< zurück zum Blog von Felix Lang
< zurück zum Universitätsprofil: Griffith University Brisbane

Road Trip Mid Semester Break

Noosa Heads - Bundaberg - middle of nowhere - Agnes Water – 1770 - Airlie Beach - Whitsunday Islands - Airlie Beach - Yeppoon - Hervey Bay - Noosa Heads

Eine Menge Stationen und 3.000km liegen hinter uns. Wir hatten eine Menge Spaß auf unserem Road-trip in den Frühlingssemesterferien.

So praktisch jeder der Internationals ist in den Semesterferien Richtung Cairns gestartet. Manche sind hochgeflogen und haben sich ein Auto one-way gemietet andere sind von hier gestartet und dann zurückgeflogen. Wir sind beide Strecken gefahren, da wir mit meinem eigenen Campervan unterwegs waren.

Noosa Heads ist ein etwas verschlafener Ort, an dem sich aber viele Backpacker rumtreiben. Sehr gutes Essen und eine Strandpromenade laden zum nächtlichen Flanieren ein.

In Bundaberg spielte eine Liveband abends auf dem Campingplatz für uns und es wurde eine lange Nacht. Ein paar Australierinnen im Rentenalter haben uns sogar in ihre Heimatstadt eingeladen. Vielleicht werden wir da mal irgendwann vorbeischauen :-D

So mehr man in den Norden kommt, desto tropischer wird es. Schnurgerade Straßen zeigen einem, wie groß das Land doch eigentlich ist. Unterwegs sieht man immer mal wieder Buschfeuer und gerade zur Dämmerungszeit hüpft das ein oder andere Känguru vor einem über die Straße. Der Handyempfang ist sporadisch und als die Tanknadel im tiefroten Bereich verschwindet, zählt man die Kilometer bis zum nächsten Kaff. Es ist definitiv anders als daheim. Ich kann empfehlen, tankt überall wo ihr nur könnt :-D (Wir haben es gerade so geschafft). Und habt immer eine 5 Minuten Suppe dabei, so konnten wir nämlich spontan ohne knurrenden Magen in St. Lawrence (middle of nowhere) die Nacht auf einem Erholungsparkplatz verbringen. Die Landschaft unterwegs und die Sonnenuntergänge, die man während der Fahrt erlebt, sind einfach unbeschreiblich.

Agnes Water und 1770 sind zwei aneinander liegende Orte, indem James Cook 1770 mit seiner Crew und der HMS Endeavour anlandete. 1770 ist übrigens weltweit der einzige Ort, dessen Namen nur aus Ziffern besteht. Generell ist in den ganzen Orten an der Ostküste nicht wirklich viel los. Man merkt, dass Australien nur knapp 24 Millionen Einwohner hat. Diese verteilen sich doch recht gut übers Land.

Anders ist das in Airlie Beach. Ausgangspunkt für die Whitsunday Islands mit einer massiven Backpackerszene. Clubs, Bars und rießige Hostels zeigen einem, dass man zurück in der Zivilisation ist. Leider gibt es hier im Norden die gefährlichen Stinger Quallen, sodass man nicht mehr ins Meer kann. Es gibt jedoch jede Menge Pools und auch eine künstlich angelegte Meerbucht, die Abkühlung verspricht (braucht man bei der Hitze auch).

Mit einigen anderen Griffith Internationals haben wir uns zu einem Segeltörn verabredet. Mit der ehemaligen Rennyacht Siska sind wir zwei Tage (inklusive Übernachtung an Bord) um die Whitsunday Islands gesegelt. Traumhaft weißer Sand und türkisblaues Meer ist das Geld wirklich wert. Natürlich hatten wir auch einen Stop am Whiteheaven Beach, der als einer der weißesten Strände der Welt gilt. Ihr müsst das unbedingt auch machen, wenn ihr nach Australien kommt. Das Great Barrier Reef ist einfach ein Muss und ihr werdet so viele Tiere beim Schnorchel sehen!

Wir hatten dazu auch noch guten Wind, sodass die Segelyacht mit Highspeed und guter Kränkung nach zwei tollen Tagen auf See Richtung Airlie Beach leider den Heimweg antrat.

Die Hälfte unserer Semesterferien war um und wir fuhren wieder Richtung Süden mit Kurs auf Surfers Paradise. Unterwegs ein kleiner Wanderstop im Eungenella Nationalpark, mit zwei großen Wasserfällen, die verdammt kalt aber lohnenswert zum Baden sind. Auf dem Heimweg stoppten wir außerdem noch in Yeppoon, Hervey Bay und Noosa Heads. Von Yeppoon aus kann man Tagestouren auf die Great Keppel Island unternehmen. Hat sich gelohnt. In den 80igern eine Touristenhochburg mit riesigem Resort und eigener Landebahn. Heute eine ausgestorbene Geisterinsel, die täglich nur noch 100 Besucher hat. Es ist echt ein Abenteuer durch das verlassene Resort und die Bauten zu stöbern. Die Hotelzimmer sind noch vorhanden und erinnern mit den umgeschmissenen Betten an einen Horrorfilm. Hier hatte Jeppe (ein Däne, der mit auf dem Roadtrip war) und ich auch unsere erste Begegnung mit einer giftigen Schlange. Wir sind dann schnell wieder Richtung Strand :-D

Der Roadtrip war einfach richtig toll, wir hatten super viel Spaß, haben tolle Leute kennen gelernt und echt viel vom Land gesehen. Ich glaube, dass ist die Beste Art das Land zu sehen. Außerdem haben wir immer im Campervan und Zelt auf Campingplätzen oder Gärten von Hosteln geschlafen und somit pro Nacht nur etwa 10$ (Vergleich Hostel Dorm 30$) bezahlt.

Jetzt sind wir wieder zurück in Surfers Paradise und der 50 Meter Weg zum Meer macht es immerhin nicht ganz so schlimm ;-) Die Uni geht langsam in den Endspurt und lässt einen realisieren, wie super schnell die Zeit hier unten vorüber geht!

Whitsunday Islands

Felix Lang zuletzt bearbeitet am 11.10.2015