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FINANZEN AUFBESSERN

Australien ist teuer, dass wusste ich schon vor Reiseantritt. Doch mein Kontoauszug spricht von Tatsachen. Tatsachen, welche mich nicht schlecht staunen ließen. Holla die Waldfee… ;-)

 

Was soll man da schon noch gegen machen? Da ich mir überlegt habe nicht nur von Spaghetti und Tomatenketchup zu leben fiel mir ein auf Jobsuche zu gehen. Gesagt - getan. Der deutsche Lebenslauf wurde auf den Englischen abgeändert. Diesen habe ich von Freunden checken lassen, welche hier schon länger in Australien leben. Im Anschluss habe ich noch ein paar Worte, im sog. Cover Letter, über mich geschrieben. Fertig ist die Bewerbungsmappe!

 

 

Da ich nach einem Job in einem Café gesucht habe, habe ich einfach beide Blätter zehnfach ausgedruckt und bin mit einem breiten Grinsen losgezogen. Die Arbeit sollte idealerweise maximal zehn Gehminuten von Zuhause entfernt sein. Es sollte ein stylisches Café sein, welches hohen Wert auf guten Kaffee legt. Nicht ein einfaches Café, welches einem bittere Plörre serviert… Na, ihr wisst doch wovon die Rede ist?

 

Natürlich sind wir hier nicht bei wünsch dir was - sondern in der Realität. Aus diesem Grund habe ich meinen Lebenslauf in quasi jedem Café abgegeben. 

 

 

Achtung: Die meisten Cafés sagen, dass Sie gerade genug Personal haben. Das habe ich schon nach der ersten Anlaufstelle gemerkt. Hier sagt ihr am besten gleich: „ Dann melde dich, wenn ihr wieder jemanden sucht“, und drückt der Person deinen Lebenslauf in die Hand. Natürlich etwas netter formuliert ;-) Aber die Botschaft kam hoffentlich an.

 

„Raus aus der Komfortzone!“ So lautet mein Motto.

 

Es fühlt sich komisch an, nach einem Job zu fragen, wenn man mit „Drink here or take away?“ begrüßt wird. Aber ich versichere dir, dass du nach dem ersten oder zweiten Versuch deutlich selbstbewusster auftrittst.

 

Gut, gesagt - getan, neun Lebensläufer haben ein neues Zuhause. Hoffentlich nicht die Mülltonne! Der Zehnte ging an ein neues, nettes Café. Als ich den Barista ansprach und der den Schichtmanager rief kam dieser dazu. Er fragte uns (Barista und mich) ob wir uns kennen. Ein besseres Kompliment hätte ich mir nicht wünschen können.

 

Das war’s! Nun liegt das Glück nicht mehr in meiner Hand. Meine Arbeit ist getan. Nun muss ich geduldig sein und abwarten.

 

Ich werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

 

Bis dahin, Ünalp

MONEY

Ünalp Tekinalp zuletzt bearbeitet am 21.10.2014