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Roadtrip Teil II: Niagara Fälle und Washington D.C.

Heute folgt wie versprochen der zweite Teil unseres Roadtrips. Der erste Stopp waren die Niagara-Fälle. Wir hatten glücklicherweise die Möglichkeit die Wasserfälle so von der kanadischen Seite und vom Festland der Vereinigten Staaten aus zu bewundern. Leider war das Wetter nicht ganz so gut, nichtsdestotrotz war bereits der erste Blick auf die Fälle höchst beeindruckend.  Zudem sind wir Nachmittags angekommen und hatten so die Möglichkeit die Wasserfälle nicht nur tagsüber sondern eben auch Abends zu sehen und ich muss sagen, die beleuchteten Wasserfälle eignen sich auch bestens als Hintergrund für Urlaubsfotos!

Wir sind danach kurz Essen gegangen und mehr aus Zufall nochmal zurück zu den Niagarafällen gegangen. Die Parkplätze sind schließlich nicht ganz billig und so schnell werden wir dort wohl nicht mehr hinkommen. So machten wir uns also auf zur nächsten Aussichtsplattform und wir hatten das unglaubliche Glück ein Feuerwerk bewundern zu können! Da keiner von uns wusste, wann dieses genau stattfindet, war unsere Freude darüber umso größer und ich würde es definitiv als eines unserer Reise-Highlights beschreiben!

Danach ging die Reise weiter für uns. Der nächste Stopp war die Hauptstadt der Vereinigten Staaten: Washington D.C. Die Nacht über wurde durchgefahren mit dem Auto und so waren wir früh am Morgen in Washington. Dort haben wir uns nach einem kleinen Frühstück dann aufgemacht zum Pentagon. Wobei hier auf Grund höchster Sicherheitsmaßnahmen nicht allzu viel zu sehen ist und fotografieren ist auch nicht erlaubt. Schon etwas interessanter war da die National Mall. Bei sommerlichen Temperaturen von 27 Grad wurden so das Capitol, das Weiße Haus, das Lincoln Memorial und natürlich das zentral stehende Washington Memorial von uns in Augenschein genommen. Wir hatten fast zwei Tage in Washington und hatten so noch ausreichend Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang in Chinatown, das National Air and Space Museum und das United States Holocaust Memorial Museum. Zwar war letzteres durchaus interessant, jedoch waren die teils anklagenden Blicke der anderen Besucher als sie uns in Deutsch miteinander reden hörten, nicht gerade angenehm. Die Museen kosten generell keinen Eintritt jedoch gelten fünf Dollar als Richtwert, die man bei seinem Besuch spenden sollte. Im Nachhinein betrachtet würde für Washington wohl auch ein Tag ausreichen, sollte man nicht allzu viel Zeit im Museum verbringen wollen.

Für mich sollte es nach den zwei Tagen in Washington mit dem Flugzeug zurück nach Winnipeg gehen. Recht locker angesetzt war der Rückflug mit Zwischenstopp, denn eine Stunde zum Umsteigen sollte doch wohl locker machbar sein. Gepäckstücke waren außer meiner Carry-on Bags nicht vorhanden und von einem Gate zum anderen sollte kein Problem sein. Es sei denn…. Es sei denn der Flieger startet schon eine Stunde zu spät von Washington, wovon man eine halbe Stunde im Flugzeug auf der Landebahn verbringt. Ich sah mich schon wieder einmal gestrandet am Flughafen, wieder einmal in den Eingangshallen des Flughafens nächtigen… Als es dann zur Landung in Minneapolis ging war klar, dass acht Minuten knapp werden. Ich saß glücklicherweise weit vorne, direkt hinter der Businessclass und so rückten meine deutschen Manieren - die Leute in den vorderen Reihen erst aussteigen zu lassen - ein wenig in den Hintergrund und ich sprintete zur nächsten Anzeigetafel um herauszufinden zu welchem Gate ich muss. Die Damen am Gate erwarteten mich bereits. So freuten wir uns kurzzeitig zu dritt, dass ich es noch geschafft hatte. Ich, mit hoch rotem Kopf und nach Luft schnappend, stieg dann also in das bereits volle Flugzeug und muss feststellen, auf diese Erfahrung hätte ich auch gern verzichten können. Jedoch gehört es wohl auch dazu, zu akzeptieren, dass egal wie gut man die Dinge durchplant, es gerne doch anders kommt. Ich war einfach froh, dass ich den letzten Flug an diesem Tag noch wahrnehmen konnte und kam so noch in Sommersachen bei frostigen Temperaturen wieder zurück in Winnipeg an. Die restlichen freien Tage der Reading-Week verbrachte ich mit lernen, ganz nach dem Motto wer Verreisen kann – der kann auch lernen, oder so ähnlich :P

Bis nächste Woche,

Christina

Christina Friedl zuletzt bearbeitet am 18.10.2018