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MEIN FAZIT

...herzlich Willkommen bei meinem letzten Blogeintrag! Seit einer guten Woche bin ich jetzt wieder daheim im schönen Frankenland und nach dem Trubel der ersten Tage habe ich nun Zeit, euch von meiner Rückreise, dem Jetlag und meinem abschließenden Fazit der letzten 4 Monate zu berichten.

Am 2. Januar war's soweit, die Koffer mussten erneut gepackt werden, Lisa und ich sind aus dem Hostel ausgecheckt und haben uns dann mit den Öffentlichen auf den Weg zum Flughafen gemacht. Für knapp 3 Dollar kommt man bequem und günstig per Straßenbahn, U-Bahn und Bus aus der Downtown zum etwas auswärts gelegenen, riesigen Pearson International Airport. Im Vergleich zur Hinreise hat es diesmal "bestens" mit dem Anschlussflug geklappt, aber Adrenalin und Nervosität waren trotzdem im Spiel - denn mein Flug nach Frankfurt hatte eine Dreiviertelstunde Verspätung und ich hatte in Frankfurt nur eine gute Stunde Aufenthalt zwischen den Flügen. Deswegen hieß es in Frankfurt gehetzt aus dem Flugzeug stürmen und dann schnell durch die Kontrollen und den Zoll, um dann im Affenzahn zum richtigen Gate zu rennen. Wie das Schicksal es so will, wurde mein Flug auch noch vom planmäßigen Gate auf ein anderes verlegt - was ich erst erfuhr, als ich schon Ersteres erreicht hatte! ;) Nach ein paar Minuten mehr Gerenne war ich dann aber zum Glück am richtigen Ort und das Boarding hatte noch offen. Wenn ich bei meinem Auslandssemester eins gelernt habe, dann dass beim alleine Reisen so ziemlich alles schiefgehen kann & man es am besten mit Humor nimmt! ;)

Durch die Zeitverschiebung bin ich dann schließlich am 3. Januar müde aber sehr glücklich in Nürnberg gelandet. In den ersten Tagen war ich extrem müde und kam frühs nie so richtig aus dem Bett - der Jetlag hatte voll zugeschlagen. Nach fünf Tagen fühlte ich mich wieder einigermaßen fit und hatte beim Aufstehen nicht mehr das Gefühl, dass es eigentlich erst mitten in der Nacht ist. Flüge nach Osten sind ja bekanntlich immer schlimmer als nach Westen - am besten, man denkt nicht so viel darüber nach, wieviel Uhr es jetzt theoretisch wäre und trickst sich selbst so gut es geht aus! Mir haben außerdem viele Spaziergänge an der frischen Luft und natürlich Kaffee über die Runden geholfen :)

Als ich dann die Koffer ausgepackt, Mitbringsel verteilt und durch die ganzen Fotos durchgeguckt hatte, kamen einige Erinnerungen hoch. Ich muss wirklich sagen, dass ich mit meiner Entscheidung vollkommen zufrieden und glücklich bin. Ich würde jederzeit wieder an die UWin mit ihrem Downtown-Campus, kleinen Klassen sowie multikulturellen Professoren und Studenten gehen! Ich habe mich bei den offenen und herzlichen Kanadiern vom ersten Tag an wohl gefühlt und ein echtes zweites Zuhause gefunden. Natürlich haben die letzten vier Monate einiges an Geld gekostet, aber zurückblickend weiß ich, dass es jeden Cent wert war! Ich werde meine Zeit in Winnipeg nie vergessen und bin meiner Familie sehr dankbar, dass sie mir diese einzigartige Erfahrung ermöglicht hat. Zum Beispiel an die weiße Wunderwelt in Winnipeg werde ich mich definitiv noch lange erinnern... wer sonst kann schon auf einen lockeren 3-Kilometer (einfach) Spaziergang zur Shopping Mall bei minus 25 Grad zurückblicken? ;)

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Wer also mit dem Gedanken spielt, ein Auslandssemester in Kanada zu machen, dem kann ich es wirklich nur wärmstens empfehlen! :) Ihr verbessert nicht nur euer Englisch, sondern werdet auch selbständiger, sammelt interkulturelle Kompetenzen, blickt über den Tellerrand hinaus, verlasst eure Komfortzone und und und... ihr werdet die Zeit garantiert nicht bereuen und ein Leben lang mit einem Lächeln darauf zurückblicken. Also traut euch!

Mit diesen Worten verabschiede ich mich von euch - ich hatte große Freude am Schreiben dieses Blogs und bin natürlich auch weiterhin für eure Fragen da :) Schreibt mir einfach!

Liebe Grüße aus Nürnberg!

Theresa

Theresa Lorenz zuletzt bearbeitet am 12.01.2016