3,0;3,3;3,7;4,0).

Klärt das einfach vor eurer Abfahrt mit eurem akademischen Auslandsamt.

Australisches Notensystem:

• 7 (High Distinction) 100% - 85%

• 6 (Distinction) 84% - 75%

• 5 (Credit) 74% - 65%

• 4 (Pass) 50% - 64%

• 3,2,1,0 (Fail) 0% - 49%

Die geile Zeit an der Griffith University ist nun vorbei. In meinem nächsten und letzten Beitrag werde ich das Wichtigste noch einmal zusammenfassen und irgendwie versuchen ein „Fazit“ zu ziehen. Ich kann so viel verraten, es fällt sehr positiv aus ;-)

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Felix Lang zuletzt bearbeitet am 08.11.2015