< zurück zum Blog von Kaja Wilhelm
< zurück zum Universitätsprofil: James Cook University

Spontane Ausflüge sind die besten Ausflüge

Okay, wieder ein bisschen Zeit verstrichen, wieder viel los gewesen.

Nachdem ich jetzt mein Auto hatte, das immer noch n neuen Reifen braucht (hoffentlich Dienstag, Dean kümmert sich freiwillig und zuverlässig, wenn auch sehr gechillt - musste erneut öfter mal 2 Stunden auf ihn warten - um alle Reparaturen, und dann gibt’s das RWC) habe ich mein nächstes Projekt in Angriff genommen: Campingausrüstung besorgen. Beziehungsweise, eine Campingtour planen und dann die Ausrüstung besorgen. In der Recess week (startet am 25.9., eine Woche lang keine Vorlesungen) wollte ich den Norden Australiens ein bisschen erkunden, damit ich nach dem Semester dann „nur noch“ den Süden und Westen vor mir habe, erst Richtung Brisbane, Sydney, und am Ende nach Perth. So die grobe Planung.

Naja, da der einzig wichtige Tag für mich im Grunde Freitag ist (wegen Anwesenheitspflicht in Tutorien) und Dienstag von 9-10, dachte ich, ich könnte meine Recess Week eigentlich noch um 6 Tage bis zum folgenden Donnerstagabend verlängern, einmal im Dienstags-Tutorium fehlen passt schon – und ich hab Glück: Gerade in der Woche fällt‘s eh aus. Also habe ich 13 Tage, um einfach loszufahren. Freundinnen von mir fahren nach Cairns und machen ihren Tauchschein auf einem 3 oder 4 Tage andauernden Bootstrip, ~1000 $ inkl. Verpflegung etc. Mir war das ehrlich gesagt etwas zu teuer, und ich wollte eben einfach mal raus „in die Wildnis“.

Plan ist, an Tag 11letztendlich in Cape York anzukommen, dem nördlichsten Punkt Australiens, etwa 1300km entfernt. Auf dem Weg wollte ich erst nach Daintree, von da aus mit dem Rad den Bloomfield Track entlang nach Cape Tribulation (Mit dem Rad, weil man Allradantrieb für den Weg bräuchte und… dafür ist meine alte Lady einfach nicht geschaffen. Außerdem: Sport, Abenteuer, Regenwald. Sollte mich laut Google Maps zwei Stunden oder so kosten - also rechnen wir mal drei - ich bin langsam und werde ne Menge Pausen machen für Fotos, verschnaufen etc. :P In Cape Trib gibt’s einen Aerial Broadwalk zwischen den Gipfeln des Regenwalds und ne exotische-Früchte-Farm. Gute Gründe also, hier mein Zelt aufzuschlagen (30$ von Kmart ^^, 2-Mann-Zelt, selbstaufbauend, einfach abbaubar und relativ handlich, passt nicht in, aber an meinen großen Wanderrucksack, den ich mir für 100$ inkl. Schlafsack und nem kleinen Rucksack, Regenfolie und Kleinkram von Gumtree besorgt habe – alles ausreichend für meine Zwecke also). Am nächsten Tag geht’s dann nach Wujal Wujal. Da gibt’s die Bloomfield Falls zu sehen, und eines meiner (bescheideneren) Lebensziele ist: Unter nem Wasserfall duschen ^^ Habe geplant, das da abhaken zu können. Zurück nach Cape Trip und am nächsten Tag wieder runter nach Daintree, wo mein Auto geparkt ist.

Ich wollte dann nach Cooktown fahren, Mount Cook „erklimmen“ und zu den Trebethan Waterfalls. (Wenn ich alle Wasserfälle Australiens sehen könnte, wär’s mir vermutlich immer noch nicht genug – ich bin von denen total fasziniert)

Im Lakefield National Park gibt’s danach ne Menge Wasserlöcher zu sehen und man kann einfach herumwandern, genau wie im Iron Range NP, wo’s nach kleinen Zwischenstopps dann hingeht. Von da aus ist es nicht mehr weit bis nach Bamaga, dem letzten Städtchen vor Cape York. Aber weil die Straßen nicht mehr wirklich Straßen ähneln, und auch keinen Schotterwegen, sondern sich noch am ehesten mit Feldwegen vergleichen lassen, in denen sich das Profil von tausenden Pickups eingraviert hat – wird lustig, sollte aber machbar sein – werden die paar Kilometer sich ziehen. Mit dem Rad geht’s dann tatsächlich – hoffentlich – nach Cape York. Da bräuchte man wirklich wieder 4WD (=Allrad) um sich mit dem Auto hinzutrauen. Mal schauen. Viele raten mir von dem Trip generell ab, aber hey, andere haben es auch geschafft. Ich besorge Abschleppseil, Benzinkanister, und vielleicht kann ich ja das eine Rad, das ausgetauscht wird, als zweites Reserverad behalten :D

Das wird schon, ich bin da optimistisch. Und wenn nicht – Ich komme eh nie da an, wo ich eigentlich hinmöchte, weil ich auf dem Weg von irgendwelchen Schildern inspiriert werde oder mich verirre.

Also, Zusammenfassung: Es geht in der Recess Week nach Norden, das ist der grobe Plan, den ich durchziehen kann und werde ^^

Ich habe übrigens bevor ich hergekommen bin ein tolles Buch gekauft, Ebay oder Amazon sei Dank, keine Ahnung, „Let’s Go: Australia – on a Budget“. Da gibt’s viele Tipps, wo man am günstigsten unterkommt, sich Autos mieten kann, Essen und Feiern gehen kann, was man gesehen haben sollte und was man sich sparen kann. Sehr übersichtlich.

Nachdem ich jedenfalls alles geplant hatte – hat mich 3 Tage, viel Papier und letztendlich n Whiteboard gekostet – ist dann doch einfacher, Korrekturen vorzunehmen – habe ich mich um die Ausrüstung gekümmert (Alles bei Kmart und BigW besorgt, weil ich keine Ansprüche habe und sparen wollte. Man kann ja nach und nach upgraden) Das war Montag oder Dienstag. Dienstagabend – wir erinnern uns, Cheap Tuesday – ging’s dann spontan in die Stadt, wo ich ein bisschen gejammert habe, dass wir nie aus der Stadt rauskommen und ich so gernen einfach direkt losfahren würde – und betrunkene Ideen sind manchmal die besten Ideen, oder nicht? Ich war so enthusiastisch, dass ich am nächsten Morgen – 9 Uhr – versucht habe, mein Fahrrad in mein Auto zu stopfen, um gegen halb 10 einzusehen, dass es einfach nicht passt, nicht mit umgeklapptem Rücksitz, nicht auf die Rückbank, liegend, vorwärts, rückwärts, auf dem Kopf… Gut, dann bleibt’s eben da. Ich besorge mir demnächst ne Halterung dafür o.ä.

Grobes Ziel im Sinn: Yungaburra, 4 oder 5 Stunden nord… – Im Uhrzeigersinn: Nie Ohne Seife Waschen – nordwestlich. Da gibt’s n Kaffeeladen, der dir für 20$ einen bottomless cup gibt und 42 verschiedene Sorten im Angebot hat – hehehe :3

Von den Mädels hatte niemand frei, aber ich hab kein Problem, alleine unterwegs zu sein, Musik an, Handy-Navi an, Ladegerät in den Zigarettenanzünder – sh*t. Der funktioniert nicht. Okay, USB Kabel in den Laptop, so läd’s ja auch (war noch ziiiiemlich leer von letzter Nacht…) und auf ging’s. Als das Navi meinte, 120km geradeaus, konnte ich das eh erst mal abschalten und die Umgebung genießen. Je weiter es nach Norden geht, desto grüner wird’s.

Irgendwann begannen die Schilder: zu Crystal Creek nach links abbiegen – mh, die anderen waren da und waren nicht so wahnsinnig begeistert, außerdem is das so nah, da muss man nicht übernachten. Und ich wollte ja zelten. Einige zig Kilometer weiter wurden andere Creeks und Wasserfälle angekündigt und bei irgendeinem – 1,5 oder 2h weit weg? Ich bin schlecht im Namen merken. Oder Gesichter merken. Und was Wege und Orientierung angeht… Ganz im Ernst, wie habe ich so lange überlebt? oO – bin ich dann abgebogen. Es hatte Symbole für Wasserfall UND Schwimmmöglichkeit, wuhu!

----- Mal ganz ohne Zusammenhang, es gab gerade ne Durchsage, „Free BBQ downstairs, bring your own plates“, und es schmeckt echt ganz gut. Hatte eine schwarze Olive in meinem Salat, die ich probiert habe - von der Konsistenz her nicht ganz so meins, aber geschmacklich echt lecker. Ich werde Olivenfan J -----

Also hin da. Was ich inzwischen herausgefunden habe: Die kleine Zahl in dem seltsam eingebuchteten Viereck, deutet an, wie weit man nach der Abzweigung noch fahren muss. 20 km waren es hier ca. Da ich aber eh nicht in Eile war, war das voll ok. Die Straße hat sich irgendwann in einen Feldweg verwandelt, es ging hoch, runter, krasse Steigungen, ernsthaft :O Es war ziemlich ruckelig, aber wir sind angekommen. An einem Parkplatz, einer Ranger Station oder ähnlichem und da war es – das Schwimmloch. Etwas grün. Mit Fischen… und Schildkröten (süß ^^). Man konnte eine Leiter/Gerüst herunterklettern und tatsächlich schwimmen gehen, allerdings war es nur etwa 1m tief, es ist ja Trockenzeit. Hmmm… Und wo war mein Wasserfall? Warum lügen mich die Schilder an?! L Ich bin dann einfach mal herumgewandert (habe meinen Rucksack geschnappt, meine Autoschlüssel im Wagen vergessen – das interessiert hier keinen, ich hab mein Fenster immer offen – aber immerhin 2l Wasser und Äpfel mitgenommen.)

----- Können wir eine Sekunde innehalten, um Äpfel gebührend wertzuschätzen? Sie können im Grunde nicht verrotten, nicht kaputtgehen, man muss sie nicht besonders einpacken, sie verursachen keinen Müll, wenn man sie einfach ganz auffuttert– ich habe IMMER, ÜBERALL, selbst nachts um 2 im Club Äpfel dabei. Sie sind frisch und süß und gesund (wenn auch nicht in den Massen, die ich verdrücke, ich geb’s ja zu) und günstig. Wenn man früh genug im Woolis ist, gibt’s vor den Self-Checkouts ne Kiste mit Obst und Gemüse – Füll eine Tüte mit was immer du willst bis oben hin und bezahl 3$ (Nicht umsonst, Kaja. Die Sachen sind NICHT umsonst. Beim ersten Mal hab ich das nicht gewusst und 3 Äpfel geklaut – aus Versehen, wirklich!) Der Kram ist dann eben manchmal minimal angedötscht oder etwas weich, wenn’s Tomaten sind o.ä., aber immer noch gut. Da fühl ich mich ja fast wie zuhause auf der Arbeit, wo ich den ganzen Kram immer gratis nach Hause schleppen konnte. *-* Oh, und Spaghetti? Vollkornspaghetti? Super geeignet, wenn man wie ich beim Fahren oder Lernen immer etwas knabbern will und nicht die fünfte Packung Cookies öffnen möchte. -----

Naja, ich hab mich auf den Weg gemacht, über einen kleinen Fluss, der das eher bescheidene Wasserloch mit Wasser versorgt hat. Fluss bedeutet Quelle bedeutet Wasserfall, richtig? Hin da! Um die Ecke war die Campingwiese, weiter die Straße entlang – Ganz schön weit. Und du hast den Schlüssel im Auto. Nur noch bis zur nächsten Kurve, dann dreh ich um und fahre das Stück und sichere das Auto, just in case. Naja, vielleicht die nächste Kurve noch, und die danach – bis ich zu nem Schild gekommen bin: Irgendwas Falls Walking Track, 1,5h – Hörte sich gut an! Es ging nen Hügel hinauf, immer am Fluss entlang, kleine Wasserlöcher, bis sich der Weg irgendwann in „ß Falls“ und „Viewing Platform à“ gespalten hat. Natürlich habe ich Falls genommen. Der Weg hörte auf, und man musste sich seinen eigenen erklettern/ erwandern. Hihi, hat das Spaß gemacht. Hin und wieder durch den Bach auf die andere Seite waten, hier nen Felsen hoch, da durchs Gebüsch, bis ich an nem Wasserloch - mit Wasserfall, yeah! - angekommen bin!!! Ziemlich abgeschieden, nicht besonders groß, genau wie ich mir gewünscht habe. Ich dachte, ich schaffe das erst in Wujal Wujal, aber jetzt habe ich mein kleines Ziel am Mittwoch schon erreicht =) Ich stand unter nem Wasserfall und war schwimmen. Das Wasser war wunderbar erfrischend nach der Wanderung und die Sonne war schön warm und es war einfach nur supertoll. Ich bin nicht soo lange geblieben, wollte ja noch den Hügel hinauf und generell weiter nach Norden, aber oh mein Gott, ich bin immer noch begeistert! Da fahre ich nochmal hin. Oder, naja, ich möchte noch zu so vielen anderen Stellen, aber das war so toll. Ich muss gucken. Bisher ist das jedenfalls mein Lieblingsplätzchen.

Weiter nördlich kam ich an Hinchinbrook Island vorbei, es gibt ne Aussichtsplattform nur einen kleinen Hügel rauf, und noch weiter den Highway entlang nähert man sich dem Regenwald. Schon aus der Ferne sehen die grünen Hügel klasse aus, es gab sogar Schilder in den (?? „Insert name here“) Rainforest National Park. Ich bin aber erstmal weitergefahren.

irgendwann gab’s ein Schild zu nem neuen Wasserfall – „Twin (?)“ Falls. Da kann man leider nicht direkt drunter stehen, aber den Fluss runter ist ein künstlicher „Strand“, eher flache Steine und ein bisschen Sand, Seile, an denen man schwingen kann und eine Feuerstelle. Sieht großartig aus. Und den Hügel rauf gibt’s eine klasse Aussicht über den Wald, den Fluss entlang, mit Sicht auf den Split Rock (wirklich ein riesiger gespaltener Felsen auf einem Berg, die von hoher spiritueller Bedeutung für viele Aboriginal Poples ist) und die Berge.

Das Schild am Highway hatte 20km angezeigt, machbar. Ich bin an ner Schule/Tagesstätte und ner Tankstelle (Wäre ne gute Idee, aber, mh… Ach was, das können wir auf dem Rückweg erledigen) und vielen netten Farmen und Feldern vorbeigekommen. Meine Tankanzeige ist etwas ungenau, weiß ich jetzt. Von über 1/4 auf kurz vor rot springt sie sehr (!) schnell. Als ich angekommen bin, hat das rote Lämpchen immer öfter aufgeleuchtet, aber hey, die Tankstelle war „nur“ 12km weg, das ist nichts, richtig? Ich hatte trotzdem Angst, nicht anzukommen, man weiß ja nie wie weit ein neues Auto dich auf rot bringt. Bei meinem Baby zu Hause, konnte ich das inzwischen kilometergenau einschätzen, aber hier? Naja, als wir die Tankstelle tatsächlich erreicht hatten, musste ich feststellen, dass sie um 19 Uhr zugemacht hatte. Und die nächste – nochmal 10km sogar schon um 17 Uhr. Und die nächste – 15km weiter, war ganz geschlossen, wurde renoviert. Wenn man mit leerem Tank 40 km fährt, beginnt man (oder ich) eine seeehr gute Beziehung zu seinem Autochen aufzubauen. Von loben und beten zu leeren Versprechungen („Ich tanke ab jetzt immer voll und mach dir keine Sorgen, ich lass dich nie wieder so leer laufen und bitte, nur noch 5km, ich weiß, hier muss irgendwo eine Tankstelle sein, du bist so großartig, stirb niiiicht!!“) – Ich hab ja vorhergesagt, wir werden uns anfreunden. Definitiv passiert. Ich war so unfassbar dankbar, als wir endlich eine 24/7 Tankstelle gefunden haben. (Ich bin wieder zurück gefahren, weil ich nicht wusste, wo die nächste Tanke im Norden war, aber ich habe ja einige bereits passiert, ich wusste, sie existierten irgendwo.)

Wir hatten also endlich Sprit bekommen (Habe allerdings meinen Tankverschluss verloren – auf dem Kofferraum liegengelassen, ups) und waren fast wieder am Rainforest NP. Es hieß auf dem Schild, es gibt da einen Campingplatz (es war inzwischen dunkel, den Sonnenuntergang hatte ich auf dem Hügel bei Twin Falls angeschaut) und ein bisschen Wald war jetzt doch eine nette Abwechslung nach den Wasserfällen, also war das mein neues Ziel.

Um’s kurz zu machen: Ich bin abgebogen, aber hab scheinbar irgendein Schild übersehen und war irgendwann irgendwo zwischen Ingham und einer anderen kleinen Stadt, keine Pfeile mehr zu irgendeinem Campingplatz in Sicht. Hmmm... Ich hab dann am Straßenrand gehalten, an nem Zuckerrohrfeld und ne kleine Pause eingelegt. Isomatte auf den Kofferraum und den Sternenhimmel genossen – Ich war weit genug draußen, dass ich dieselbe Sicht hatte wie vom Flugzeug aus – SO viele Sterne, einfach nur schön. Kein Verkehr, also hatte ich fast den Entschluss gefasst, einfach da einzuschlafen, aber ich wollte den verfluchten Regenwald sehen und außerdem mein Zelt aufbauen. Also nochmal zurück. Schild gefunden, immer weiter den ruckeligen Weg entlang und – gefunden! Da mein Handy leer war, konnte ich mir keine ePermit Campingerlaubnis online holen, aber ich hab trotzdem mal ne Nische gesucht und mein Zelt aufgebaut – merkt schon keiner, oder? Es ging mir wirklich nicht um die 6$. Ich hatte bloß so gar keine Möglichkeit, Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen.

Es hat niemand gemerkt oder kontrolliert. Am Morgen bin ich dann einen Walking Track in den Wald gefolgt, zum Fig Tree – der ist riesig! Wirklich, wirklich riesig! Beeindruckend, sollte man mal gesehen haben. Entlang des Weges waren Schilder platziert, die erklären, welche Pflanze welchem Zweck dient/ gedient hat – Bumerang, Insektenabwehr, für Körbe, Gift, Speere. Ich hatte das meiste schon von Uncle Rusty gehört – mit dem wir am Sonntag vorher auf unserem zweiten Field Trip waren. Super interessant! Aber davon vielleicht wann anders mehr.

Und danach musste ich mich auch langsam auf den Weg nach Hause machen. Am Mittwoch hatte ich eine Vorlesung geschwänzt – aber ich hatte gerade erst einen Test darin mit 90% bestanden, also… verkraftbar, richtig? Aber auf der Arbeit am Donnerstag konnte ich nicht fehlen. Ich bin also alles in allem keine 30 Stunden unterwegs gewesen, aber habe so viele schöne Sachen gesehen! Also, wenn ihr einfach mal ein Wochenende frei habt, oder einen Tag in der Woche, oder wirklich nur irgendwo ein paar Stündchen entbehren könnt – Der Trip hat mich jetzt 60$ Sprit gekostet (und theoretisch 6$ Campinggebühr). Es lohnt sich! Kauft euch ein Auto (!), das eröffnet euch so viele Möglichkeiten. 2 Wasserfälle, Regenwald, Sternenhimmel, Hinchinbrook Island, Hügel hinaufgewandert, Aussichten genossen, Fotos gemacht – wenn ich irgendwie kann, mache ich das jetzt jede Woche!

Also schmeißt euer Geld zusammen, meinetwegen bloß für so ne Klapperkiste wie meine. Ihr könnt rausfahren und Australien sehen. Darum geht’s doch eigentlich, oder? =)

 

Wieder angekommen warteten übrigens ein paar gute Neuigkeiten auf mich: Meine Tax File Number war endlich da – Ich bekomme also hoffentlich nächste Woche Lohn – und wir haben einen nagelneuen Ofen bekommen.

Eine negative war, dass ich scheinbar eine Radkappe verloren habe, lalala…Dean war nicht begeistert, ich erzähle lieber nichts vom Tankverschluss :D

Und einer meiner Mitbewohner zieht aus (Ich wollte ja aus meinem Vertrag raus – auf Gumtree und auf diversen Aushängen findet man inzwischen Angebote für ~100-130$ die Woche, mit Pool und Balkon, nah zur Uni. Nicht 225, so wie jetzt -.-) Er hat es geschafft, nur nicht so ganz freiwillig. Die Reinigungskräfte haben Gras in seinem Zimmer gefunden, das war Grund genug, den Vertrag zu annullieren. Keine anderen Konsequenzen, außer ne Benachrichtigung an seine Eltern, die wohl nicht ganz so begeistert waren (Hey, er spart jetzt immerhin ne Menge Kohle :D).

Drogen sind böse. Wir hatten ein Emergency Meeting mit unseren RAs darüber, um uns noch einmal die Gefahren vor Augen zu führen. Kann sogar in Extremfällen zur Annullierung eures Visums führen! Also, Kinder: Nicht machen. Aber ich beneide ihn trotzdem ein wenig

Mein Wasserfall =)

Kaja Wilhelm zuletzt bearbeitet am 06.09.2015