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Rückblick auf die zwei ersten Wochen an der Universität

Hallo zusammen,

in meinem heutigen Blogeintrag gibt es eine kleine Zusammenfassung der ersten beiden Uniwochen.

Sagen wir mal so, ich bin jetzt in der Lage, die Uni ohne Google Maps und meine Klassenzimmer ganz ohne Gebäudeplan zu finden. Zugleich bin ich stolzer Besitzer zweier Spinde. Einer davon in einem der Hauptgebäude und ein weiterer im Fitnessstudio der Universität. Der normale Spind am Unigelände kann für 21 CAD für das gesamte Semester erworben werden (Antrag geht ganz einfach per Formular im Internet) und der Spind im Fitnessstudio für ungefähr 36 CAD. Jedoch erhält man nicht nur einen Spind, sondern es wird bei jedem Fitnessstudiobesuch ein Handtuch zur Verfügung gestellt. Zudem ist bei letzterem das Schloss bereits im Preis mit dabei, wohingegen für den Spind in der Uni ein eigenes Schloss organisiert werden muss (kann beispielsweise im Shop der Uni erworben werden und man erhält beim Vorzeigen der Studenten-ID auch einen Rabatt).

Nun aber zu den wesentlichen Dingen. Es werden in den ersten Vorlesungen die Outlines mit allen notwendigen Informationen ausgeteilt bzw. online gestellt. Danach bleiben bezüglich benötigter Bücher, Prüfungstermine, Deadlines oder in welcher Woche welches Kapitel des Buches behandelt wird keine Fragen mehr offen. In einem meiner Kurse erfolgte auch eine persönliche Vorstellrunde mit den Fragen: Was studiert man und warum hat man sich ausgerechnet für Kurs XY entschieden. Man kann an dieser Stelle schon festhalten, dass das Ganze doch mehr an den Schulbetrieb in Deutschland erinnert als an die Universität. Die Noten setzen sich auch immer aus verschiedenen Teilnoten zusammen. Dafür werden beliebige Kombinationen aus Aufsätzen, Gruppenaufsätzen, kleineren Tests, Anwesenheit in den Vorlesungen, Midterm Exam und Final Exam zusammengestellt. Dies ist wohl auch der Grund, wieso ich es hier momentan weniger entspannt finde. Ich kenne es eher so, dass man meist nur eine Prüfung am Ende des Semesters absolvieren muss und die Dinge am Anfang des Semesters doch etwas gemütlicher angehen kann. Es sind in meinen Kursen maximal 45 Studenten und es ist teilweise sehr interaktiv. Die Folien werden bei manchen Kursen im Uni-Portal „Nexus“ zur Verfügung gestellt und erleichtern so ein wenig das Studentenleben. Das Verhältnis zwischen Professoren und Studenten empfinde ich hier jedoch weniger hierarchisch, als ich das aus Deutschland gewohnt bin. Man bekommt hier schon mal die Handynummer der Professoren, damit man sich bei Fragen jederzeit an sie wenden kann. Es wird auch stets betont, dass man die Sprechstunde oder die Zeit vor bzw. nach der Vorlesung nutzen soll, um offene Fragen zum Stoff besprechen zu können.

Die Bücher braucht man definitiv und man kann diese im Store der Universität kaufen oder eben auch ausleihen. Zwei Bücher hab ich mir ausgeliehen und das kostet dann in meinem Fall etwa 60 CAD (je Buch, versteht sich). Jedoch hab ich dann später nicht den Stress die Bücher wieder loszuwerden. Das dritte Buch jedoch wäre selbst für „nur“ ausleihen auf einen stolzen Preis von 119 CAD gekommen und ich hab mich für einen Kauf im Internet entschieden, in der Hoffnung, es am Semesterende für einen guten Preis wieder loswerden zu können… Klug wäre es, mit einer Liste aller benötigter Bücher loszuziehen, da zu den Stoßzeiten im Unishop schon mal eine Schlange quer durch den ganzen Laden steht und man dort schnell zwei Stunden lang warten muss, bis man bezahlen kann.

Was ich ganz gerne an der Uni mag, sind die vielen Sitzmöglichkeiten überall, die zumeist auch mit Steckdosen ausgestattet sind. Auch gibt es sehr viele Mikrowellen in denen man sein eigenes Essen aufwärmen kann.

Besonderer Luxus: Die Rolltreppen

Ich kann an dieser Stelle auch schon mal die besagte Freundlichkeit der Kanadier bestätigen. Man findet hier relativ leicht Lernpartner oder neue Kontakte (gerne auch durch ein Gespräch an der Bushaltestelle). Gut für mich, denn in gut zwei Wochen steht bereits der erste „in-Class-test“ vor der Tür…

Christina Friedl zuletzt bearbeitet am 14.09.2018