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An was man bei der Organisation so denken könnte...

Hallo ihr Lieben,

diesmal möchte ich euch mit auf dem Weg geben, was euch am Anfang eines Semesters an der University of Newcaste erwartet und wo ihr noch ein paar Informationen findet, um euch für eure Ankunft vorzubereiten.  Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr euch natürlich jederzeit an IEC wenden. Die Mitarbeiter haben selbst schon ordentlich Auslandserfahrung gesammelt und stehen im regen Austausch mit den Universitäten. Natürlich ist auch die Internetseite schon eine kleine Fundgrube für die wichtigsten Informationen.

1. Die Organisation der Unterkunft

In einem früheren Blogeintrag hatte ich bereits etwas ausführlicher über die Organisation der Unterkunft berichtet. Empfehlenswert ist es auf alle Fälle, dass ihr bei der Wohnungssuche vor Ort seid und euch von der Qualität der Unterkunft selbst überzeugt. Hierbei helfen euch auch gern die Mitarbeiter des „Accomodation Hub“.

Weitere Informationen findet ihr auch unter http://www.newcastle.edu.au/international/before-you-leave/accommodation

Für die erste Woche nach Ankunft empfiehlt es sich,  in eines der beiden Hostels (Backpacker oder YHA) einzuchecken.

2. Student ID Card/ Student Concessions

Wenn ihr das erste Mal am Campus seid, solltet ihr euch auch gleich um eure Studentenkarte kümmern. Diese braucht ihr für den Zugang zur Uni-Bibliothek, für das Computersystem als auch für den Anspruch auf „Student Concessions“, wie beispielsweise die Ermäßigung für Bus und Bahn. Mit Concession muss dann nur der halbe Preis gezahlt werden. Für das eine Stunde gültige Busticket müssen so anstatt $ 3,40 nur $1,70 gezahlt werden.

Im Gegensatz zu den Einheimischen oder Studenten im Exchange-Programm einer Partneruni haben einsemestrige Study Abroad – Studenten allerdings keinen Anspruch auf diese Ermäßigung. Trotzdem lässt sich hier und da der Studentenrabatt nutzen, so z.B. im Sydney Aquarium und anderen touristischen Attraktionen.

Die Student ID Card erhaltet ihr im Hunter Building auf dem Callaghan Campus in der Student Service Hub. Am besten bringt ihr auch gleich ein Passfoto für den Studentenausweis mit. Solltet ihr gerade kein Foto griffbereit haben, werdet ihr direkt vor Ort mit eurem schönsten Lächeln auf die Karte gezaubert.

Weitere Informationen findet ihr unter www.newcastle.edu/students/hubs/

3. Orientation Week

Es ist gerade für den ersten Überblick und zum Kennenlernen der anderen internationalen Studenten sehr zu empfehlen, die Orientierungswoche der University of Newcastle zu besuchen. Sollte es allerdings aufgrund der Prüfungen an der Heimathochschule oder anderen Begebenheiten nicht möglich sein, an der Orientierungswoche teilzunehmen, reißt euch keiner ein Bein ab. Ich selbst bin erst am Ende der Orientierungswoche angereist.

Auf dem Programm steht:

  • Informationen zur Einschreibung
  • eine Tour durch Newcastle inkl. der Strände
  • eine Besichtigung des Shopping Centers von Newcastle – erwartet nicht zu viel! ;)
  • Besuch der „Uni Expo“ (Hier begrüßen euch die Clubs der Universität. Von der Harry Potter – Quiddich – Mannschaft, über den Mountaineering Club, bis zum Design Club ist alles dabei.
  • ein Rundgang durch die Gebäude eurer Fakultät
  • verschiede Aktivitäten zum Kennenlernen der anderen Studenten (Sports Day, Ausflug nach Nelson Bay mit Dolphin Watching, Welcome Dinner)

Ihr erhaltet auch ein kleines Geschenk der Hochschule und werdet mit einigen wichtigen Informationsmaterialien ausgestattet. Es gibt unter anderem eine Liste mit wichtigen Links, ein Prospekt über Newcastle mit Sehenswürdigkeiten, Eckdaten und einer Straßenkarte und nützliche Tipps für die Freizeitgestaltung. Für alle Fitnessfreunde lässt sich sagen, dass die University of Newcastle eine Reihe von Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung bereithält. Auf dem Callaghan Campus befindet sich ein Sportcenter mit Hallenbad, „Muckibude“, Kletterwand, Ballspielfeldern,...

4. Enrolment

Das Thema Einschreibung hatte bei mir bereits vor der Abreise zu panikbedingten Fast-Herzinfarkten geführt. Ich hatte Angst, dass ich mich nicht in die gewünschten Kurse einschreiben könnte und am Ende in Australien ohne Kurse dastehen müsste. Also ging ich völlig unnötig einer sehr netten Mitarbeiterin vom International Office als auch meinem genauso netten Betreuer bei IEC auf die Nerven.

Das Student-Visa erfordert die Einschreibung in 4 Kurse pro Semester und 3 Kurse pro Trisemester. Allerdings gab es einige Studenten, die ihr Semester mit 2 Kursen vollgestopft hatten, um sich einen Platz in der stressfreien Zone zu reservieren. So weit ich weiß, hatte diese Entscheidung keine negativen Konsequenzen. Bisher wollte auch das Bafögamt von mir keinen Nachweis über die Teilnahme an den Kursen. Wer sich noch ein paar mehr Kurse gönnen will, kann das natürlich auch tun. Nach meiner Erfahrung ist man allerdings mit 4 Kursen wirklich gut ausgelastet. Viele Fächer setzen auf rege Praxisanwendungen, beinhalten Präsentationen, wöchentliche Hausaufgaben mit anschließender Abfrage im Quizstil, Posteranfertigungen oder Gruppenarbeiten. In der Regel sind diese Bestandteil des Tutorials und relevant für die Abschlussnote.

Eingeschrieben wird sich innerhalb des Zeitraumes online über das myHub. Wenn ihr Hilfe bei der Einschreibung braucht, wendet ihr euch am besten an das International Office. Dort könnt ihr an den zur Verfügung gestellten Rechnern eure Wunschkurse auspicken und per Hand in ein vorgefertigtes Dokument übertragen. Das Enrolment wird dann von Mitarbeitern der Uni erledigt.

Solltet ihr nach den ersten Tagen feststellen, dass ein Kurs aus irgendwelchen Gründen nicht geeignet ist, so kann man sich auch noch kurzfristig bis zu einer gewissen Sperrfrist umentscheiden. Auch hier hilft euch wieder das International Office.

Für den Enrolmentprozess stellt euch die University of Newcastle auch ein Video bereit, das euch die einzelnen Schritte erklärt. 

5. Der Notfall 

Solltet ihr durch einen dummen Zufall einmal in eine Notsituation geraten, dann steht euch auf dem Campus ein Security Service für 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche zur Verfügung.

Diesen erreicht ihr telefonisch unter (02) 49215888.

Während meiner Zeit am Campus gab es einige Überfälle auf internationale Studenten, denen das beigeführte Geld entwendet wurde, und ein gestohlenes Auto.

Werktags gibt es auch die Möglichkeit, einen Shuttlebus vom Campus in die Wohnungen der  nahegelegenen Stadtteile oder zu den Bus- und Bahnhaltestellen auf dem Campus zu nutzen.

Weiterhin solltet ihr für den Notfall auch die 000 im Kopf behalten. Unter dieser Nummer sendet ihr Notrufe an die Polizei, Feuerwehr oder die Notfallambulanz.

6. Die Versicherung

Während des Aufenthaltes in Australien ist man aufgefordert, sich um eine Krankenversicherung zu kümmern. Dafür könnt ihr zum einen die OSHC (Overseas Health Cover) der Hochschule in Anspruch nehmen oder ihr versichert euch privat noch von Zuhause aus.

Sowohl mit Studentenvisum als auch mit dem W-H-Visum könnt ihr euch über die OSHC versichern. Ich bin mir nicht sicher, ob dies für alle Universitäten in Australien gilt. An der University of Newcastle gab es jedenfalls keine Komplikationen.

Ich hatte mich über den ADAC versichert und nicht die OSHC genutzt. Dieser bietet eine Auslandskrankenversicherung mit 50 € Eigenbeteiligung an.

Glücklicherweise ging mein Aufenthalt ohne Wehwehchen zu Ende.

Informationen zur OSHC findet ihr unter www.oshcworldcare.com.au

7. Das Visum

Das Visum für den Australienaufenthalt sollte rechtzeitig beantragt werden. Es schadet nicht, wenn man sich dafür 3 Monate Vorlauf gönnt. Dann ist man auf alle Fälle auf der sicheren Seite.

Mit dem Working-Holiday-Visum könnt ihr insgesamt 16 Wochen studieren. Das reicht - mit Abzug der Ferien - exakt für ein Semester. Hier spart ihr auch ordentlich im Vergleich zum Studentenvisum. Allerdings darf das W-H-Visum meines Wissens nur einmal beantragt werden. Solltet ihr also noch ein zweites Mal als Backpacker nach Australien kommen wollen, dann fällt diese Variante für euch leider aus. Mit dem W-H-Visum könnt ihr allerdings auch im Anschluss die Schönheit Australiens als Reisende genießen. Das Verlängern des Visums ist von Australien aus teurer als im Ausland. Plant also schon vorher eine Verlängerung mit ein, wenn ihr vorhabt, nach dem Studium das Land für einige Wochen oder Monate zu bereisen. 

Weiterhin seid ihr auch bei der Arbeitssuche mit dem W-H-Visum besser beraten. Hier habt ihr nicht die zeitlichen Limitierungen des Studentenvisums. Das ist vor allem nützlich, wenn man sich während des Studiums noch ein paar Dollar dazuverdienen möchte. Wie das funktioniert, habe ich im vorherigen Blogeintrag geschildert.

8. Mobilität

Sowohl mit Bussen als auch mit der Bahn lässt sich der Campus regelmäßig erreichen. Mit der Bahn fährt man auch noch zu späterer Stunde durch Newcastle. (Eine Wohnung in erlaufbarer Nähe einer Bahnhaltestelle ist zur Vereinfachung des Lebens in Newcastle sehr zu empfehlen.) 

Von 19 bis 23:30 Uhr verkehrt werktags ein Shuttleservice, der euch direkt vor die Haustür bringt, vorausgesetzt ihr wohnt in einem der nahegelegenen Stadtteile (z.B. Jesmond).

Weiterhin könnt ihr euch auf dem Campus ein Fahrrad von Mr. Bycicle leihen. Für einen Unkostenbeitrag von 50-70 Dollar habt ihr die Auswahl zwischen einem altem Fahrrad und noch älteren Fahrrädern. Allerdings erfüllt das gute Stück, solange es die Funktionen Fahren und Bremsen bedient, doch seinen Zweck. Mir hat mein Rad jedenfalls treue Dienste geleistet.

Gibt man das Fahrrad nach der Zeit unbeschadet zurück, erhält man auch sein anfangs gezahltes Geld wieder. Ein großartiger Service.

9. Englischsprachige Fähigkeiten

 Zur Unterstützung der Englischkenntnisse internationaler Studenten wurde an der UoN ein „Centre for Teaching and Learning“ eingerichtet. Hier findet ihr beispielsweise Unterstützung beim Schreiben eines Essays oder Hilfe bei der Weiterentwicklung eurer „writing skills“. Informationen hierzu findet ihr unter www.newcastle.edu.au/unit/centre-for-teaching-and-learning/. Weiterhin hält die Bibliothek zur Unterstützung der englischen Sprach- und Schreibfähigkeiten einige hilfreiche Bücher und Kurse bereit.

Annegret Franzl zuletzt bearbeitet am 22.08.2012