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Frankfurt - Singapur - Brisbane - Townsville

Hey!

Ein paar Tage ist es her, dass ich angekommen bin in Townsville. Der Flug war lang, aber total unkompliziert. In Deutschlang hatte ich nur die Flugtickets nach Singapur und Brisbane ausgestellt bekommen, also musste ich in Brisbane nochmal zum Schalter. Außerdem musste ich meinen Koffer noch einmal einchecken, da ich damit erst durch den Zoll musste. Ich wurde ausgewählt, kontrolliert zu werden, und hatte schon Panik, meine ganzen Sachen auspacken zu müssen - Besonders einfach war es nämlich nicht, den Koffer mit 29,5 kg zuzubekommen. Aber er wurde nur einmal kurz von einem Drogen- und Sprengstoffspürhund abgeschnüffelt und ich durfte direkt weiter. Die Sitze von Singapore Airlines waren zwar nicht unbequem, aber zu eng, um sich vernünftig ausstrecken und schlafen zu können, also habe ich die Flüge hauptsächlich damit verbracht, Filme zu schauen. Der Flug nach Brisbane war außerdem genial, weil ich einen Fensterplatz hatte, und wir über Nacht geflogen sind. Überm Outback, wo man unter sich wirklich nur ein, zwei Lichtlein sehen konnte, war der Sternenhimmel spektakulär. Ich habe wirklich noch nie so viele Sterne gesehen, der Mond schien nicht, aber es war trotzdem so hell, wunderschön! Man konnte die gesamte Milchstraße sehen, nirgendwo war der Himmel wirklich schwarz.

In Townsville angekommen wurde ich von Mitarbeitern der Uni abgeholt. Das ist ein Service, den man ganz unkompliziert über die Website buchen kann und es hat wunderbar geklappt. Wir waren zu fünft, die anderen vier kamen allesamt aus den Staaten. Es sind generell fast die Hälfte aller internationalen Studierenden dieses Semester aus den USA, einige aus Kanada, Japan, Indonesien, Südafrika, viele aus Skandinavien und ich schätze rund zehn aus Deutschland.

Ich war die einzige von uns Anreisenden, die am Rotary International House abgesetzt wurde, die anderen wohnen beispielsweise in der University Hall. Und so klischeehaft, aber unglaublich cool: Das erste, was wir gesehen haben, direkt vorm Wohnheim: 3 Kängurus (siehe Foto). Inzwischen weiß ich, dass sie besonders nachmittags hier teilweise zu zehnt, fünfzehnt aufschlagen, viele haben auch Babys im Beutel. Man kann sich bis auf einen Meter nähern, dann hüpfen die meisten weg.

Wir haben zehn studentische Betreuer, eine davon hat mich abgeholt, mit den Schlüssel ausgestellt und mich auf mein Zimmer im ersten Stock begleitet. Wir haben drei Häuser mit je drei Etagen, auf jeder Etage wohnen sieben Studenten in einer WG zusammen. Wir teilen uns zwei separate Klos, eine Dusche und ein Duschbad, einen großen Balkon und eine ziemlich große Küche, die mit dem Wohnzimmer gekoppelt ist. Eingerichtet ist hier alles sehr... spartanisch. Aber man hat alles, was man braucht (außer einer Kaffeemaschine, da muss ich noch Abhilfe schaffen) Gespült wird alles per Hand, direkt nachdem man es genutzt hat. Einmal die Woche bringt jeder abends den Müll raus, wischt die Oberflächen ab und fegt kurz durch. Die Schlüssel sind elektronisch und werden bloß vors Schloss gehalten. Achtung: Immer dabei haben, man kann zwar einen Betreuer rufen, kriegt dafür allerdings eine Abmahnung, bei der dritten gibt's eine Geldstrafe. Ich trage meinen Chip, der wasserfest ist, immer ums Handgelenk. Hat man den Schlüssel nachts vergessen, und weckt deshalb einen Betreuer, gibt's direkt eine Geldstrafe.

Auf dem wirklich riesigen, weitläufigen Campus, haben wir einen Buchladen und einen Supermarkt, Woolworths, in dem man alle Lebensmittel finden kann, die man braucht. Vom Rotary House ist er gut 1,5 km die Straße runter. Lammfleisch ist extrem günstig, Rindfleisch, das kurz vorm MHD ist, ebenfalls, das habe ich einfach eingefroren ;) Zucchini und Zwiebeln sind günstig, die Apfelsorte Red Delicious ebenfalls, die in etwa wie Braeburn schmeckt. Was wirklich teuer ist, sind Paprika, Salat, Erdbeeren, Melone, Pfirsiche (unbezahlbar!!). Man kann günstige Konserven finden, Erbsen & Co. Nudeln uns Reis sind nur minimal teurer als in Deutschland. Ganz normalen Joghurt ohne irgendwelche Geschmackszusätze habe ich allerdings bis heute nicht gefunden.

Was man nicht bei Woolworths kaufen sollte, sind Kissen und Bettwäsche. Es bietet sich an, mit dem Bus (201) zu Stocklands zu fahren, das ist ein riesiges Einkaufszentrum. Größtenteils sind dort Klamottenläden, aber bei BigW kann man günstig Kissen (2 kleine für 5$), eine 2,30x240 Decke (20$), Handtücher, Fahrradzubehör (Helmpflicht!) etc. kaufen. Außerdem findet man Handyläden, in denen man sich eine Prepaidkarte zulegen kann.

Wir haben auch Gemeinschaftsräume und Tische draußen, an denen viele Studenten sitzen, mit denen man immer plaudern kann. Die meisten sind ziemlich interessiert an neuen Gesichtern. In der Waschküche kann man für 2$ eine sehr große Ladung waschen und dahinter im Freien aufhängen. Ein Bügelbrett ist in unserer WG vorhanden.

Der Campus ist umgeben von Hügeln, die man allerdings nur ein Stück weit hinaufklettern kann. Den Zaun, auf den man dann trifft, sollte man ernst nehmen, da sich dahinter scheinbar eine Militärbasis befindet, und Schilder warnen vor Bomben und Lebensgefahr. Bis ins Stadtzentrum ist es eine ziemliche Strecke, ich war selbst noch nicht da.

Beim nächsten Mal schreibe ich etwas über den Campus, die ersten Tage und O-Week =)

Bis dahin alles Gute!

Süßes Begrüßungskommitee

Kaja Wilhelm zuletzt bearbeitet am 21.07.2015