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Vorstellung und Realität

Die University of Winnipeg bietet ein Airport Pick-Up Program an. Das heißt man wird, egal um welche Zeit, vom Flughafen abgeholt und zu seiner Unterkunft gebracht. Ich hatte mich schon darauf vorbereitet nicht abgeholt zu werden, da ich in einem Studentenwohnheim einer anderen Universität untergekommen bin und auch keine Antwort mehr bekam. Zum Glück wurde ich positiv überrascht und mit einem kleinen Snack Paket am Flughafen begrüßt.

In die Stadt dauert es nicht lang und recht schnell war ich an meiner Unterkunft. Der Welcome-Service hat sogar gewartet, bis ich in der Unterkunft aufgenommen wurde. Direkt danach wurde mir bewusst warum: "Winnipeg ist Nachts extrem gefährlich". Das hat mir den ersten Dämpfer gegeben.

Ich habe alles erklärt bekommen, was die Unterkunft an ging. Bettzeug (damit sind nicht die Bezüge gemeint), sowie alles Andere (Besteck, Teller, usw.) war nicht vorhanden. Bis auf ein Bett, einem Schreibtisch, einen Schrank und noch einem weiteren kleinen Schrank war nichts da. Also plant besser ein tagsüber anzukommen oder stellt euch auf eine nervige Nacht ein - außer ihr habt so viel Platz in Koffer, um euch alles mitzunehmen. ;)

Im Walmart bekommt man allerdings Bettwäsche recht günstig und ein Dollarama hilft bei der restlichen Einrichtung. Das Internet muss man in den Unterkünften der University of Winnipeg dazu kaufen. In der Red River Residence gab es WLAN, allerdings mit sehr schlechtem Empfang, bei welchem man sich alle 30 Minuten neu einloggen musste. Ich habe mir mit einem LAN Kabel und meinem Laptop einen Hotspot erstellt und empfange nun perfektes WLAN. Man hat auch in allen Einkaufszentren und ca. 80% aller anderen Läden, Restaurants und Plätzen WLAN, deswegen habe ich es für nicht nötig gehalten, mir für mindestens $40 Dollar 100MB im Monat zu leisten. PrePaid ist in Kanada echt teuer.

Als ich in den folgenden Tagen alles Nötige besorgt hatte, hieß es Winnipeg zu erkunden und den zweiten Dämpfer einzustecken. Als Dresdnerin empfinde ich Winnipeg alles andere als schön. Wer nach Winnipeg kommt, um die kanadische Natur zu entdecken, findet sie zumindest nicht in unmittelbarer Nähe. In der Prärielandschaft gibt es so gut wie keine Bäume oder Parks in der näheren Umgebung. So grün wie in den meisten deutschen Städten ist es in Winnipeg nicht.

Auch sonst ist Winnipeg anders. Die Ampeln stehen hinter der Kreuzung, was auf den ersten Blick echt verwirrend ist. Allerdings ist der Countdown an den Fußgänger-Ampeln wirklich praktisch. Obdachlose gibt es an jeder Ecke und diese sprechen einen auch permanent an bzw. gehen sogar in Restaurants und belästigen einen. Ich muss gestehen, dass das meine Motivation Winnipeg und Umgebung zu erkunden sehr gedrückt hat.

Nach einer knappen Woche stand dann endlich der Orientation Day an. Dort traf ich sehr viele Deutsche, aber auch viele aus anderen Ländern. Wir sind zwar alle hergekommen, um unser Englisch zu verbessern, aber sobald ein nicht Deutschsprachiger dabei ist, ist das selbst in einer deutschen Gruppe möglich. Jedoch ist es sehr angenehm sich mit Menschen zu treffen, die die gleichen Standards gewohnt sind, wie man selbst und sich darüber austauschen zu können. An dem Orientation Day gibt es Infos zu allen möglichen Bereichen. Teilweise zu viele Infos für ein Thema, was das ganze sehr langwierig gemacht hat. Das anschließende kostenlose Essen und auch die Bustour durch Winnipeg waren sehr gut. Leider wurde ich an diesem Tag auch erst über meine ID und den UPass, quasi einem Semesterticket, womit man durch Winnipeg fahren kann, aufgeklärt. Der Orientation Day war an einem Freitag und somit war es uns allen aufgrund der Bustour nicht möglich die ID und den UPass direkt abzuholen. Das hieß, wir konnten das ganze Wochenende und, aufgrund des Labour Day, auch montags nichts in Winnipeg unternehmen. Mit einigen Deutschen habe ich mich so gut verstanden, dass wir uns zu 7. zwei Autos gemietet haben und montags mal aus Winnipeg in einige Provincial Parks rausgefahren sind. Das tat mir wirklich gut und endlich habe ich schöne Landschaften sehen können. So erkundeten wir den Old Pinawa Dam Park, Lake Winnipeg und den Birds Hill Provincial Park.

Old Pinawa Dam Park

Lake Winnipeg

Birds Hill Provincial Park

Diana Niederberger zuletzt bearbeitet am 09.09.2017