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Angekommen in Ho Chi Minh!

Nachdem wir eigentlich versprochen hatten, uns direkt nach unserem ersten Uni-Tag wieder zu melden, musstet ihr leider noch zwei Tage warten.

Wie ist es uns in den letzten Tagen auf den Philippinen ergangen?

Nachdem der Wettergott in den ersten 4 Tagen auf den Philippinen nicht gerade gnädig zu uns war und wir zwischendurch schon etwas verzweifelt waren, da wir schlicht keine unserer angestrebten Touren machen konnten, entschädigte er uns mit sonnigem Wetter in den letzten Tagen. So konnten wir immerhin noch den Vulkan Mount Pinatubo besteigen sowie durch die traumhaften Reisterrassen von Banaue und Batad, die vielerorts sogar als achtes Weltwunder gelten, wandern. Schlussendlich kamen wir bei unserer Tour durch die Reisfelder auch noch an einem Wasserfall vorbei, der aufgrund der doch großen Hitze eine gute Abkühlung war. Leider ging es dann nach circa 7 Tagen schon wieder mit dem Nachtbus zurück nach Manila, wo wir für den nächsten Tag einen Rückflug nach Saigon gebucht hatten.

Alles in allem hatten wir doch eine schöne Zeit auf den Philippinen und gerade die Vulkantour und Reisfelder bieten die Möglichkeit wunderschöne Landschaften, Täler, Berge, Seen und Flüsse zu sehen. Dennoch mussten wir natürlich zurück nach Saigon, da der erste Uni-Tag kurz bevorstand.

 

Wie war der erste Uni-Tag?

Noch etwas müde, da wir erst am gleichen Tag um 02.00 Uhr in unserem Hostel ankamen, machten wir uns früh um 10.00 Uhr mit dem Taxi auf den Weg in District 7, wo sich unsere Universität, die RMIT, befindet. Der erste Eindruck war dann auf jeden Fall schon einmal sehr positiv, denn die RMIT verfügt über eine großzügig angelegte Gartenanlage, ein eigenes Fitnesscenter, Sporthalle und sehr moderne Hörsäle. Zunächst waren wir nur internationale Studierende und wurden von verschiedenen Universitätspersönlichkeiten begrüßt und sollten unsere Erwartungen an das Auslandssemester in Vietnam auch bereits in ersten Kleingruppen diskutieren. Die Begrüßung war sehr nett und ermöglichte uns gleich ersten Kontakt mit einigen Studierenden zu schließen. Insgesamt studieren 52 internationale Studenten aus aller Welt, hauptsächlich aber aus Europa, an der RMIT. Nach der Begrüßung gab es zudem eine Kleinigkeit zu essen und jeder Studierende erhielt eine kleine Tüte mit verschiedenen Gutscheinen und Informationen. Danach gab es eine Einführungsveranstaltung für alle Neu-Ankömmlinge an der RMIT, die wir aber nur sehr kurz besuchten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit einigen internationalen Studierenden, verabredeten wir uns dann auch gleich für den Abend, um gebührend ins Semester zu starten. Zunächst trafen sich circa 40 Leute in einem wunderschönen Apartment, um sich bei Beerpong und Co. näher kennen zu lernen. Danach zogen wir noch weiter auf die Backpackerstraße Bui Vien, wo wir bis circa 06.00 Uhr morgens durch die Bars und Clubs zogen.

Etwas geschwächt von einem grandiosen ersten Abend, verabredeten wir uns dann am Freitag mit einem Dänen, den wir am ersten Tag kennengelernt hatten, um ein Apartment zu finden. Dies war schlussendlich auch erfolgreich, da wir nun zusammen mit einer Australierin und besagten Dänen, in eine schöne Wohnung in Uni-Nähe gezogen sind. Um uns dann noch ein wenig vom Vorabend zu erholen, gönnten wir uns am Abend schließlich auch noch eine Massage.

Am Samstag organisierten die Buddys eine Stadtrundfahrt und ein grandioses Barbecue, bei der wir bereits erste Eindrücke von Ho Chi Minh City gewinnen konnten. So besuchten wir z.B. die Kathedrale Notre Dame, das Post-Office und das Kriegsmuseum. Abends zogen wir dann natürlich wieder um die Häuser und so tanzten wir bis 06.00 Uhr morgens im Techno-Club The Observatory.

Der Sonntag und Montag verliefen sehr ruhig, da wir uns von dem Uni- und Partystress erstmal erholen mussten. Auf Empfehlung eines unserer Buddys an der RMIT haben wir uns dann zum Abschluss der beiden ruhigen Tage noch ein Sushi-Dinner gegönnt.

Gestern hatten wir das erste Mal Uni und direkt zwei Kurse à 3 Stunden. Die Kurse sind bunt gemischt zwischen Locals und Internationals wobei die Mehrzahl der Kursteilnehmer Vietnamesen sind. In beiden Kursen haben wir mit einer Vorstellungsrunde begonnen, es ist also alles sehr persönlich und nicht so anonym wie die Massenvorlesungen in Deutschland. Inhaltlich haben wir auch schon den ersten Input erhalten und auch erste Gruppenaufgaben innerhalb der Kurse gelöst. Weiter wurden uns auch Hausaufgaben aufgegeben, dass wir so aus Deutschland nicht kennen. Als fleißige Studenten haben wir diese dann auch direkt gestern Abend gemacht.

Heute haben wir uns aufgeteilt, da Matthias mit einem Studenten aus den Niederlanden einen Daytrip zu den Cu Chi Tunnels gemacht hat und ich, Merlin, mich für eine Cooking Class in der Uni angemeldet hatte. Wir haben in der Cooking Class zuerst spielerisch etwas über die vietnamesische Küche und Esskultur gelernt bevor wir dann selber kochen durften. Schließlich kamen dann aus der Kantine noch weitere lokale Gerichte und wir haben uns alle sehr satt gegessen.

Nachdem wir nun beide wieder in unserem Apartment angekommen sind, haben wir nun auch die Zeit gefunden Euch über unsere vergangene Woche zu informieren. Morgen stehen dann unsere beiden anderen Uni-Kurse an.

Alles in allem gab es dann also doch noch ein Happy Ending auf den Philippinen und einen grandiosen Start ins Semester. Wir melden uns in den kommenden Wochen wieder, um unsere nächsten Eindrücke von der Lehre und dem Leben in Vietnam wiederzugeben.

Bis dahin,

Merlin & Matthias

Merlin Kaiser zuletzt bearbeitet am 19.10.2016