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Universitätsalltag

Diese Woche musste viel für die Uni erledigt werden. Ich belege insgesamt drei Kurse, was ich als völlig ausreichend ansehe, vor allem, wenn man nebenher noch die Stadt erkunden und etwas mit Freunden unternehmen möchte. Ich muss keine Klausuren am Ende vom Semester schreiben, dafür gibt es umso mehr während dem Semester zu tun. Etwa alle 10 Tage muss ich eine schriftliche Ausarbeitung wie Essays oder sogenannte „Reflective Journals“ abgeben, was sich als sehr zeitintensive Arbeit herausgestellt hat. Zudem muss ich für einen Kurs ein Kurzvideo von 10 Minuten anfertigen, in dem ich ein selbstausgewähltes Buch präsentieren muss. Das Video wird dann in der nächsten Vorlesung meinen Kommilitonen vorgespielt und gemeinsam diskutiert. In Deutschland bin ich diesen Aufwand während des Semesters nicht gewöhnt und fand es am Anfang doch schwierig einzuschätzen, wie viel Zeit ich für das jeweilige Fach einplanen muss. In der Library gibt es einen Service von Studenten für Studenten, die „Peer Learning Advisers (PLA’s)“, welche einem bei dem Verfassen von Essays aber auch der Zeitplanung und sonstigen Fragen um die Uni unterstützen, was ich als sehr hilfreich empfand. Das fertige Essay wird dann online im Studentenportal „LMS“ hochgeladen, wobei man es durch eine Software laufen lassen muss. Diese Software („Turnitin“) prüft die Arbeit auf mögliche Plagiate, was an der La Trobe University ein sehr ernstes Thema ist.

Im Rahmen der Einführung haben wir auch eine Pflichtveranstaltung über das Thema „Plagiat und richtiges Zitieren“ besucht. Da jedes Fach meist andere Anforderungen hat ist es zudem sinnvoll Rücksprache mit einem Kommilitonen oder Übungsleiter zu halten. Die australischen Studenten schätzen diese Art von Arbeit sehr, da sie sich ihre Zeit frei einteilen können und keinen Klausurendruck am Ende des Semesters haben. Ich persönlich würde die ein oder andere Klausur doch begrüßen! Aber vom 26. September bis 02. Oktober steht erst einmal die „Mid Semester Break“ an, in der wir an die Gold Coast fliegen werden. :) 

 

Carolin Nätzer zuletzt bearbeitet am 25.08.2016