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First Steps in SD

Hallo Leute,

zunächst noch einmal sorry, dass es so lange gedauert hat mit neuen Posts. Ich hatte die folgenden Einträge zwar schon verfasst, konnte bis jetzt allerdings aufgrund technischer Probleme von unterwegs nicht hochladen, da ich meinen Laptop nicht mithatte. Dafür gibt's jetzt umso mehr zu lesen! ;)

Die Eingewöhnungsphase ist jetzt rum und ich muss zugeben, ich habe auch schon einiges erlebt in meinem ersten Tagen hier in San Diego. Der Grund, warum ich zunächst mal länger nichts hab von mir hören lassen ist, dass mich gleich nach dem alles geregelt war, was es zu Regeln gab, auf den Weg nach LA gemacht habe...aber dazu mehr in einem anderen Post. Ich möchte erst mal von meinen ersten Eindrücken, ersten Kontakten, ersten Parties, aber auch ersten Problemen bei der Wohnungssuche erzählen. Schon von Deutschland aus hatte ich meine ersten 10 Nächte im Hostel gebucht, um mir genügend Zeit zu verschaffen, um einer fast viermonatigen Obdachlosigkeit vorzubeugen: Zum Glück hatte ich von einem Freund, der vor einem Jahr an der SDSU war, den Tipp bekommen, doch im Banana Bungalow einzuchecken. Leute, wenn ihr irgendwann mal nach San Diego kommt, zum studieren oder einfach nur als eine Station auf eurem Trip entlang der West Coast, das Bunglow ist definitiv die richtige Entscheidung!! Die Tatsache, dass es keine Schlüssel gibt und alles sehr offen gestaltet ist, war anfangs verwirrend, hat sich aber später einfach als Teil des Spirits im Hostel rausgestellt. Denn auch das Personal sind zum Großteil Backpacker die für eine kostenlose Unterkunft direkt in der ersten Strandreihe im Hostel arbeiten...wäre also auch eine Option, in San Diego unterzukommen und sicherlich eine Menge interessanter Menschen kennenzulernen...denn so ging es mir schon in diesen 10 Tagen! Lasst euch also nicht davon abschrecken, mal alleine zu reisen oder alleine euer Semester zu starten...ich war echt überrascht wie viele das tatsächlich tun, kann es aber mittlerweile gut nachvollziehen. Natürlich eignet sich zum "Socializing" immer ganz gut die ein oder andere Party mit dem ein oder anderen Bier, wovon ihr auf dem Deck des Bungalows mit Strandblick sicherlich genug geboten bekommt. Angefangen vom einer großen Labor Day Party (die Amis feiern ihre raren Feiertage wirklich exzessiv), über Party Bus Touren nach Downtown bis hin zu Toga Parties kommt das "Partyanimal" in euch sicherlich nicht zu kurz!

Während ich zugegebenermaßen abends das ein oder andere Event mitgenommen habe, war tagsüber primär Wohnungsssuche angesagt: und das wiederum ein größeres Problem als erwartet. Mein Plan war es, mich komplett auf Craigslist vor Ort zu verlassen, da ich nicht on-campus wohnen wollte, wovon die Buchung schon von Deutschland aus möglich gewesen wäre. Zum einen ist der Campus etwas außerhalb vom lebendigen Zentrum Pacific Beach/ Mission Beach, zum anderen ist es auch preislich nicht gerade reizvoll. Leider kam bei der Wohnungssuche ein großes Hindernis hinzu: Obwohl ich knapp einen Monat vor Uni-Beginn in San Diego angekommen bin, hat die SDSU bereits 2 Wochen vorher ihren regulären Betrieb aufgenommen, sodass alle "Prachtstücke", egal ob Zimmer oder Haus, bereits an SDSU Leute rausgegangen sind. Von vielen habe ich gehört, dass man, bevor deren Term beginnt, einfach die Straßen hoch und runterlaufen kann und bei einem "for Rent" Schild mal durchruft, um sich das Ding zu sichern. Naja, so leicht war das zu diesem Zeitpunkt dann nicht mehr. Über die 10 Tage im Hostel, sind schließlich auch immer mehr Leute eingetroffen, die ebenfalls einen Term an der UCSD verbringen, sodass man sich langsam zusammentun konnte und nach ganzen Häusern schauen. Eine sehr ernüchternde Erfahrung bei Craigslist ist allerdings, die notorische Angewohnheit von Menschen, nicht auf Emails zu antworten, sodass auf 15-20 Emails vielleicht fünf antworten kamen. Dadurch wurde ein Großteil der Zeit einfach mit dieser Ungewissheit und dem stetigen warten verbracht, dass ich in der Inbox der Mails endlich was tut. Der Plan, die ersten 10 Tage auch San Diego ein bisschen zu erkunden, ist auch mehr oder weniger deshalb gescheitert...und aufgrund der Tatsache, dass ohne motorisiertes Fortbewegungmittel oder eine Kreditkarte, die kein Limit für Taxifahrten kennt, rumzukommen sehr schwierig ist in San Diego...Public Transportation ist quasi ein Fremdwort. Um nicht immer ein Taxi nehmen zu müssen, oder ein Fahrrad zu mieten, hab mich dann parallel zur Wohnungssuche auch nach Fahrrädern geschaut und bin recht schnell fündig geworden: ein gebrauchter Beachcruiser für 55$, was sich jetzt schon als gute Investition rausgestellt hat. Nach insgesamt drei Zimmern, die ich mir angeschaut habe und einer Hausbesichtigung, ist mir dann endlich ein großer Stein vom Herzen gefallen, als ich die Zusage für meine erste Wahl bekommen hatte. Ein Zimmer in einem Haus in PB, das ich mir mit einem Amerikaner teile, der ebenfalls snowboardet, skatet und surft...gute Voraussetzung für überragende 3 1/2 Monate zusammen! Natürlich war ich happy ein Zimmer zu haben, allerdings hatte ich das Hostel noch bis Sonntag gebucht...und es war erst Mittwoch. So hatte ich dann quasi zwei Unterkünfte für ein paar Nächte, was in sofern nicht schlecht war, dass sich in und um das Hostel natürlich immernoch alles abgespielt hat. Solltet ihr also auch vorhaben zunächst mal das Hostel zu buchen, lieber nur 5 Tage oder eine Woche und dann tagesweise verlängern, wenn ihr noch keine Wohnung in Aussicht habt.

Banana Bungalow

Tim Linnenweber zuletzt bearbeitet am 18.11.2014