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Halbzeit in Kanada!

Hi ihr Lieben,

ich habe mittlerweile die Halbzeit meines Auslandsaufenthaltes hinter mir. Ich schreibe derzeit wöchentlich Midterms und arbeite parallel dazu an diversen Assignments für die Uni - es wird also definitiv nicht langweilig. In meiner neuen Gastfamilie läuft es wirklich um ein vielfaches besser. Eigentlich genau so, wie ich mir das erhofft hatte. Bei den gemeinsamen Abendessen konnte ich so mittlerweile einiges mehr über Kanada und Winnipeg lernen. Ich weiß jetzt beispielsweise, wo es die beste Pizza oder den besten Chinesen gibt, da Alexandrea gelegentlich mal Essen bestellt. Jedoch ergeben sich auch oft andere Themen. Einmal war die Vergangenheit Kanadas im Fokus, die Kolonien und dessen Folgen für Kanada. Selbstverständlich dürfen auch Sportthemen nicht fehlen: Der Nationalsport ist Hockey und man kommt eigentlich auch nicht drum herum. Zudem habe Kanada laut meiner Gastfamilie mit starken Bevölkerungsschwund zu kämpfen und verbunden damit einen immensen Fachkräftemangel. Das würde auch erklären, wieso man von der Universität Mails mit dem Thema „Immigration status opportunieties in Canada“ erhält. Wer also auswandern will, der hat vielleicht nach so einem Auslandssemester relativ gute Chancen. (Für mich persönlich käme das definitiv nicht in Frage :D ) Wobei das vielleicht auch mehr an der Stadt Winnipeg selbst liegt. Kanada ist ja eigentlich als ein sehr wohlhabendes Land bekannt, insbesondere durch seinen Rohstoffreichtum. Daher ist Winnipeg vielleicht etwas anders, als man es erwarten würde. Laut meiner Familie ist die Stadt deutlich von Armut geprägt und eng einhergehend damit ist auch die Kriminalitätsrate sehr hoch. Ich möchte euch nicht abschrecken, euer Auslandssemester in Winnipeg zu machen, jedoch finde ich es auch wichtig, euch ein realistisches Bild über die Stadt zu vermitteln. Man sollte halt einfach auf sich aufpassen, insbesondere wenn man eben in Downtown unterwegs ist. Jedoch gilt dies wohl für alle großen Städte…

Zurück zu meinem Alltag: Es gibt in der Universität ganz klassisch amerikanisch viele Wasserspender in quasi jedem Gang, jedoch könnte ich das Wasser beim besten Willen nicht trinken. Der Chlorgeruch ist einfach zu penetrant für meine Geschmacksnerven (die meinen nämlich, Wasser habe neutral zu schmecken!). Glücklicherweise schmeckt bei meiner Gastfamilie das Leitungswasser einigermaßen neutral und ist durchaus genießbar. Was ich in meiner Gastfamilie zudem toll finde, ist dass sozusagen immer drei Kontinente an einem Tisch sitzen. So werden die Dinge immer aus drei verschieden Sichten gesehen und ich konnte bisher nicht nur einiges über Kanada und die USA, sondern eben auch sehr viel über China lernen. Letzten Sonntag habe ich zum Beispiel zum Frühstück eine Nudelsuppe mit Ei gegessen, die von meiner Gastschwester Arabel zubereitet wurde. Die Soße war aus eigener Herstellung ihrer Mutter und echt lecker. Die Soße war aber auch sehr scharf! Ich bin froh, dass dazu meist Milch getrunken wird :D. Tatsächlich wird das Gericht in China gerne morgens vor der Schule oder der Arbeit gegessen:

Da ich euch auch mein derzeitiges Zimmer noch gar nicht gezeigt hab, will ich das an dieser Stelle mal kurz nachholen:

Liebe Grüße nach Deutschland,

Christina

Christina Friedl zuletzt bearbeitet am 25.10.2018