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Van City

Hallo Leute,

Wieder mal sitze ich im Flugzeug, diesmal zurück nach LAX, von wo aus es mit dem Greyhound zurück nach San Diego geht, was sich als etwas komplizierter als erhofft rausgestellt hat. Im Anschluss an meinen Flug, muss ich mit Public Transport (was ähnlich wie in San Diego durchaus eine Herausforderung darstellt) einmal quer durch LA, wo sich dann die Busstation befindet. Allerdings wären zwei One Way Tickets LA - Vancouver und Vancouver - San Diego wesentlich teurer gewesen und der Bus mit 15$ extra durchaus bezahlbar ist.

Wie im letzten Post erwähnt, habe ich vor zwei Jahren bereits ein halbes Jahr in Vancouver an der Westküste Kanadas verbracht und dort eine Sprachschule besucht. Genau deshalb weiß ich auch gar nicht wo ich anfangen soll. Vancouver ist großartig...wahrscheinlich eine der interessantesten, vielfältigsten und mit der Lage zwischen Meer auf der einen und Gebirge auf der anderen Seite auch schönsten Städte, in der ich je war.
Daher hoffe ich, euch hier ein paar Einblicke in und vielleicht auch Reiselust auf eine Stadt zu geben, die vielleicht nicht in jedem klassischen West Coast Trip enthalten ist...

Nach der pünktlichen Landung am Mittwochnachmittag bin ich mit SkyTrain (eine Art Straßenbahn) und Bus zu Sophia, meiner Mitbewohnerin aus Erlangen, an den BCIT Campus gefahren. Von ihrer Residence aus sind wir dann nach Downtown gestartet, wo wir uns mit ein paar Freunden von vor zwei Jahren auf ein Erfrischungsgetränk und ein paar Stories "von damals" getroffen haben. Generell eignet sich hierfür tendenziell die gesamte Granville Street oder Gastown mit zahlreichen Pubs, Bars und Clubs in Downtown Vancouver.

Am nächsten Tag wollte ich dann einfach nochmal durch die altbekannten Straßen und Wege schlendern, da bei den Mädels ohnehin Shopping auf dem Programm stand. Angekommen an Granville Station ging es entlang der Granville Street, wo sich so ziemlich das Leben abspielt, anschließend die Davie Street ("buntes" Viertel und "Fressmeile") bis zu English Bay hoch. Entlang des False Creek bin ich dann an Sunset Beach (mein persönlicher Lieblingsstrand, hervorragend zum Grillen bei...naja...Sunset geeignet) vorbeispaziert und unter Burrard- und Granville Bridge durch bis ich schliesslich in Yaletown angekommen bin, wo man ausgezeichnete Bars und Restaurants, aber auch nette kleine Parks findet.
Ihr solltet den Abschnitt vielleicht nochmal mit Maps wiederholen, damit ihr das Ganze ansatzweise nachvollziehen könnt! ;)
Als Nachmittag- und Abendprogramm hatte ich anschliessend meine Gastfamilie von vor zwei Jahren überrascht, die mich dann auch gleich zum Dinner sowie auf die 7. Geburtstagsparty des Enkels für Samstag eingeladen haben.

Freitag hatte ich wenig Einfluss auf die Planung, da Sophia für uns Tickets für das alljährige Frosh-Fest auf dem Campus organisiert hatte. Von Studenten organisiert konnte man dort bei Musik durch Bands und DJs andere (internationale) Studenten kennenlernen und Kontakte für das neue Semester knüpfen...nach Ende der Campus-Party ging es dann wieder nach Downtown: Cambie Bar in Gastown war der Zielort. Genau der richtige Ort, um original kanadische Pub-Luft bei lässiger Stimmung und lauter Musik zu schnuppern. Auf dem Rückweg habe ich dann, wie das nunmal so ist, einen Kumpel aus Vancouver zufällig getroffen, den ich das letzte mal vor zwei Jahren gesehen hatte. Am nächsten Tag bin ich dann mit ihm zum Strand...genauer gesagt Wreck Beach am UBC Campus, welcher definitiv einzigartig ist: Hier kommen Nudisten, normal bekleidete Strandbesucher, Hippies, Musiker und wahrscheinlich auch ein paar Touristen an einem Strandzug zusammen. Der Blick über das Meer auf die (im Frühjahr noch schneebedeckten) Berge ist sicherlich ein weiteres Highlight. Abends bin ich dann natürlich noch der Geburtstagseinladung meiner Gastfamilie gefolgt.

Sonntags war auch für mich am letzten Tag dann auch nochmal was Neues dabei. Zusammen mit den Internationals, die Sophia am BCIT kennengelernt hat, sind wir zum Falls Creek gefahren. Hier gibt es neben der Suspension Bridge, die jedoch deutlich kleiner ausfällt als die bekanntere am Capilano River, auch einige Wasserfälle, Seen und diverse Wanderwege zu bestaunen. Unser Highlight war allerdings definitiv das Klippenspringen aus 8-10m Höhe in den eiskalten Creek. So haben wir also unseren Vormittag zugebracht, ehe wir dann halbverhungert Dinner im Warehouse (absolutes Muss!!) in Downtown gegessen hatten. Leider musste ich dann am nächsten Tag auch schon wieder Abschied von meiner alten Heimat nehmen und mich in Richtung YVR Airport aufmachen.

Insgesamt war mein Aufenthalt hier aber ein perfekter Mix aus Altbekanntem und Dingen, zu denen ich während meines längeren Aufenthalt noch nicht gekommen bin, sodass ich absolut froh war, doch für 5 1/2 Tage hier gewesen zu sein.

...und als kurzer Ausblick: nach eineinhalb Tagen "Ruhepause" in San Diego, geht es am Mittwoch nach Hawaii, worauf ich mich schon sehr lange freue! Bin mir sicher, es wird einiges zu erzählen geben nach 6 Tagen Island Hopping.

Sunset (Beach)

Tim Linnenweber zuletzt bearbeitet am 17.09.2014