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the fiftieth state.

Aloha folks,

seid ein paar Tagen bin ich nun von Hawaii zurück und kann nur sagen: Es hat sich absolut gelohnt! Falls ihr also wirklich auch mal in San Diego oder generell an der Westküste der USA "endet", dann nutzt die Gelegenheit. So günstig kommt ihr sicherlich nicht mehr nach Hawaii!
Da es bis zum Unibeginn nur noch eine gute Woche war, blieben für Hawaii insgesamt nur knapp sieben Tage (inklusive An- und Abreise), was - das kann ich auf jeden Fall sagen - zu wenig ist. Nachdem der Flug nach Honolulu gebucht war, musste nach Ankunft auf Oahu gleich eine wichtige Entscheidung getroffen werden: zwei oder drei Inseln in den sechs Tagen. Zum Glück fiel die Entscheidung zu Gunsten der zwei Inseln, denn selbst diese komplett zu sehen war unmöglich in der Zeit. Im Nachhinein würde ich sagen, dass man schon fünf bis sieben Tage auf allen vier großen Inseln braucht, wenn man nicht ständig von einem sehenswerten Ort zum nächsten (und davon gibt es sehr viele) hetzen will.

Zur Auswahl standen also:

  • Oahu - The Gathering Place
  • Hawaii - The Big Island
  • Kauai - The Garden Isle
  • Maui - The Valley Isle
  • ...und die vier anderen, kleineren, teilweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Inseln: Kahoolawe, Lanai, Molokai, Niihau

Da wir nunmal schon auf Oahu waren, haben wir uns entschieden dreieinhalb Tage dort zu verbringen und anschliessend noch für drei nach Kauai zu fliegen, sodass wir auf dem Rückflug dann gleich drei Flüge hatten: Lihue - Honolulu, Honolulu - San Francisco, San Francisco - San Diego. Die Flüge über SF waren nunmal wesentlich günstiger und zeitlich gar nicht so viel länger. Allerdings muss man dazu sagen, dass der Flug beim "Island Hopping" mit 35 Minuten gerade mal dazu ausreicht, um sich mit den Sicherheitsvorkehrungen an Board vertraut zu machen.

 

Also erste Insel Oahu: In Honolulu gelandet ist uns dummerweise gleich der erste Fehler unterlaufen. Um möglichst schnell nach dem anstrengenden Flug ins Hostel zu kommen, haben wir kurzerhand ein Taxi genommen, was wir später bereut haben. Nicht nur, dass wir uns die 50$ Taxifahrt hin und zurück hätten sparen können, sondern auch die ohnehin knappe Zeit, die wir anschliessend mit bezahlbarer Mietwagen Beschaffung verschwendet haben. Außerdem waren auch die Mietwagen von und zum Flughafen wesentlich günstiger, sodass wir bei Insel zwei schlauer waren und alles von vornherein gebucht hatten. Den damit trotz des frühen Flugs (Ankunft 12:30 PM) halb verschwendeten Tag haben wir dazu genutzt uns Honolulu anzuschauen. Leute, wenn ihr nur drei Tage auf Oahu habt, lasst Honolulu einfach weg. Der Name ist es echt nicht wert. Leider einfach nur eine relativ schmutzige Großstadt, die den Anschein macht, als ob bei all den wunderschönen Orten auf den Inseln ja irgendwo auch die Verwaltung usw hingepackt werden muss. Was den Tag allerdings wieder etwas positiver gemacht hat, war der Ausblick vom Tantalus Berg nach Sonnenuntergang auf Honolulu und Waikiki Beach runter. Zurück im Hostel in Waikiki sind wir dann noch gemütlich die Kalakaua Avenue entlang geschlendert: Shops, Bars, Restaurants, aber vom Ambiente absolut sehenswert.
Am zweiten Tag hieß es dann ab nach Hanauma Bay, schnorcheln stand auf dem Programm. Überall angepriesen und vielverprechent gelobt wollten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Das Equipment konnten wir günstig bei unserer Mietwagenfirma bekommen. Außer von der Tatsache, dass wir keine Turtle beim schnorcheln erblicken konnten, wurden wir von unserem einzigen Strandtag auch nicht enttäuscht. Aber das mit der Schildkröte sollte sich dann ein paar Tage später auf Kauai noch ändern. Nachdem wir dann zurück in Waikiki waren, konnten wir dort gerade noch den Sonnenuntergang am Strand genießen. Leider war das Waikiki Beachside Hostel nicht wirklich "sociable", da der gemeinsame Aufenthaltsbereich sehr unpersönlich mit Plastik-Campingstühlen war und nach 22.00 Uhr laut Hawaiianischem Gesetz gesperrt war.
An Tag drei war dann die Inseltour fällig, wobei wir die Größe Oahus doch ein wenig unterschätzt haben und am Ende des Tages für die unglaubliche schöne Ostseite der Insel viel zu wenig Zeit hatten. Also für die Inseltour mindestens zwei Tage einplanen! Angefangen hab wir mit einem kurzen Abstecher auf die Dole Ananas Plantage, jedoch war für die Führung war weder Zeit noch der Wille, dafür Geld auszugeben, da. Anschließend ging es durch Waialua und Haleiwa Richtung North Shore, wo es insgesamt unglaublich viele traumhafte Strände gibt, so wie man sich das von Hawaii erhofft. Nach einem sehr leckeren typisch Hawaiianischem Mittagessen in Haleiwa hatten wir hier zufällig an einem der Strände die Schildkröte entdeckt, die wir am Vortag in Hanauma vermisst hatten. Leider blieb uns für die Ostküste der Insel wie gesagt nicht mehr viel Zeit, nachdem wir noch Klippenspringen waren in Waimea Bay. Dort im Waimea Valley und entlang der Ostküste bzw. eigentlich auf allen Hawaiianischen Inseln verteilt, sind übrigens unzählige Drehorte für diverse Filme zu finden: Hunger Games, Jurassic Park, Pirates of the Caribbean,... Abends zurück in Waikiki sind wir durch Zufall noch am Beach gelandet, wo noch wie anscheinend jeden Freitag ein Feuerwerk stattfand.
Am nächsten Tag bevor es dann weiter nach Kauai ging, sind wir noch nach Pearl Harbor, wo sich neben der immernoch dort stationierten pazifischen US-Flotte zahlreiche Denkmäler und Museen befinden, in Gedenken an den Angriff der Japaner im zweiten Weltkrieg. Ein Paar vor dem Eingang drückte uns glücklicherweise Karten für eine Filmvorstellung mit Bootsfahrt zum Arizona Memorial in die Hand: absolut sehenswert und ergreifend zugleich! Nicht nur für Geschichts - oder Navy-Fans wird dort auf jeden Fall reichlich geboten.
...ein paar Stunden später saßen wir dann im Flugzeug nach Lihue, Kauai.

Zweite Insel: Kauai. Dort war die ganze Mietwagengeschichte wie vorher schon beschrieben dann weitaus weniger stressig, allerdings die Navigation Richtung Hostel in Kapaa dafür etwas schwieriger...achso, den Mietwagen braucht man auf jeden Fall um herum zu kommen! Nach einem Frühstück am Strand am nächsten Tag habe wir hier unsere Inseltour gleich am ersten Tag begonnen, sind einfach mal Richtung Norden drauf losgefahren und haben dann mit Hilfe der Karte einfach mal hier und da gestoppt, wo es uns eben gerade gefallen hat. Man kommt an zahlreichen Stränden, Bays oder "Scenic Points" vorbei, wo man schon merkt, wann es sich lohnt, mal eine kleine Pause einzulegen. Nachdem wir am Ende der Straße angekommen waren, denn es gibt keine Straße um die gesamte Insel herum, haben wir uns zunächst Kee und Tunnels Beach angeschaut, die sich beide perfekt zum schnorcheln eignen. Danach wurden noch kurzfristig die Wandersachen ausgepackt und wir sind den Anfang des NaPali Coast Trails gewandert. Absolut genialer Ausblick von da oben! Da hätten sich sicherlich auch noch die nächsten Meilen bis zu Wasserfällen und abgelegenen Stränden gelohnt, wenn man genug Zeit gehabt hätte... Den Sonnenuntergang konnten wir dann auf dem Rückweg in Hanalei Bay sehen, ebenfalls gut zum Schnorcheln und Startpunk für zahlreiche NaPali Coast Bootstouren, zu der wir uns dann für den dritten/ Abreisetag entschieden hatten.
Am zweiten Tag wurde unsere Inseltour dann Richtung Südwesten fortgesetzt, wo Waimea Canyon als Tagesziel auf unserer Liste stand. Auch auf diesem Weg boten sich wieder atemberaubende Strände, Flüsse, Berge und Täler. Das faszinierendste auf der Reise durch Hawaii wer einfach die Vielfalt. Alle paar Meilen ändert sich Landschaft, Vegetation und manchmal sogar das Wetter komplett, sodass einem nie langweilig wird oder man sich denkt: das habe ich jetzt schon zum fünften mal gesehen! Auch im Waimea Canyon kamen die Wanderschuhe zum Einsatz, wo wir über vier Meilen Richtung NaPali Coast gewandert sind.
An unserem letzten Tag auf Kauai sind wir mit den Opaeka'a und Wailua Falls gestartet, jeweils zwei Wasserfälle gleich nebeneinander im Osten der Insel, in der Nähe von Kapaa. Absolutes Highlight an dem Tag/ während der gesamten Reise war jedoch die NaPali Coast Tour. Obwohl es doch etwas teurer war und wir zunächst gezögert hatten, war es im Nachhinein jeden Cent wert! Auf der vierstündigen Bootstour sind wir den kompletten von Land nur über den Kalalau zugänglichen, unberührten Küstenabschnitt entlang gefahren und wurden neben Getränken und Snacks auch mit Fakten und Legenden über die Insel sowie die Hawaiianischen Urbewohner versorgt. Auf Rückweg konnten wir noch am Tunnels Beach schnorcheln, wo wir dann "endlich" auch die besagte Schildkröte entdecken konnten. Das Riff dort ist absolut empfehlenswert und definitiv auch interessanter als Hanauma Bay auf Oahu. Somit wurde unser ohnehin genial Hawaii-Trip dann definitiv mit dem Highlight abgerundet, bevor es zurück nach San Diego ging.

Ich weiß, dieser Post könnte vielleicht etwas lang geraten sein, aber bei Hawaii war es echt schwer an Details zu sparen...

Mahalo & Aloha!

Ke'e Beach/ Halalau Trail

Tim Linnenweber zuletzt bearbeitet am 02.10.2014