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Die ersten Assignments sind geschafft!

Nach zwei Wochen und ersten erfolgreich bestandenen Assignments melden wir uns wieder aus dem schönen Ho Chi Minh City.

Starten wir mit der Uni. Die letzte Woche hatten wir vier Assignments, in jedem unserer Fächer eines und haben diese auch relativ gut überstanden. In zwei Fächern mussten wir jeweils einen Online Multiple Choice Test absolvieren, wobei es teils zeitlich sehr schwierig war. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass der MC-Test nur 20% der Gesamtnote zählt und dieser 90 Minuten gedauert hat, kann man schon von einem relativ anspruchsvollen Assignment sprechen.

In einem weiteren Fach mussten wir eine Gruppenpräsentation über 25 Minuten halten, wobei der Impact weitestgehend vorgegeben wurde. Wir haben uns dabei mit Mentoring&Developing Others befasst, es ging also weitestgehend um Mentoring, Coaching, Delegation und Feedback. Da wir beide keine Management-Kurse an unserer Heimat-Uni belegt haben, war der Inhalt des Faches für uns neu und sehr spannend. Wir waren beide in der gleichen Gruppe, hatten jedoch noch einen Schweden und zwei Vietnamesen in der Gruppe. Es war auf jeden Fall eine interessante erste Erfahrung einer Gruppenarbeit mit Vietnamesen. Zuerst einmal muss man sagen, dass Pünktlichkeit nicht unbedingt ernst genommen wird. Nachdem wir beim ersten Mal nur 30 Minuten warten mussten, waren es beim zweiten Treffen schon 60 Minuten. Hinzu kam noch, dass einer der Vietnamesen seine Slides nicht wie besprochen vorbereitet hatte und die ersten 30 Minuten damit aufgewendet hat seine Slides zu erstellen. Letztlich hat dann aber alles sehr gut geklappt und jeder hat seinen Part gelernt und auch gut präsentiert. Wir warten leider immer noch auf die Note, der Teacher war aber sehr begeistert. Im letzten Fach hatten wir dann einen Test in der Klasse, wobei es hier in der Vorbereitung auch Missverständnisse gab. Der Teacher hat uns im vorhinein gesagt, dass wir keine Unterlagen mit in die Klausur nehmen durften, dann war es aber ein sogenanntes Open Book – Exam und wir durften Unterlagen mitnehmen, wobei einige ihre Bücher oder Laptops nicht dabei hatten.

Wie man sieht, muss man also immer mit allem rechnen und das studieren in Vietnam hat immer wieder Überraschungen parat. Nachdem wir aber gute Ergebnisse erzielt haben, blicken wir sehr optimistisch voraus. Es wird jetzt allerdings schnell sehr anspruchsvoll. So müssen wir in dem einen Fach einen Report über 2500 Wörter innerhalb von zwei Wochen schreiben. Erschwerend kommt hierbei hinzu, dass wir bald eine Week Off haben, in der keine Uni stattfindet und die wir fest fürs Reisen eingeplant haben. Wir müssen jetzt also abwägen zwischen Uni und Reisen und werden wahrscheinlich unseren Laptop mit auf die Reise nehmen.

 

Was passiert so neben der Universität?

Ja natürlich kommt das Leben neben dem Studieren auch nicht zu kurz. Da Merlin bereits vor einigen Jahren die Tempel von Angkor besichtigte, machte ich (Matthias) mich mit zwei Dänen auf den Weg nach Siem Reap. Und ja wer Angkor Wat und die Tempel rund herum nicht auf seiner Bucket-Liste hat, der sollte das schleunigst ändern. Nach einem 11 Stunden Bus-Trip angekommen, organisierten wir noch fix einen Tuk-Tuk-Fahrer um den Sonnenaufgang in Angkor Wat zu sehen. Auch wenn das Aufstehen um 04.00 Uhr wirklich jedem von uns schwer gefallen ist, so war es doch ein einmaliges Erlebnis die aufgehende Sonne zu sehen. Dabei machten uns auch die zahlreichen anderen Touristen und Fotografen das Erlebnis nicht kaputt, da wir so pünktlich gestartet sind konnten wir einen Platz in der ersten Reihe ergattern. Neben Angkor Wat besichtigen wir für weitere 4 Stunden die umliegenden Tempelanlagen sowie den berühmten Tomb-Raider-Tempel. Einfach nur Wahnsinn wenn man sich überlegt zu welcher Zeit die Anlagen entstanden sind. Nach einem kurzen Mittagsschlaf starteten wir dann in eine aufregende Partynacht mit einigen Towern an unserem Pool. Und auch Siem Reap hat natürlich eine Partystreet zu bieten, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Nach einer durchzechten Nacht starteten wir deshalb erst am Sonntag Nachmittag, um die restlichen Tempel sowie den Sonnenuntergang zu sehen. Noch immer waren wir tief beeindruckt von der gesamten Architektur und der umliegenden Natur. Für 15 USD pro Nase kann man sich zwei Tage durch die Anlagen mit einem Tuk-Tuk fahren lassen, was in Anbetracht der Hitze auch absolut empfehlenswert ist. Natürlich kann man sich auch ein Bike mieten, was für uns aufgrund unseres Katers aber keine wirkliche Alternative darstellte. Am Montag ging es dann zurück nach Saigon.

Angkor Wat

Ansonsten ist auch unter der Woche viel geboten, meistens trifft man sich auf der Bui Vien, der Backpackerstraße in Saigon, und zieht von einer Bar zur nächsten. Dennoch ist auch in unserem District D7 immer etwas geboten, so waren wir zB bei einem richtig leckeren Korean Barbecue. Auch am ersten November-Wochenende flog eine Gruppe von 12 internationalen Studierenden in die alte Kaiserstadt Hoi An. Leider hat es Matthias gesundheitstechnisch erwischt, so dass er den Trip nicht antreten konnte.

Trotzdem habe ich, Merlin, mit den anderen den Trip nach Hoi An gemacht und war absolut begeistert. Hoi An ist bis dato eine der schönsten Städte, die ich je gesehen habe. Die Stadt ist im Gegensatz zu Ho Chi Minh und den sonstigen Städten hier in Vietnam sehr entschleunigt. In der Innenstadt sind Autos und Motobikes verboten und nur Fahrräder sind erlaubt. Dadurch kann man sehr gemütlich durch die Straßen schlendern und in den vielen kleinen Shops shoppen. Hoi An ist berühmt für Anzüge und handgemachte Accessoires, Taschen und Geldbörsen. Daneben gibt es viele schnuckelige kleine Cafes in denen man gemütlich Kaffee trinken kann. Abends gibt es in Hoi An viele bunte Lichter und Lampen, sodass die Stadt nochmal einen gewissen Charme hinzugewinnt. In der Stadtmitte gibt es einen kleinen Fluss, der der Stadt zusätzlichen Flair verleiht.

Hoi An

Hoi An II

Nachdem wir beide dann zwei Wochenenden unterwegs waren, stand unter der Woche dann Universität und relaxen im Mittelpunkt. Dies war auch nötig, stand mit zahlreichen Poolpartys doch ein hartes Wochenende vor der Tür. Gestartet am Freitag im Apartment unserer dänischen Freunde, genossen wir vom grandiosen Infinity Pool den Blick auf das wohl markanteste Gebäude von Saigon, den Bitexco Financial Tower. Anschließend ging es in eine wirklich coole Bar, bei der man für umgerechnet 8 Euro für 3 Stunden Freibier erhält. Danach zogen wir noch durch die Clubs mit einem wunderbaren Ende im Observatory, bei der der deutsche Dj Till von Sein an den Plattentellern brillierte. Für uns ist das Observatory der beste Club in Saigon, da es der einzig wirkliche Electro-Club hier ist. Nach einer kurzen Nacht stand mit einer weiteren Poolparty bei zwei Deutschen und zwei Franzosen bereits die nächste grandiose Feier an. Auch wenn der Pool nicht mit dem Infinity-Pool mithalten konnte, so war es dennoch ein wunderbarer Nachmittag, da im Gegensatz zum Vortag wir den Pool für uns alleine hatten. Müde nach zwei langen Partynächten relaxten wir am vergangenen Sonntag dann an unserem Pool. Diese Woche gingen wir zum ersten Mal zum Brazilian Barbecue und jeder, der das noch nicht gemacht hatte, sollte dies definitiv nachholen. Insgesamt bot das Buffet zunächst 11 Gänge mit Lamm, Rind, Rumpsteak, Spanferkel, Bacon, gebackenen Bananen, Spare-Ribs und und und. Wer danach noch nicht genug hatte, konnte immer wieder einzelne Gänge nachbestellen. Dazu gab es noch leckeren italienischen Wein.

Auch an diesem Wochenende werden wir dann unterwegs sein. Mit einer großen Gruppe von 20 Personen verbringen wir 3 Tage im Küstenort Mui Ne.

Wie ihr seht lassen wir es uns hier richtig gut gehen, dennoch ist gerade die erste Assignment-Woche an der Universität nicht zu unterschätzen gewesen und hat uns zumindest auch etwas Fleiß und Mühen gekostet. Und auch die nächsten Deadlines für die weiteren Assignments sind bereits zeitnah. Wir müssen nun abwägen, wohin und wie lange wir in der freien Woche verreisen können und wollen. Sicherlich werden wir nach Sa Pa, Hanoi und Halong Bay gehen.  Aber auch Laos, Kambodscha oder Zentralvietnam haben wir noch auf unserer Liste.

Sobald wir den finalen Plan gemacht haben und ein hoffentlich sonniges und schönes Wochenende in Mui Ne hatten, versorgen wir Euch mit den nächsten Berichten aus Vietnam.

Bis dahin

Merlin & Matthias

Merlin Kaiser zuletzt bearbeitet am 17.11.2016