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A world upside down

So einiges findet man nicht wie in der Heimat vor. Die ersten Tage war ich erst mal völlig orientierungslos. Unser alter Lernspruch „Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.“ Bringt mich hier nicht weiter, denn die Sonne ist nur im Süden nie zu sehen.

Die unterschiedliche Richtung der Corioliskraft kann man im Kleinen wie im Großen sehen. Weil mir so viele erzählt haben, dass Wasser im Waschbecken in die andere Richtung abfließt musste ich das gleich ausprobieren, um dann festzustellen dass ich nicht wusste in welche Richtung es auf der Nordhalbkugel abfließt. Aber bei unserem Weather Systems Kurs musste ich mich ziemlich umstellen mit Hoch- und Tiefdruckgebieten.

Gut dass ich meinen Kompass nicht mitgebracht habe, weil der hier auch nicht funktioniert, wegen einer anderen Kalibrierung, außerdem muss man immer die Abweichung vom geographischen und magnetischen Nordpol beachten.

Wenn man jetzt in den Supermarkt geht, dann wird man schon mit den ersten Weihnachtsartikeln überhäuft, direkt neben der neusten Bademode und Sonnencreme. Das wird auf jeden Fall ein lustiges Weihnachten, aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit was auch gut so ist, dann die Sonne macht erst mal Lust auch Sommer.

Besonders spannend ist erst einmal der Linksverkehr, auch wenn man sich richtig schnell daran gewöhnt. Doch am Anfang bin ich regelmäßig vor unaufmerksamen Autofahrern, die nur auf ihr Handy schauen und autofahrenden Hunden erschrocken. Rechts-Links-Rechts-Schauen ist auch nicht sehr hilfreich. Aber die kleinen Hürden im Verkehr meistern man sehr schnell und im Auto ist es erstaunlich einfach sich umzugewöhnen, wobei hier auch das Automatik-Getriebe geholfen hat. Nur Blinker und Scheibenwischer kann man sehr leicht verwechseln.

An der Uni selbst gibt es viele Unterschiede. Man klopft nach der Vorlesung nicht auf die Bank, Vorlesungen dauern nur 50 min, die Studenten können sich sehr stark mit der Uni identifizieren und ein Leben auf dem Campus ist völlig normal. Die Professoren und Lecturer spricht man mit dem Vornamen an.

Noch kurz einen Überblick über meine Woche außerhalb von Assignments und Uni: Klettern, Furtgehn, Yoga ausprobiert, Kajaken und viel mit Freunden.

Hurunui Devil´s Fang

Cherry Blossoms

Janina Hofmann zuletzt bearbeitet am 10.10.2016