< zurück zum Blog von Rebecca Hönmann
< zurück zum Universitätsprofil: James Cook University Singapore

Little India, once again

Letztes Wochenende wurden wir von zwei waschechten Singapurern eingeladen, eine kleine Tour durch Little India zu machen.

Zuerst gingen wir in ein Indisches Restaurant essen, wobei der Besitzer uns einfach von allen Spezialitäten etwas auf den Tisch stellte und wir uns so durch alles durchprobieren konnten. Spicy Chicken (Medium spicy bestellt und trotzdem brannte der Hals wie Hölle!), Cheese Naan, Garlic Naan, Seafood und einige Speisen von denen ich den Namen nicht aussprechen kann. Total lecker! 

Nach dem Essen schlenderten wir noch durch Little India. Dort war es rappelvoll! Es war ja nicht nur Wochenende sondern gleichzeitig auch kurz vor Deepavali! Für den hinduistischen Feiertag waren zahlreiche Stände aufgebaut, durch die man nur langsam voran kam weil einfach überall Leute waren. Dort konnte man Saris, Schmuck, Schuhe und Süßigkeiten oder sich ein Henna-Tattoo machen lassen. Was wir auch gleich mal gemacht haben :)

Als Nachtisch tranken wir dann zuerst eine frisch aufgeschlagene Kokosnuss und probierten uns danach durch zahlreiche Süßigkeiten. Wir kauften uns von allen Eines und jeder nahm sich ein Stück. Manche davon sahen nicht wirklich lecker aus, eher klebrig und wie Wackelpudding, aber die meisten waren doch ganz gut. Nur UNHEIMLICH süß! Die Süßigkeiten bestehen eigentlich nur aus Milch und Zucker. 

Danach gingen wir in den Veeramakaliamman Temple, der das letzte mal als wir in Little India waren leider geschlossen war. Bevor du den Tempel betrittst muss jeder seine Schuhe ausziehen und darf erst dann rein. Viele Inder haben sich zusätzlich nach dem Betreten noch vor einer Gottestskulptur auf den Boden gelegt, mit dem Gesicht zum Boden und gebetet. Die beiden Singapurer führten uns einmal durch den ganzen Tempel und erzählten uns zu jeder Gottesfigur die dazugehörige Funktion und Geschichte. So haben die Hindus einen Gott für Kunst und Musik, einen der sich um die Familie kümmert und viele mehr. Jeder betet zu seinem eigenen, speziellen Gott. Wahnsinnig interessant!

Und als ob wir nach dem ganzen Essen nicht eh schon satt waren und einen Zuckerschock hätten, brachten uns die beiden Singapurer noch zum "besten Soja-Bohnen-Stand in Singapur". Zum Glück war der etwas außerhalb von Little India und wir konnten uns ein bisschen bewegen! Als wir dort ankamen, stand die Schlange wirklich bis auf die nächste Straßenseite. Man kann diese Soja-Bohnen entweder in flüssiger Form und kalt oder in Wackelpuddingkonsestenz und warm essen. Nachdem wir auch unsere Portion bekommen hatten, setzten wir uns dort in den Hinterhof auf die Plastikstühle und probierten auch diese Spezialität. Gewöhnungsbedürftig, aber lecker! Wären wir nicht mit Einheimischen unterwegs gewesen, hätten wir uns wahrscheinlich niemals in diesen Hinterhof gesetzt oder alles probiert. Es geht doch nichts über Geheimtipps! ;)

Nächste Woche haben wir vor dasselbe in Chinatown zu machen. Ich bin schon gespannt!

Rebecca Hönmann zuletzt bearbeitet am 18.11.2012