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Bewerbung und Organsation

Ich sitze gerade auf gepackten Koffern am Flughafen in Frankfurt und kann es kaum erwarten, bis die Reise endlich los geht. Gerne nutze ich die Zeit, bis mein Flug startet, um hier meinen ersten Blogeintrag zu verfassen. Zunächst möchte ich euch ein wenig über den ganzen Bewerbungsprozess erzählen und auf was man vielleicht achten sollte, wenn man sich für ein Auslandssemester entscheidet.

Die Nacht am Flughafen
 

Mein Name ist Christina, ich bin 24 Jahre alt und studiere momentan Wirtschaftsinformatik an der Universität in Passau.  

Die Frage nach dem Wann

Recht früh hab ich die Entscheidung getroffen, dass ich während meines Studiums gerne ein Auslandssemester machen möchte. Die erste Frage die sich hier stellt war, wann genau es denn optimalerweise in meinen Studienverlauf passen würde und wie es mit den Vorlesungszeiten im Ausland vereint werden kann. So ergab sich für mich die Entscheidung das Projekt „Ab ins Ausland“  ins 5. Semester zu legen. Da es in Kanada Trimester sind eignet sich am besten ein Wintersemester, um so die Prüfungen in Deutschland noch mitschreiben zu können. Zwar ist die Zeit zwischen Semesterende in Deutschland und Anfang in Kanada relativ kurz, dafür ist man aber umso früher fertig und kann die Zeit danach noch nutzen, bis in Deutschland das nächste Semester beginnt.

Die Frage nach dem Wohin

Für mich war von Anfang an klar, dass ich in den englischsprachigen Sprachraum will. Ich war aber etwas abgeschreckt von der Bürokratie, die als Freemover definitiv nicht zu unterschätzen ist. Jedoch bin ich im Rahmen eines Vortrags bei uns an der Uni auf IEC aufmerksam geworden. Nachdem ich mir dann die Website ein wenig genauer angesehen hab, war klar: DAS IST DIE LÖSUNG! So wird man nicht ganz allein gelassen, hat stets einen Ansprechpartner für den Bewerbungsprozess und vor allem einen Ansprechpartner mit Erfahrung! Recht schnell stand dann für mich fest, dass es Winnipeg werden soll, da mich die positiven Erfahrungsberichte anderer überzeugt hatten. Zudem gab es von der Uni das Angebot bei einer Gastfamilie wohnen zu können. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen bei Gastfamilien gesammelt. Für mich war also sofort klar, wo ich wohnen wollen würde. So hab ich mich ungefähr im Mai dafür angemeldet und auch das empfand ich so weit als relativ problemlos. Jedoch weiß ich bis jetzt nicht, wer meine Gastfamilie sein wird. Hier heißt es also geduldig sein :D

Der Bewerbungsprozess

Begonnen hab ich dann so richtig im November, alle notwendigen Unterlagen zu sammeln, die für die Bewerbung notwendig sind. IEC hat das ganze immens erleichtert, da so Rückfragen immer wirklich schnell und kompetent beantwortet wurden, die während des Bewerbungsprozesses aufgetreten sind. Als ich dann die Unterlagen vollständig eingereicht hatte, bekam ich im Handumdrehen auch schon die Zusage.

Zunächst hieß es dann Kurse wählen. Man hat von der University of Winnipeg einen eigenen Ansprechpartner, was sehr praktisch ist. Fragen werden wirklich schnell und kompetent beantwortet und es wird wirklich alles getan, damit für einen selbst auch alles passt. Zudem werde die Kurse auch alle für einen eingetragen, man muss also keine Angst haben, keinen Platz zu bekommen.

Als weniger lustig empfand ich den Lauf um alle Learning Agreements zu erhalten. Mit den Learning Agreements wird sichergestellt, dass die erbrachten Leistungen auch an der Heimatuni angerechnet werden. Es wurden bei uns schon recht tiefe Details zu den einzelnen Vorlesungen verlangt, doch glücklicherweise werden diese gerne von der Uni in Kanada herausgegeben. Ich werde zwar nur drei Kurse belegen (wie empfohlen wird), jedoch musste jedes Learning Agreement bei mir an einem anderen Lehrstuhl eingereicht werden, so dass ich immer fleißig mit Mails schreiben und rumlaufen beschäftigt war. Fazit: Besser früher als später! Und stets gewisse Bearbeitungszeiten miteinrechnen.

Sonstiges

Hier will ich nur ganz allgemeine Dinge anschneiden. Zum Beispiel rechtzeitig einen Reisepass beantragen, falls man keinen hat, da auch hier teils lange Bearbeitungszeiten einzurechnen sind.

Für die Einreise in Kanada muss auch noch ein Einreiseantrag gestellt werden; das ist aber online möglich und nicht wirklich mit viel Aufwand verbunden.

Als letzten Punkt will ich auf den finanziellen Aspekt zu sprechen kommen. Ein weiterer Punkt für die University of Winnipeg waren die niedrigen Studiengebühren. Als BAföG-Empfänger wird sogar die volle Höhe abgedeckt, jedoch sollten hier bereits mit dem Bewerbungsprozess die Unterlagen für den Antrag gesammelt und eingereicht werden! Zusätzlich würde ich auf alle Fälle empfehlen zugleich mit der Planung und Entscheidung für ein Auslandssemester die Augen nach Stipendien offen zu halten. Glücklicherweise sind die Möglichkeiten hier sehr vielfältig. Hierzu wird aber teilweise unter anderem Lebenslauf, Motivationsschreiben und ein Empfehlungsschreiben von einem Professor verlangt. Zudem sind auch hier Abgabefristen einzuhalten, weshalb ich wirklich empfehle, die Dinge frühzeitig in die Hand zu nehmen.

Soweit zu den ganzen formalen Dingen. Bald geht’s los und ich freue mich schon, euch über meine Erfahrungen in Kanada berichten zu können! Bis dann, Christina

Christina Friedl zuletzt bearbeitet am 13.08.2018