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Der Callaghan-Campus - mehr Wald als Campus, aber auf alle Fälle ein nettes Plätzchen zum Studieren

 

In den ersten Tagen, die ich mich über den Callaghan-Campus

schleppen durfte, fühlte ich mich schon ein bisschen "lost". Zwischen

all den Bäumen und Büschen findet man dann hier und da auch ein paar

Gebäude und mit viel Glück liegt vor einem das Haus, was den

Vorlesungssaal der nächsten "Lecture" beinhaltet. Bis es allerdings so

weit ist, hat man schon eine kleine Weltumrundung hinter sich -

zumindest gefühlt. Man muss dazu sagen, dass ich ziemlich talentiert

bin, den längsten (Um-)Weg ausfindig zu machen. :) Trotzdem hat man sich

hier bei der Planung des Campus offensichtlich an das Prinzip "den

ganzen Platz ausnutzen" gehalten. Was bin ich froh, dass ich nicht mehr

ganz so plan- und orientierungslos über den Campus laufen muss. Zum

Glück haben sich auch die Wege und die dafür benötigte Zeit ein wenig

verkürzt.

 

Und eigentlich ist der Regenwald-Campus recht

schön, vor allem, wenn man ein bisschen Zeit hat zwischen den

Vorlesungen und Tutorials. Der ganze Campus erinnert wohl eher an eine

kleine Stadt. Man findet hier alles, was einem das studentische Überleben sichert:

Kaffee (äußerst wichtig!), eine Art Mensa, ziemlich chillige Bars, von

denen ab und an Livemusik schallt, ein Post-Office, wo man sich

gleichzeitig mit Handykarten, Stiften und Schreibkrams eindecken kann,

ein Print-Shop, Subway, eine farbenfrohe Sushi-Smoothi-Crepe-Bar, ein

Bakery-Shop, in dem man sich mit Muffins, Donuts, Schokokuchen und

Fleischpasteten bewaffnen kann, einen Book-Shop für diejenigen, die sich

nicht mit den Unmengen an anderen Studenten in eine der beiden

Libraries auf dem Campus quetschen wollen und lieber in ihren eigenen

Büchern umhermalen, ein echt großes Sportscenter mit Kletterwand,

Schwimmhalle, Fitnessstudio... und, und, und...

 

Zu den wichtigen Anlaufstationen gerade zu Beginn gehören das International

Office für Hilfe jeglicher Art (alles, was die Kurseinschreibung

betrifft, wird hier geregelt), das Hunter Studentservice - Center (wo

man sich zum Beispiel seine Studentenkarte abholen darf) und die

Accomodation Hub (mit freundlichster Hilfe bei der Wohnungssuche).

Weiterhin kann man sich in nahezu jedem Gebäude via W-Lan mit dem Rest

der Welt in Verbindung setzen - Vorteil für die armen, sich selbst

bemitleidenden Menschen, die nach 4 unendlichen Wochen noch immer kein

Internet in der Wohnung haben. (Ich spreche aus leidiger Erfahrung!)

 

Dann wäre da noch die Frage: Wie komme ich am besten zum Campus? Das

ist natürlich vollkommen abhängig von der Unterkunft, die man sich hier

herauspickt. Wer sich eine der begehrten On-Campus-Wohnungen gesichert

hat, sollte sich diese Frage wohl nicht stellen. Man munkelt ja, dass

das On-Campus-Leben alles andere als langweilig und ruhig ist. Man

sollte sich also mit Parties und Musik aller Art anfreunden können! ;)

Allerdings sollten die Einkaufsbeutel nicht zu schwer sein, weil das

nächste Shoppingcenter mit Wooli und Co wohl doch ein Stückchen Weg

bedeutet. Autos gibt es hier übrigens schon für 1000 $ käuflich und

natürlich gebraucht (um nicht zu sagen abgenutzt) zu erwerben. Der

Linksverkehr ist allerdings irgendwie ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Ansonsten ist es immer gut, wenn man sich irgendwo in der Nähe des

Campus niederlässt (z.B. in Jesmond oder Shortland). In diesem Fall

sichert man sich am besten ein super altes, rostiges, ungefedertes,

hässliches aber trotzdem vollkommen funktionsfähiges (wenn man mal über

die Bremsleistung  hinwegsieht) Fahrrad. Einmal in der Woche findet ihr

Mr. Bicycle auf dem Campus, bei dem ihr für 50 $ ein Fahrrad "leasen"

könnt. Das Geld erhaltet ihr dann zurück, wenn ihr das Fahrrad nach

eurem Aufenthalt wieder in den Fuhrpark zurück begleitet. Ich würde euch

empfehlen, dass ihr irgendwo in die Nähe einer Bahnstation zieht (z.B.

Mayfield oder Waratah). Von da aus habt ihr es nicht weit zum Campus und

könnt gleichzeitig Newcastle City, wo sich die meisten Bars, Clubs und

Co befinden,  bis 3 Uhr morgens unsicher machen. Länger feiert man hier

sowieso nicht... die Australier brauchen ihren Schlaf...  ;) Wahlweise

stürzt man sich auch gleich ins Leben und sucht sich einfach eine

Wohnung vor Ort.

 

Nun ja... das war es erst einmal von meiner Seite...

Die nächsten Newcastle-Infos folgen... Falls euch das zu lang dauert oder

euch einfach ganz spezielle oder völlig andere Dinge interessieren,

schreibt mir einfach... :) 

Bis dahin, 

 

CHEERS! :) 

Und natürlich liebe Grüße ins frühlingsumwetterte Deutschland! :) Anne

Annegret Franzl zuletzt bearbeitet am 02.04.2012