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Die Anmeldung

Diese Woche gibt es erneut einen informativen Blog. Derzeit habe ich sehr viele schriftliche Aufgaben zu erledigen und bin somit etwas intensiver mit Uni beschäftigt. Im November wird es immer etwas stressiger, da die Final Term Papers und diverse andere Aufgaben zu erledigen sind. Im Dezember startet hier die Prüfungsphase. Bei mir erst später im Monat, deshalb habe ich vorher noch eine kleine Belohnung für mich geplant. Dazu aber mehr, wenn es soweit ist.

Heute möchte ich in der Zeit etwas zurückgehen und über meine Planung zum Auslandssemester sowie über die Hilfe  des IEC, auch während meines Aufenthalts in Kanada, schreiben.

Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, wann genau ich mich entschieden habe, nach Kanada zu gehen. Jedenfalls habe ich mit der Bewerbung dafür im Mai dieses Jahres begonnen.

Der IEC hält an vielen Universitäten Vorträge über Unis bzw. Länder, in denen man sein Auslandsemester absolvieren kann. So auch an meiner Heimatuniversität. Dort wurden wir über Möglichkeiten in Kanada und anderen Länder informiert. Da ich Anglistik/Amerikanistik studiere, war für mich von Anfang an klar, es muss ein englischsprachiges Land sein. Mein Favorit waren anfangs die USA. Das Problem war, dass ich und andere Kommilitonen der Meinung waren, den TOEFL-Test nicht machen zu müssen, da wir ja Englisch auf C1, C2 Niveau studieren und dies eigentlich ausreichen müsste. Also habe ich ihn verpasst. Natürlich hätte das mit etwas Recherche besser laufen können, da der TOEFL-Test beim USA-Studium grundsätzlich zu absolvieren ist. Somit fielen die USA raus. Nun hieß es, eine Alternative finden. Australien ist zwar schön, aber kam für mich persönlich nicht in Frage, genauso wie Südafrika. Auch England war eine Option und ich hatte mir über den IEC bereits eine Universität genauer angeschaut. Da es derzeit recht günstig und einfach ist nach England zu reisen, wollte ich gerne außerhalb von Europa studieren. Damit fiel letzten Endes die Wahl auf Kanada. Ich muss gestehen, die Idee nach Kanada zu gehen ist mir leider nicht eher gekommen, dabei war dies schon immer ein Land, was mich sehr gereizt hat und ich das unbedingt mal besuchen wollte. Somit war ich mit meiner neuen Wahl super zufrieden. Günstiger Weise grenzt Kanada direkt an die USA, was somit einen kleinen Trip dahin recht einfach macht.

Also schaute ich auf der IEC Website nach Universitäten, die für mich in Frage kamen und las mich durch Blogs anderer Studenten. Die Wahl fiel auf Winnipeg und die University of Winnipeg. Perfekt, denn das Bafög übernimmt die Studiengebühr zu 100 %. Das ist ein sehr großer Vorteil beim IEC. Alles ist sehr transparent und man weiß, was auf einen zukommt.

Als Erstes: die Bewerbungen, die auf dem University-of-Winnipeg-Beitrag auf der IEC Website zur Verfügung gestellt werden, ausfüllen. Danach wird der Antrag nach Berlin zum IEC Hauptsitz geschickt. Dort wird dieser durchgeschaut und bei Unklarheiten, Fehlern, sowie fehlenden Dokumenten kann man auf die Hilfe des IEC zählen. Erst wenn alles vollständig und korrekt ist, übermittelt der IEC die Unterlagen an die kanadische Universität.

Irgendwann kommt dann die Bestätigung der kanadischen Universität.

Letter of Acceptance

Nun heißt es, alle weiteren Schritte vorbereiten. Aber auch da bekommt man Hilfe vom IEC. Allerdings listet die University of Winnipeg auch alles sehr gut auf, somit ist dies recht einfach auch allein hinzubekommen. Ich empfehle euch die vom IEC bereitgestellte Infoseite der UofW genaustens durchzulesen, denn dort erfährt man Wichtig ist und vor allem, was finanziell auf einen zukommt. Dies führt direkt zu meinem nächsten Tipp: das Auslandsbafög so zeitig wie möglich zu beantragen, denn man muss die Studiengebühr sowie das Geld für Flüge, Versicherung und die Unterkunft (die sowieso nicht vom Bafög übernommen wird) vorstrecken. Das heißt, dass große Summen in einem recht kleinen Zeitraum vorfinanziert werden müssen. Die Studiengebühr sowie das Geld für Flüge und Versicherung werden erst während des Aufenthalts anteilig vom Bafögamt zurückgezahlt. Des Weiteren rate ich euch: Plant einen guten Puffer für andere Ausgaben, wie Bücher, die Grundausstattung, usw. ein. So gibt es dann kein böses Erwachen, wenn man in Kanada ist. Immerhin will man ja Vieles unternehmen und Einiges erleben.

Zur Wahl der Unterkunft möchte ich auch ein paar Worte verlieren. Die Universität stellt einige Unterkunftsmöglichkeiten zur Auswahl. Diese sind dann quasi das typische Studentenwohnen. Da ich keine Unterkunft von der Uni bekommen habe, wohne ich in der Unterkunft des Red River Colleges. An sich ist das Wohnen hier super, aber auch da besteht das Problem, dass man sehr viel mit Deutschen unterwegs ist. Deswegen empfehle ich jedem, der nach Kanada kommt, das Home Stay zu nutzen. Würde ich mein Auslandssemester nochmals planen, würde ich es so machen. Man hat nicht nur die Chance englisch zu sprechen, meist ist für alle Mahlzeiten am Tag gesorgt und man bekommt etwas mehr vom kanadischen Lifestyle mit. Natürlich kommt es auch immer auf die Familie an, bei der man unterkommt. Der Preis für den Home Stay unterscheidet sich nicht von den anderen Studentenunterkünften. Natürlich soll das nicht heißen, dass ich den Aufenthalt in meiner Unterkunft bereue, ganz im Gegenteil. Wir haben hier sehr viel Spaß und man darf quasi machen, was man möchte, solang man gegen keine Regeln verstößt. Man ist halt auf sich selbst gestellt. Das Einzige, was ich zu beanstanden habe ist, dass es nur Mikrowellen gibt und man nichts anbraten kann oder backen. Das fehlt mir sehr, zumal ich es liebe zu kochen und zu backen. Dies ist aber auch nur an der Unterkunft des Red River Colleges so, die Unterkünfte der University of Winnipeg haben zumindest auf jeder Etage eine Küche. Soweit ich weiß, soll es aber auch irgendwann in der Unterkunft des Red River Colleges eine Küche geben.


Nächste Woche werde ich detaillierter auf die Uni und ihre Angbote für internationale Studenten eingehen. Bis dahin heißt es sich warm anziehen, der kanadische Winter ist nicht zu unterschätzen.

Diana Niederberger zuletzt bearbeitet am 12.11.2017